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„Wie zweite Familie“: A-Jugend möchte sich Polster zulegen

Team-A-Jugend-HSG-Konstanz-Goeppingen Im Kollektiv zuletzt bärenstark: Die A-Jugend.

A-Jugend-Bundesliga:

HSG Konstanz – HSC 2000 Coburg

(Samstag, 16.30 Uhr, Schänzle-Sporthalle)

 

Drei Siege in Folge, mit 6:2 Punkten Tabellenzweiter der Bundesliga-Hauptrundengruppe und die beste Offensive der Liga: Es läuft und die Stimmung bei der A-Jugend der HSG Konstanz ist prächtig. Eine schöne Momentaufnahme, die aber nicht dazu führen darf den nächsten Gegner aus Coburg am Samstag, 16.30 Uhr, in eigener Halle zu unterschätzen.

 

Den Verantwortlichen ist durchaus bewusst, dass man zuletzt dreimal in Folge daheim antreten durfte. Match Nummer vier in Serie am Schänzle soll dazu genutzt werden, sich ein Polster für die schweren Auswärtsspiele zuzulegen. Wenn auch mit einem deutlichen 31:25-Sieg gegen den talentierten Nachwuchs von Frisch Auf Göppingen nicht unbedingt zu rechnen war, so besteht nun die Herausforderung darin, die gleiche Galligkeit und Entschlossenheit von der ersten Minute an auch gegen den bislang noch nicht richtig ins Rollen gekommenen Gast aus Bayern abzurufen. Personell sieht es gut aus und es läuft die akribische Vorbereitung von Daniel Eblen und Daniel Behrendt auf die nächste Aufgabe. „Unser toller Sieg gegen Göppingen ist am Ende nichts Wert, wenn wir nun gegen Coburg nicht erneut mit dieser Leidenschaft auftreten“, sagt Behrendt und fügt an: „Wir wollen uns für unsere harte Arbeit belohnen.“

 

Der Gast aus Oberfranken wird seine Chance suchen. Behrendt: „Selbstläufer gibt es in dieser Liga nicht. Voller Fokus und Konzentration sind gefordert.“ Zumal der Nachwuchs des Zweitligisten auf eine 5:1-Deckung setzt, die in der A-Jugend-Bundesliga eher die Ausnahme ist. Für die beiden zuletzt so starken Spielmacher Jona Mauch und Fynn Osann stellen sich deshalb voraussichtlich ganz besondere Herausforderungen. Auf diese Aufgaben bereiten die Trainer ihre Schützlinge gut vor.  „Das wird unangenehm“, so Behrendt, bietet aber auch Chancen und Freiräume für die anderen Spieler, die sich nun zeigen können. Erfolgsfaktor Nummer eins war zuletzt ohnehin die im Kollektiv bärenstarke Abwehrarbeit und ein dadurch kaum zu überwindender Schlussmann Noah Frensel.

 

Nur zu gerne wüsste der 34-Jährige dies als Konstante im Spiel seiner Mannschaft, auf die man sich stets verlassen könnte. Damit wäre das Tempospiel von alleine mit im Spiel, während Coburg auch mal versucht, das Tempo zu verschleppen. Aktuell zahlen sich die in intensiven Handball- und Athletiktrainingseinheiten erarbeiteten Grundlagen aus. Aber noch viel mehr hat der junge HSG-Coach beobachtet. „Die Corona-Situation belastet die Jungs“, schildert er seine Eindrücke. „Handball ist da wie ein Anker und eine zweite Familie, die etwas Sicherheit gibt.“ Eine Familie, die gemeinsam etwas erreichen möchte und dafür einen ganz wichtigen Schritt gehen kann. „Wir sind auf einem guten Weg“, findet er, vor der nächsten Bewährungsprobe.

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