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Erfolgsserie endet nach 19 Siegen in Folge

VfL Pfullingen

3. Liga

37:31

18:16

HSG Konstanz

650

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Nach 19 Siegen in Folge endete die Erfolgsserie des frischgebackenen Drittliga-Meisters HSG Konstanz. Der Tabellenzweite VfL Pfullingen feierte im Kampf um die Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga einen eminent wichtigen 37:31 (18:16)-Heimsieg gegen den bislang ungeschlagenen Tabellenführer. Für die HSG geht es am Samstag, 20 Uhr, mit einem Heimspiel gegen den Zweitliga-Absteiger und aktuellen Tabellendritten TuS Fürstenfeldbruck in der Schänzle-Hölle weiter. Tickets sind unter www.hsgkonstanz.de/tickets erhältlich. Es gilt die 3G-Regel ohne Testnachweis für Geimpfte und Genesene. Zum Hygienekonzept.

Ex-Konstanzer Simon Tölke wird zum Matchwinner

Zweiter gegen Erster, die Halle bis unters Dach zum Bersten voll fast bis auf den letzten Platz gefüllt, die Heimmannschaft mit ihren Fans im Rücken voller Adrenalin emotional am absoluten Anschlag und heiß auf die Konstanzer. Es war alles wie erwartet. Pünktlich zum Spiel gegen die HSG bot der VfL wieder seinen vollen Kader auf. Angefangen vom Ex-Konstanzer Simon Tölke. Der Keeper wurde von den Gelb-Blauen schnell warmgeworfen und war anschließend einer der großen Matchwinner. Im Duell mit den HSG-Schützen, die immer wieder die nötige Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor vermissen ließen, lautete der Sieger allzu oft: Simon Tölke. Frei vom Kreis, von außen, bei Durchbrüchen oder gar bei Tempogenstößen knöpfte er den Gästen den Ball ab. „Es war das erwartet schwere Auswärtsspiel für uns“, konstatierte Jörg Lützelberger. „Bei einem Gegner, der sowohl eine hohe Qualität mitbringt als auch emotional, mental alles in die Waagschale werfen musste und geworfen hat. Das hat man von Anfang an gemerkt.“ Sowohl offensiv als auch defensiv waren die Gastgeber robust und stark in den Zweikämpfen. Konstanz musste hart für seine Würfe arbeiten – erspielte sich aber dennoch sehr gute Abschlusspositionen über das ganze Spiel. „Aber Simon Tölke hat ein überdurchschnittlich starkes Spiel gemacht“, sagte der HSG-Coach mit Blick auf die Torwartleistung auf gegnerischer Seite und gratulierte: „Glückwunsch an Pfullingen. Der Sieg geht absolut in Ordnung.“

Das Spiel im Re-live:

Momentum hätte kippen können

Defensiv machte seiner jungen Mannschaft hingegen die Erfahrung und Wucht eines Alexander Schmid am Kreis schwer zu schaffen. Der beste Kreisläufer der Liga drückte den Zweikämpfen mit seiner körperlichen Präsenz immer wieder seinen Stempel auf und war nie zu kontrollieren. Neunmal war Schmid erfolgreich und schaffte zusätzlich Räume für VfL-Shooter Niklas Roth, der gar elfmal einnetzte. Es war ein hitziger, intensiver, teilweise ruppiger Schlagabtausch, den sich beide Teams lieferten. Satte 14 Minuten musste die HSG in Unterzahl agieren, Pfullingen hatte lediglich vier Zeitstrafen zu verkraften. Die erste für die HSG nutze Pfullingen direkt zur 3:1-Führung, ehe sie sich trotz weiterer numerischer Unterlegenheit zum 6:7 herankämpfte. Es gab sie schließlich mehrmals, die Momente, in denen das Momentum in der deutlich ruhiger gewordenen Halle, in der die HSG-Fans lautstark zu vernehmen waren, hätte auf Konstanzer Seite kippen können. Etwa direkt nach der Pause, als die Gelb-Blauen nach einem Fünf-Tore-Rückstand wieder zurück waren (18:17). Kapitän Tim Bornhauser verkürzte in der 42. Spielminute erneut auf 23:24 – die Gelegenheiten zum Ausgleich ließ sein Team jedoch aus. Stattdessen ging nun acht Minuten gar nichts mehr bei der in dieser Phase fehleranfälligen HSG. Mit einem 5:0-Lauf zum 29:23 hatte Pfullingen für eine Vorentscheidung gesorgt, weil Konstanz nie richtig in sein gefürchtetes Tempospiel und zu schnellen Toren kam.

„Es geht nicht um Serien. Es geht darum, zu gewinnen“

Lützelberger wollte seiner Mannschaft dennoch „emotional, mental überhaupt keinen Vorwurf machen. Die Jungs waren heiß auf das Spiel und wollten unbedingt gewinnen. Haben gefightet und alles gegeben. Aber auch der Gegner war topfit und auf den Punkt am Limit, wenn es natürlich um alles geht in dieser Saison.“ Den Konstanzern war es gelungen, voll dagegen zu halten und sich die Gelegenheiten für mehr zu erspielen. „Deswegen gibt es auch keinen Grund, die Köpfe hängen zu lassen. Wir müssen weiter Gas geben“, richtete der EHF-Mastercoach den Blick schon wieder voraus auf die nächste Aufgabe. Die da am Samstag in der Schänzle-Hölle lautet: TuS Fürstenfeldbruck. Zweitliga-Absteiger und Tabellendritter, der ebenfalls jeden Punkt benötigt und damit kein bisschen einfacher. Lützelberger: „Es gilt aus diesem Spiel zu lernen. Bei einem der besten Drittligisten auswärts benötigen wir eine sehr gute Leistung. Die haben wir nicht erreicht, auch wenn in der zweiten Hälfte nicht viel gefehlt hätte, das Momentum auf unsere Seite zu bringen. Pfullingen hat es geschafft, dass das nicht passiert, deshalb haben sie verdient gewonnen.“ Ansporn sei das Ergebnis in Pfullingen aber allemal, versichert der ehrgeizige Ex-Bundesligaprofi und fasst zusammen, was am Montagmorgen im Kraftraum beginnt und am Montagabend in der Halle fortgesetzt wird: „Es geht nicht um Serien. Es geht darum zu gewinnen, sich darauf vorzubereiten, gut zu sein und das auf die Platte zu bringen. Das wollen wir am Samstag wieder machen.“

VfL Pfullingen: Tölke, Schlipphak, Villgrattner (alle Tor); Schmid (9), Roth (11), Prinz (1), Jabot (2), Breckel, Möck, Ilitsch, Fischer (2), Hausmann, List (6/1), Rix (6/3).

Trainer: Daniel Brack

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Autor

Pressesprecher

Andreas Joas

Andreas Joas, Pressesprecher der HSG Konstanz, Leiter Medien und Kommunikation.

Andreas.Joas@hsgkonstanz.de
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