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Hallenanbau für „Schänzle-Hölle“ bringt neue Möglichkeiten

Die Schänzle-Sporthalle in Konstanz, gelegen direkt am Ufer des Seerheins, zählt zu den schönsten Hallen Deutschlands – und zu den lautesten, wenn die emotionalen Fans sie in die bekannte „Schänzle-Hölle“ verwandeln. Die lautstarke Unterstützung im stimmungsvollen Schmuckkästchen war ein ganz großes Pfund für die HSG Konstanz und nicht unerheblich am direkten Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga beteiligt. Nun tut sich einiges im Hinblick auf die Infrastruktur für die dort beheimatete HSG.

Ab sofort: Neuer Kraftraum für die HSG

Beim Heimspiel gegen Dresden (29:29) hatte Frank Schädler, Leiter des Amtes für Bildung und Sport, in Vertretung von Oberbürgermeister Uli Burchardt „Geschenke“ und gute Nachrichten mitgebracht. In der Halbzeit übergab er symbolisch die Medaillen des DHB für den Aufstieg in die 2. Bundesliga, ehrte die HSG für die Rückkehr und überreichte an den HSG-Fanclub einen Gutschein für einen großen Fanbus zu einem Auswärtsspiel samt Verpflegung. Außerdem bekommt die HSG ab sofort einen Raum zur Verfügung gestellt, den sie als eigenen neuen Kraftraum für sich einrichten und nutzen darf. Die Kosten in Höhe von rund 40.000 Euro trägt der Club selbst.

Im folgenden Slide zu sehen: Der aktuelle Bestand der Schänzle-Sporthalle sowie mit dem Anbau der Halle V. Bilder: Stadt Konstanz

„Wollen wir nicht den Anschluss verlieren, sind wir alle gefordert, das in Konstanz Mögliche zu tun.“

Otto Eblen, Geschäftsführer der HSG Konstanz
Mit Anbau
Bestand
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Neuer VIP- und Zuschauerbereich bis 2024

Einige Tage zuvor hatte der Gemeinderat der Stadt Konstanz trotz massiver Kostensteigerungen einstimmig Mittel in Höhe von 7,95 Millionen Euro für einen zweigeschossigen Hallenanbau an die bestehende Sporthalle freigegeben. Dreiviertel der Gewerke wurden schon vorab ausgeschrieben und sollen in den nächsten Wochen vergeben werden. Das Ziel: Baubeginn bereits in den nächsten Monaten und eine Inbetriebnahme im dritten Quartal 2024. Nur dann können sämtliche Zuschüsse, 420.000 Euro vom Land Baden-Württemberg und 334.560 Euro KfW-Förderung – dafür abgerufen werden. An der Finanzierung des Untergeschosses beteiligt sich zudem der Stammverein der HSG, der TV Konstanz, und wird dafür Mieter der dort entstehenden Turn- und Gymnastikhalle samt Catering-Bereich, Geräte-, Lager- und Gemeinschaftsräumen. Darüber entsteht eine Trainingshalle sowie Lager-, Büro-, Geschäfts- und Besprechungsräume. Die neue Halle wird darüber hinaus über eine Glasfront mit dem bisherigen Bau der Schänzle-Sporthalle verbunden und kann dank eines Catering-Bereiches mit Küche als VIP- und zusätzlicher Zuschauerbereich genutzt werden. „Das gibt uns an den Spieltagen ganz andere Möglichkeiten“, erklärt HSG-Geschäftsführer Otto Eblen und betont die Wichtigkeit des Baus auch in Bezug auf die Hallenkapazitäten. Sein Club ist mit 17 Mannschaften im Spielbetrieb, betreut in Konstanz elf Kindergärten, das heißt circa 300 Kinder, führt den Sportgarten mit acht Gruppen durch (120 Kinder), die Pinguingruppen mit 60 Kindern, die D-, E- und F-Jugend der HSG bestehen insgesamt aus 100 Kindern. Eblen: „Mit unseren Cheerleadern und den Jugendmannschaften der A- bis C-Jugend erreichen wir die stolze Zahl von rund 700 Kindern.“ Dazu kommt der Abbruch und der Verlust einiger Hallen für den Sport sowie die schon zuvor extrem angespannte Hallensituation in Konstanz. Schon aktuell geht die HSG deshalb kreative Wege, um dem Ansturm im Jugendbereich gerecht werden und allen Kindern ein Angebot machen zu können. So wurde mit Munir Hizli vom Sportcenter Konstanz eine Partnerschaft vereinbart, die zusätzliche Hallenkapazitäten bringt. Ebenso mit dem ESV Konstanz.

Neue LED-Beleuchtung erfüllt Erstliga-Standards

Rückblick: Erste Pläne zum Ausbau der Schänzle-Sporthalle gab es bereits 2016. Die lange Verzögerung des Projekts ist auf Änderungen von Zuschuss-Programmen, explodierende Kosten und zusätzliche Anforderungen an den Klimaschutz – die Stadt Konstanz rief 2019 als erste Stadt Deutschlands den Klimanotstand aus – zurückzuführen. 2020 wurde die Projektrealisierung für 4,75 Millionen Euro das erste Mal beschlossen, die Umsetzung sollte bis Sommer 2023 abgeschlossen sein. Die gesamte bestehende Halle wurde inzwischen schon mit einer Photovoltaik-Anlage ausgestattet und die Beleuchtung im Sommer auf neueste LED-Technik mit Erstliga-Standard und 1.500 Lux Beleuchtungsstärke umgerüstet. Der Neubau wird um 30 Prozent besser als der aktuelle gesetzliche Energiestandard durch den Einsatz regenerativer Energien (Luft-Wärmepumpe, Photovoltaik), thermisch aufgewertete Gebäudehülle und eigene Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung ausgeführt.

Ein wichtiger Schritt

Wer sie schon einmal erlebt hat, weiß: Sonnenuntergänge am Schänzle bieten einen spektakulären Anblick. Die Aussichten für die HSG werden durch die verbesserte Infrastruktur nun noch ein Stückchen besser. Geschäftsführer André Melchert jedenfalls lobte bei der Ehrung die „sehr gute Zusammenarbeit mit dem Sportamt. Wir freuen uns sehr über die Anerkennung und Wertschätzung.“ Otto Eblen sagte: „Wollen wir nicht den Anschluss verlieren, sind wir alle gefordert, das in Konstanz Mögliche zu tun.“ Ein wichtiger Schritt wird nun gemacht.

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Autor

Pressesprecher

Andreas Joas

Andreas Joas, Pressesprecher der HSG Konstanz, Leiter Medien und Kommunikation.

Andreas.Joas@hsgkonstanz.de
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01520 / 3882532

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