Wichtiges Südbaden-Duell
HSG Konstanz
3. Liga
Sa. 20:00
Schänzle-Sporthalle
SG Köndringen/Teningen
Der HSG Konstanz steht am Samstag um 20 Uhr in der Schänzle-Hölle ein wichtiges Heimspiel gegen die SG Köndringen/Teningen ins Haus. Der südbadische Rivale belegt aktuelle den ersten Abstiegsrang. Tickets sind über www.hsgkonstanz.de/tickets erhältlich.
Heiße Duelle gegen Köndringen/Teningen
Das Ziel ist klar: Mit dem ersehnten ersten Sieg in der Rückrunde könnte sich die HSG Konstanz Luft nach unten verschaffen. Auf den ersten Abstiegsrang, auf den südbadischen Konkurrenten, mit dem sich die Gelb-Blauen in der Vergangenheit schon unzählige heiße Duelle geliefert haben. In denen oft die Emotionen hochkochten, in denen es oft um sehr viel ging – und in denen es immer laut und umkämpft war. So wie im Hinspiel, als die HSG im ersten Auftritt in dieser Saison mit 39:33 gewinnen konnte. Ein Erfolgserlebnis wäre nun umso wichtiger. In den Augen von Ralf Bader nicht nur für die Tabelle, sondern als Bestätigung für die intensive Arbeit der Mannschaft im neuen Jahr. „Ich hoffe, dass die zwei Gegner in den ersten beiden Spielen in unserem Prozess zu früh kamen“, sagt der HSG-Coach und hofft nun auf eine weitere Steigerung in Spiel drei unter seiner Regie.
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„Über 60 Minuten müssen wir die bessere Mannschaft sein“
Denn: Die Wahrheit werde nun als Licht kommen, ist er überzeugt. Seine Forderung ist klar, denn nun „muss ein Sieg herausspringen. Dieser Druck ist da.“ Respekt vor dem Gegner, der im Sommer den Aufstieg in die 3. Liga geschafft und dort schon für die eine oder andere Überraschung gesorgt hat ja. Aber auch Vertrauen in die eigene Stärke. „Köndringen-Teningen ist eine Mannschaft, die um den Klassenerhalt kämpft“, so der A-Lizenzinhaber. „Ich rede den Gegner weder gut noch schlecht. Über 60 Minuten müssen wir jedoch die bessere Mannschaft sein.“ Auch wenn der SG Köndringen/Teningen schon Siege gegen die Wölfe Würzburg, Balingen und Pfullingen gelangen und im ersten Spiel des Jahres ein Remis gegen Fürstenfeldbruck heraussprang, so möchte die HSG ihr Potenzial im Südbaden-Duell zeigen.
Zwei Rückkehrer möglich
Dabei helfen dürfte, dass sich das zuletzt prall gefüllte Lazarett etwas lichten dürfte. Möglichweise können Luca Schwormstede und Christos Erifopoulos, die in Erlangen noch schmerzlich vermisst wurden, wieder auflaufen. Bei Jan Stotten, Sven Iberl und Konstantin Poltrum wird dies hingegen nicht möglich sein. Auf der Gegenseite wiegt der Ausfall des langjährigen Bundesligaspielers Pascal Helm (geb. Bührer) schwer, der nach einer Brustmuskel-Operation in dieser Saison wahrscheinlich nicht mehr eingreifen kann. Der Rückraumspieler, der bis zu seiner Rückkehr zu seinem Heimatverein bei den Eulen Ludwigshafen aktiv war, ist für Bader „Extraklasse“. Sein Bruder Maurice Bührer steht mit 127 Treffern an dritter Stelle der Torschütze der 3. Liga Süd. Für den HSG-Coach liegt der Fokus jedoch ganz auf der eigenen Mannschaft und Leistung.
Hellwach Potenzial abrufen
„Alle wollen unbedingt gut spielen, Punkte holen und den Sieg einfahren“, freut er sich über den großen Einsatz und hohe Intensität im Training. Umso wichtiger wäre die Bestätigung in Form des Erfolgserlebnisses. „Das brauchen wir jetzt“, weiß der 45-Jährige. „Natürlich helfen uns die Punkte, den Gegner zu distanzieren. Für die Köpfe ist es wichtig zu spüren, dass wir vorwärtskommen und die Dinge funktionieren, die wir den Spielern an die Hand geben.“ So ist der Werkzeugkoffer in der Offensive um einige Varianten größer geworden. Der Hauptfokus liegt jedoch auf der Deckung. Bader: „Teningen kämpft viel, hat viele schnelle und bewegliche Spieler. Hier müssen wir hellwach sein.“ Die wichtigste Botschaft an seine Spieler ist jedoch die, dass „wir unser Potenzial abrufen müssen. Dann ist mir egal, was der Gegner macht. Es geht um das Verständnis, dass wir gut spielen müssen.“
„Über das Wetter, Schiedsrichter, Glück und Pech mache ich mir keine Gedanken“
Der Auftritt vor über 1300 Fans beim Superball gegen Pfullingen war ein erster guter Schritt auf diesem Weg. Noch längere Phasen mit der Entschlossenheit aus diesem Spiel sind das Ziel. „Das war in Erlangen leider nicht möglich, weil der Gegner zu stark war“, so der 45-Jährige. Das Sinnieren über möglicherweise etwas fehlendes Spielglück wie etwa gegen Pfullingen liegt ihm allerdings fern. „Schön wäre, wenn wir das gar nicht bräuchten, weil wir selbst so gut sind“, lacht er und erklärt: „Über das Wetter, Schiedsrichter, Glück und Pech mache ich mir keine Gedanken. Daran kann ich nichts ändern. Ich hoffe auf eine ähnlich tolle Unterstützung wie beim Superball von unseren Fans. Das macht Spaß und motiviert uns alle.“ Mit bester Stimmung von den Rängen und einer konzentrierten Vorstellung, in der das eigene Potenzial abgerufen und mehr Konstanz an den Tag gelegt wird, soll der nächste Schritt vollzogen werden. Genervt sind sie von den Ergebnissen in dieser Saison alle bei der HSG Konstanz. Als Einheit auf und neben dem Feld soll deshalb Schluss damit sein. Die Sieger-Humba ist das, was Trainer und Mannschaft nun unbedingt am Samstagabend gegen 21.30 Uhr wollen.
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