Vorletztes Auswärtsspiel in Erlangen und Zukunftspläne
TV Erlangen-Bruck
3. Liga
Sa. 19:00
Karl-Heinz-Hiersemann-Halle
HSG Konstanz
Das vorletzte Auswärtsspiel der Saison führt die HSG Konstanz über eine lange Auswärtsfahrt zum TV Erlangen-Bruck. Anpfiff ist am Samstag um 19 Uhr.
Reaktion gefordert
Zunächst galt es für die Gelb-Blauen, die enttäuschende Vorstellung im Heimspiel gegen die Wölfe Würzburg aufzuarbeiten. Trainer Ralf Bader erwartet „ganz klar eine Reaktion“. Ihm widerstrebt bereits der Gedanke an ein Auslaufenlassen der Saison mit jeder Faser seines Körpers. Die Leistung in Erlangen werde einen Hinweis darauf geben, „ob wir im Kopf die Endphase der Saison angenommen haben.“ Das große Verletzungspech wird nicht als Ausrede akzeptiert – nun stehen andere in der Verantwortung, die die Chance dazu nutzen können, sich für künftige Aufgaben und Einsätze zu empfehlen. Aktuell befindet man sich, so Bader, auf einem Übergang. „Wir wollen beweisen, dass wir besser sind“, unterstreicht er. Ein Nachlassen würde ihn persönlich „kränken“, sagt der ehrgeizige Trainer, der denselben Einsatz von seiner Mannschaft einfordert. Vollgas geben, das Maximum herausholen – nur das zählt für ihn.
Spaß am Spiel zurückgewinnen
Ganz anders dürfte die Stimmungslage beim TV Erlangen-Bruck sein. Der Aufsteiger aus der Regionalliga Bayern konnte sich souverän den Klassenerhalt erkämpfen. Auf Rang 13 belegt man zwar gerade den dafür nötigen Platz, hat sich aber satte zwölf Punkte Vorsprung auf den ersten Platz unter dem roten Strich gesichert und damit lediglich fünf weniger als die aktuell auf Rang neun platzierte HSG Konstanz. Im Hinspiel feierte die HSG einen knappen 35:32-Erfolg. Hoffnung auf eine Wiederholung dürften auch zwei Rückkehrer in den dezimierten Kader geben. Dabei wünscht sich der HSG-Coach, dass die Freude am Spiel zurückkehren möge, die Verkrampfung und Zurückhaltung aus dem letzten Heimspiel wieder abgelegt wird. „Wir wollen Spaß haben und zeigen, was wir können“, freut sich der 45-Jährige auf den vorletzten Auftritt in dieser Spielzeit.
Gegner überraschen
Erlangen-Bruck ist für ihn schwer einzuschätzen. „Sie spielen eine gute Runde und haben zuletzt ordentlich gepunktet“, weiß er. Im Kader stehen viele beim Nachbarn und einzigen bayerischen Bundesligisten HC Erlangen gut ausgebildete Spieler wie etwa Toptorschütze Jonas Poser. Mit 241 Toren ist der Rechtsaußen der beste Torschütze der 3. Liga Süd. Lucca Bialowas, ebenso früher beim HCE aktiv, folgt knapp dahinter mit 234 Saisontoren auf Rang drei der besten Torjäger der Liga. Bader: „Sie haben ihr großes Ziel erreicht und werden wie Aufsteiger üblich in diesen Situationen völlig befreit aufspielen.“ Dem möchte sich die HSG mit Mut, Leidenschaft und einer guten Leistung entgegenstellen. „Dann können wir sie vielleicht auch mit ein paar Dingen überraschen“, lächelt Bader.
Nachwuchs spielt groß auf
Der ehemalige Bundesligaspieler plant aber nicht nur kurzfristig. Neben den Planungen für die kommende Spielzeit ist er schon intensiv dabei, mittel- und langfristig zu denken, um die HSG Konstanz wieder zurück zum Erfolg zu führen. Bei diesem Vorhaben spielt der eigene Nachwuchs seine zentrale Rolle. Die U19 wurde Vizemeister der Regionalliga und darf um einen Platz in der Jugend-Bundesliga spielen, die U17 wurde gar Meister der Regionalliga und spielt am Wochenende ebenso um einen Platz in der Bundesliga-Qualifikation. Und die D1-Jugend wurde beim letzten Drittliga-Heimspiel für ihre überragenden Leistungen geehrt. Zuerst errangen die Talente ungeschlagen die Meisterschaft in der Bezirksoberliga – der höchstmöglichen Spielklasse in dieser Altersstufe – holten sich bei einem Endturnier der Staffelsieger unter anderem gegen den Nachwuchs des HBW Balingen-Weilstetten weiterhin ungeschlagen die Bezirksmeisterschaft Bodensee-Neckar und spielten dann auch bei der baden-württembergischen Meisterschaft groß auf. Als drittbeste Mannschaft des Bundeslandes fehlte etwa gegen die Rhein-Neckar Löwen nur ein einziges Tor.
Gezielte Nachwuchsförderung
„Die Nachwuchsförderung ist ein ganz wichtiges Thema“, unterstreicht Bader. Die HSG als Leistungsstützpunkt des Baden-Württembergischen Handballverbandes sieht in ihr die Zukunft des Vereins. Der A-Lizenzinhaber ist ebenso wie Co-Trainer Daniel Eblen und Manager André Melchert tief integriert und ganz nahe dran an der Förderung der eigenen Talente. „Wir haben unsere Nachwuchshoffnungen ganz genau im Blick. Sie werden ganz gezielt gelenkt und gefördert“, erklärt er. Was er dabei zu sehen bekommt, lässt auf eine positive Zukunft hoffen. Nach einer guten Trainingswoche zunächst in Erlangen. Dann in der nächsten Spielzeit und den nächsten Jahren.
Letztes Heimspiel am 2. Mai
Nach dem Auswärtsspiel beim TV Erlangen-Bruck folgt am 2. Mai um 20 Uhr bereits das letzte Heimspiel der Saison. Nach der Partie gegen Saase3Leutershausen werden einige verdiente Spieler verabschiedet.
Kompletter Spielplan und Termine zur Übernahme in den Kalender.























