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Unser Himmel ist die Schänzle-Hölle

Endlich: Erstes Heimspiel!

HSG Konstanz

3. Liga

Sa. 20:00

Schänzle-Sporthalle

TSB Schwäbisch Gmünd

Schon Ende September und immer noch kein einziges Heimspiel in dieser Saison: Am Samstag (20 Uhr) hat das lange Warten auf den ersten Auftritt in der Schänzle-Hölle für die HSG Konstanz ein Ende. Mit dem TSB Schwäbisch Gmünd stellt sich ein Aufsteiger mit großer Euphorie am Schänzle vor. Tickets sind unter www.hsgkonstanz.de/ticketshop erhältlich.

„Learning“ muss stattfinden

Jene Euphorie und den Rückenwind, den die HSG in der eigenen Halle entfachen kann. Gerade nach dem bitteren Ende in Regensburg wird der jungen Konstanzer Mannschaft die gelb-blaue Wand im Rücken guttun. Mit etwas Abstand ist sich Ralf Bader sicher: „Wir hatten es mit einem richtig guten Gegner zu tun.“ Allerdings boten sich in der ersten Halbzeit genügend Möglichkeiten zur Vorentscheidung. „Wir haben das aufgearbeitet und deutliche Worte gefunden“, erklärt der HSG-Coach, für den nach dieser Erfahrung ein „Learning“ stattfinden muss. Es ging zuletzt auch darum, ein Bewusstsein für diese Situationen zu schaffen und den Spielern „einige Werkzeuge dafür an die Hand zu geben“, so der 45-Jährige. Mit mehr Überzeugung und mehr Leichtigkeit. „Manchmal“, so der ehemalige Bundesligaspieler, der diese Situationen aus seiner eigenen aktiven Karriere kennt, „muss man das auch erzwingen.“ Insgesamt eine bittere Erfahrung in der Domstadt. Aber auch eine, die abgehakt ist und sich nun nicht wiederholen soll.

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Heft 1 vs. TSB Schwäbisch Gmünd
Heft 1 vs. TSB Schwäbisch Gmünd

Erstes Heimspiel seit 2. Mai

Denn: „Wir konnten noch nicht dort spielen, wo wir am liebsten spielen“, lacht Bader und meint die eigene Halle mit den eigenen Fans, die ihre Mannschaft auch in schwersten Zeiten stets fantastisch unterstützt und nach vorne gepeitscht haben. Eine große Vorfreude und Motivation war in den letzten Tagen deutlich bei den Trainingseinheiten zu spüren. Seit 2. Mai und dem letzten Heimspiel der abgelaufenen Saison lief die HSG nicht mehr in ihren geliebten Hexenkessel ein. Nun, fast fünf Monate später, können die HSG-Fans ihre Lieblinge wieder in voller Stärke nach vorne treiben. „Das spürt man schon“, berichtet Bader und weiß, dass seine Schützlinge „ihr wahres Gesicht“ zeigen wollen.

Schwäbisch Gmünd: „Können jeden schlagen“

Mit dem TSB Schwäbisch Gmünd erwartet die HSG Konstanz das nächste Kräftemessen mit einem Aufsteiger. Wie Regensburg steht auch Schwäbisch Gmünd zum ersten Mal in der 3. Liga. Entsprechend groß ist die Euphorie. Zumal in den ersten vier Spielen direkt einige Big Points verbucht werden konnten. Im Kontrast zur HSG durfte der TSB nach seinem ersten Auswärtsspiel in Pfullingen dreimal in Folge daheim antreten – und nutzte dies zu einem 32:31-Erfolg gegen die Rhein-Neckar Löwen II sowie einem 35:31-Sieg am vergangenen Wochenende gegen Mitaufsteiger HSG Albstadt mit dem Ex-Konstanzer Gregor Thomann. Dazwischen lag eine 27:31-Niederlage gegen Regensburg. Dabei fußt der Erfolg in Schwäbisch Gmünd auf jahrelanger, kontinuierlicher Aufbauarbeit. Wurde der Aufstieg schon einmal knapp verpasst, konnte man sich nun mit einer Mannschaft im besten Alter für die Ausbildung vieler eigener Talente mit einer furiosen Meistersaison belohnen. Sie soll längst noch nicht das letzte Kapitel dieser Erfolgsgeschichte sein. „Wenn wir unseren besten Tag haben und der Gegner einen schlechten, dann können wir jeden schlagen – in diese Position wollen wir uns jede Woche bringen“, sagt Aufstiegstrainer Aaron Fröhlich, der lange selbst das Trikot seines Vereins als Spieler trug und fügt an: „Keiner soll mit stolzgeschwellter Brust zu uns kommen und sich sagen, das wird leicht. Wir wollen maximal unangenehm sein.“ 48 von 60 Spielen hat der TSB unter Fröhlichs Regie gewonnen, nur elf gingen verloren.

Rückhalt Schänzle-Hölle

Mit Respekt geht die HSG Konstanz die Aufgabe gegen ein für die erste Mannschaft noch unbeschriebenes Blatt an. Die U21 lieferte sich in der Vergangenheit bereits einige heiße Duelle mit dem TSB in der Oberliga (heutige Regionalliga). „Wir nehmen diese Mannschaft in ihrer Kampfstärke sehr ernst“, unterstreicht Bader. „Das haben sie gezeigt. Nicht umsonst haben sie schon vier Punkte erspielt.“ Man sei aus den starken Auftritten des Gegners gewarnt, richtet aber den Fokus auf die eigene Leistung und das eigene Potenzial. Dass davon im neu zusammengestellten Kader reichlich vorhanden ist, wurde nicht nur in der Vorbereitung und den Testspielen deutlich. So ist es das Ziel von Bader, dem Gegner die eigene Kampfkraft, eine stabile Deckung und das Tempospiel nach vorne aufzudrücken. „Wir wollen zu Hause die nötige Spielfreude und Leichtigkeit entwickeln“, hebt er hervor. Was ein einmal entfachter Funken in der Schänzle-Hölle bewirken kann, ist bekannt. Dafür muss und will die Mannschaft an ihr Limit gehen und alles auf der Platte lassen. Die Sehnsucht nach der ersten Begegnung in heimischen Gefilden ist groß, der Hunger nach Punkten und Erfolgen ebenso. Gerade in der aktuellen Situation ist der Rückhalt durch die emotionalen Fans der HSG umso wichtiger.

Wahl des Spielers des Spiels

Neu ist die Wahl des Spielers des Spiels, präsentiert von Regus. Die Fans können während des Spiels über ihre Smartphones auf vereinsportal.hsgkonstanz.de/spielerdesspiels abstimmen – und dabei mit etwas Glück selbst attraktive Preise gewinnen. Vor der Pressekonferenz werden sie übergeben.

Kompletter Spielplan und Termine zur Übernahme in den Kalender.