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U17 vor Entscheidungsspiel um Einzug in die nächste Quali-Runde zur Bundesliga

Eigentlich hätte die U17 der HSG Konstanz bereits am 2. Mai gegen die SG BBM Bietigheim um den Einzug in die nächste Runde der Jugendbundesliga-Qualifikation gespielt. Doch dazu kam es nicht. Grund war ein kurzfristiges Urteil des Verbandssportgerichts, das die geplante Durchführung der zweiten Qualifikationsrunde aufhob und den Verband zu einer neuen Entscheidung verpflichtete.

Hintergrund war die besondere Konstellation dieser Qualifikation. In den fünf Gruppen der ersten Runde hatten sich nur drei Gruppensieger auch für die Jugendbundesliga gemeldet, die HG Oftersheim/Schwetzingen, die SG Pforzheim/Eutingen und der TSB Schwäbisch Gmünd. Die HSG Konstanz und die SG BBM Bietigheim waren jeweils Gruppenzweite und gleichzeitig die beiden Teams mit Jugendbundesliga-Meldung unter den Zweitplatzierten. Im Urteil stellte das Gericht fest, dass auch die Zweitplatzierten weiterhin die Chance haben müssen, um die Festplätze zu spielen. Ursprünglich hatte der Verband angedacht, in dem Entscheidungsspiel nur um einen Platz in der Endrunde zu spielen.

Nach der neuen Entscheidung des BWHV vom Dienstag stand zunächst ein neuer Termin fest. Das Entscheidungsspiel zwischen der HSG Konstanz und der SG BBM Bietigheim sollte am 9. Mai um 15 Uhr in Schwenningen auf neutralem Boden stattfinden. Der Sieger dieser Partie würde am 17. Mai in einem Viererturnier auf die HG Oftersheim/Schwetzingen, die SG Pforzheim/Eutingen und den TSB Schwäbisch Gmünd treffen. Dort würden dann die Reihenfolge der zwei Direktplätze für die Jugendbundesliga sowie die zwei Qualifikationsplätze für die Endrunde ausgespielt.

Mit dieser Ansetzung war die HSG Konstanz allerdings nicht zufrieden. Besonders der Termin am 9. Mai sorgte aus Sicht der Konstanzer für große sportliche und organisatorische Probleme. Zeitgleich spielt die U19 der HSG Konstanz ihre Qualifikation zur Jugendbundesliga in Großwallstadt. Da mehrere Spieler aus dem U17-Kader bereits fest in die U19 eingebunden sind, stellte die Parallelansetzung den Verein vor eine schwierige Situation.

Gerade vor dem Hintergrund des Konstanzer Jugendförderkonzepts wog diese Entscheidung schwer. Die HSG setzt seit Jahren darauf, besonders talentierten Spielern frühzeitig Einsätze und Erfahrungen im älteren Jahrgang zu ermöglichen. Genau diese enge Verzahnung der Jahrgänge ist ein wichtiger Baustein in der Ausbildung. Umso schwieriger war die Lage, weil sie mehrere Spieler und Verantwortliche gleichzeitig betraf.

Entsprechend groß war auch der Unmut bei den Jungs vom Bodensee. In den vergangenen Tagen gab es viel Organisatorisches Hin und Her. Eine Verlegung wurde von Konstanzer Seite früh thematisiert. Inzwischen konnte nun aber gemeinsam mit der SG BBM Bietigheim eine Lösung gefunden werden. Das Entscheidungsspiel wird jetzt am Dienstag, 12. Mai, um 18:30 Uhr in der Sporthalle am Viadukt in Bietigheim ausgetragen.

Für die HSG Konstanz bedeutet das zwar auch, dass der ursprünglich vorgesehene neutrale Spielort entfällt und Bietigheim nun Heimrecht erhält. Dennoch war diese Lösung am Ende die einzig praktikable und damit für alle Seiten die beste. Vor allem aus sportlicher Sicht war es für die Konstanzer wichtig, eine Austragung zu finden, die unter möglichst guten Bedingungen stattfinden kann und den Fokus wieder stärker auf das Spiel selbst lenkt.

Trainer Johannes Schulz beschreibt die vergangenen Tage deshalb als sportlich wie organisatorisch sehr schwierig. Gleichzeitig betont er aber auch, dass es für die Mannschaft wichtig gewesen sei, am Ende eine Lösung zu finden, mit der das Entscheidungsspiel auf sportlichem Weg unter bestmöglichen Bedingungen ausgespielt werden kann.

Damit ist die Lage nun klar. Die U17 der HSG Konstanz trifft am Dienstagabend in Bietigheim auf die SG BBM Bietigheim. Der Sieger wahrt die Chance auf die Jugendbundesliga und zieht in die nächste Runde ein. Für die Konstanzer ist es damit ein echtes Endspiel.

Nach all den Diskussionen und Verschiebungen wollen sich die Jungs nun wieder voll auf das Sportliche konzentrieren. Genau dort soll der Fokus jetzt auch liegen. Die Mannschaft will an die guten Leistungen der bisherigen Qualifikation anknüpfen und mit einer konzentrierten, geschlossenen Abwehrarbeit sowie einem mutigen und variablen Angriffsspiel ihre Qualität auf die Platte bringen.

Die Richtung ist klar. Die HSG Konstanz will in Bietigheim bestehen, das Entscheidungsspiel für sich entscheiden und sich damit den Einzug in die nächste Runde sichern. Damit würden sich die Konstanzer weiterhin die Chance erhalten, im Rennen um die Jugendbundesliga zu bleiben. Über zahlreiche Unterstützung in Bietigheim würden sich die Jungs dabei sehr freuen.

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