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Leidenschaftlicher Kampf der U17 um Bundesliga wird nicht belohnt

Für die HSG Konstanz U17 ist der Traum von der nächsten Runde in der Jugendbundesliga-Qualifikation geplatzt. Im Entscheidungsspiel bei der SG BBM Bietigheim mussten sich die Jungs vom Bodensee am Dienstagabend mit 20:27 geschlagen geben. Trotz großen Einsatzes, starker Unterstützung von den Rängen und eines couragierten Auftritts blieb die Belohnung am Ende aus.

Schon die Umstände machten deutlich, dass dieses Spiel ein besonderes war. Nach einem langen Schultag am Morgen machte sich die Mannschaft direkt auf den Weg nach Bietigheim. Dort wartete eine volle und laute Halle auf die Konstanzer. Es war ein intensiver Handballabend, der für die junge U17 trotz der Niederlage ein Erlebnis bleiben wird.

Die HSG startete gut in die Partie. Vor allem Torhüter Pascal Diez erwischte einen starken Beginn und brachte die Gastgeber mit mehreren Paraden immer wieder zur Verzweiflung. Vorne traf Moritz Klaiber zur frühen Führung, später hielten Niels Janik und Luke Osann die Konstanzer im Spiel. Beim 5:5 durch Osann nach gut zwölf Minuten war zu spüren, dass die U17 voll da war.

In der Folge wurde die Aufgabe gegen die offensive Abwehr der Bietigheimer allerdings immer schwieriger. Die Jungs vom Bodensee mussten sich ihre Tore hart erarbeiten und fanden nur noch selten einfache Lösungen. Gleichzeitig bekam man gegen die eingespielte Mannschaft der Gastgeber in der Abwehr zu selten den nötigen Zugriff. Zwar hielten Hannes Weißer und Niels Janik die HSG zunächst noch in Schlagdistanz, zur Pause lag die U17 aber mit 8:12 zurück.

In der Halbzeit forderte das Trainerteam um Johannes Schulz und Finn Klein mehr Verdichtung in der Abwehr. Im Angriff sollte der Ball besser in der Vorwärtsbewegung angenommen und anschließend aktiver auf Kreis und Außen abgeräumt werden. Und tatsächlich kamen die Konstanzer gut aus der Kabine. Hannes Weißer und Luke Osann verkürzten schnell auf 10:13 und ließen die Hoffnung auf eine Wende noch einmal aufleben.

Doch in dieser wichtigen Phase verpasste es die HSG, noch näher heranzukommen. Fehlwürfe und einige unglückliche Aktionen sorgten dafür, dass Bietigheim die Führung wieder stabilisieren konnte. Die Gastgeber hielten die Konstanzer zunächst auf Abstand und bauten ihren Vorsprung in der Schlussphase sogar auf mehr als sieben Tore aus. Spätestens beim 25:15 war die Entscheidung gefallen.

Die U17 steckte trotzdem nicht auf. In den letzten Minuten bäumten sich die Konstanzer noch einmal auf. Kilian Senger, Luke Osann, Niels Janik und Max Bergen sorgten dafür, dass das Ergebnis am Ende noch etwas freundlicher aussah. Dennoch ging ein langer und ereignisreicher Tag für die HSG enttäuschend zu Ende.

Trainer Johannes Schulz zog nach der Partie ein ehrliches Fazit: „Heute waren wir in einigen Situationen nicht clever genug und haben es nicht geschafft, uns für unsere Arbeit zu belohnen. Die Enttäuschung sitzt natürlich tief, aber ich bin mir sicher, die Jungs werden eine starke Runde in der Regionalliga spielen. Ich bin stolz auf die Entwicklung der letzten Wochen.“

Auch wenn der Traum von der Jugendbundesliga an diesem Abend geplatzt ist, bleibt für die U17 eine wichtige Erkenntnis. Die Mannschaft hat sich in den vergangenen Wochen stark entwickelt, viele wertvolle Erfahrungen gesammelt und sich die Regionalliga verdient gesichert. Dort wird diese junge Truppe weiter wachsen und die nächsten Schritte gehen.

Ein großer Dank gilt den vielen Eltern und Fans, die die Mannschaft so zahlreich nach Bietigheim begleitet und lautstark unterstützt haben. Ebenso geht ein besonderer Dank an das Trainerteam Johannes Schulz und Finn Klein, das die Mannschaft nach dieser Qualifikationsphase abgeben wird, da beide nach ihren Abschlüssen an der mit der HSG kooperierenden Universität Konstanz den Bodensee verlassen werden.

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