Furiose Aufholjagd führt zu zwei Big Points der U21
HSG Konstanz U21
Oberliga Baden-Württemberg
34:33
16:21
SG Kenzingen/Herbolzheim
Mit sieben Toren zurück, kämpfte sich die U21 der HSG Konstanz eindrucksvoll zurück und feierte nach einer furiosen Aufholjagd einen im Kampf um den Klassenerhalt in der Oberliga eminent wichtigen 34:33 (16:21)-Heimsieg gegen die SG Kenzingen/Herbolzheim.
Damit kletterte die Konstanzer Perspektivmannschaft auf Rang zehn und benötigt nun am letzten Spieltag in einer Woche bei der SG Heidelsheim/Helmsheim noch einen Punkt, um unabhängig vom Ausgang der Partien von Herrenberg und Ettlingen sicher in Liga fünf zu verbleiben. Bis es jedoch soweit war, gingen die Gelb-Blauen durch eine höchst intensive Berg- und Talfahrt.
„Wir starten nicht gut in das Spiel und haben am Anfang Probleme mit unserem Torabschluss“, sagte Benjamin Schweda, der zusammen mit Claudio Kupferschmid die junge Mannschaft coachte. Schon nach acht Minuten sahen sie sich gezwungen, die erste Auszeit zu nehmen. Spielstand: 3:7. Die Abwehr arbeitete hingegen gar nicht schlecht auf Seiten der Gastgeber, doch die offensive Deckung gegen die Rückraumschützen führten zu einigen Lücken am Kreis. Konstantin Pauli zeigte sich indes als sicherer Rückhalt – die Abpraller landeten jedoch zu oft beim Gegner. Nach dem Abschluss zum 12:13 leuchtete dann jedoch nach 30 Minuten beim Gang in die Kabine ein 16:21 von der Anzeigetafel. „Kein gutes Ergebnis“, so Schweda.
In den zweiten 30 Minuten machte sich langsam bemerkbar, dass die Gelb-Blauen schon in Durchgang eins viel gewechselt und die Kräfte gut verteilt hatten. Nach 42 Minuten waren allerdings die Breisgauer obenauf, führten mit 26:19 und waren auf dem besten Weg zum Auswärtssieg. „Wir waren aber immer zuversichtlich, dass da noch etwas gehen kann“, beschrieb der HSG-Coach das Konstanzer Mindset. Er sollte Recht behalten. Die Konstanzer Hoffnungen nährte insbesondere der zur zweiten Hälfte eingewechselte Schlussmann Noah Frensel. Mit 17 Paraden und damit rund 59 Prozent abwehrten Würfen bereite er den Weg zum unglaublichen Comeback. Mit Anbruch der letzten Viertelstunde drehte der HSG-Nachwuchs auf. Nach dem 23:28 auf 25:28, ehe Linus Meinhardt mit drei Treffern in Serie auf nur noch 29:30 verkürzte (54.). Drei Minuten vor Schluss gingen die Gäste dann wieder mit 33:31 in Front.
Wieder Meinhardt und Mats Krawietz ließen die Halle toben – 33:33, noch etwas mehr als eine Minute auf der Uhr. Zehn Sekunden vor Schluss traf Quirin Köble vom Siebenmeterpunkt zum umjubelten 34:33. Die erste Führung im Spiel überhaupt. Kurz danach war Schluss und es brachen alle Dämme. „Noah hat in seinem letzten Heimspiel für uns ein unfassbares Spiel gemacht“, lobte Schweda und schüttelte den Kopf: „Manchmal reicht eine Führung im ganzen Spiel. Wir haben gekämpft ohne Ende. Dass die Mannschaft in dieser Situation noch den Sieg holt, zeichnet sie aus und macht uns alle glücklich.“ Ein letzter Schritt fehlt nun noch zum Happy End einer mehr als komplizierten Saison.
HSG Konstanz U21: Noah Frensel, Konstantin Pauli (beide Tor); Quirin Köble (9/5), Lukas Dietrich (1), Johannes Binder (1), Niklas Schmid, Henrik Ingenpaß, Lucas Farias-Veeser (5), Luca Lebherz (5), Linus Meinhardt (7), Jonas Hadlich (4), Mats Krawietz (2), Xeno Müller, Luka Weiss, Cedric Zenz, Benedikt Baumann.























