HSG und Noah Frensel gehen getrennte Wege
Knapp acht Jahre trägt Torhüter Noah Frensel das Trikot der HSG Konstanz. Seit der C-Jugend, in der A-Jugend-Bundesliga, U21 und zuletzt auch in der ersten Mannschaft. Ab Sommer schließt er sich dem TVS Baden-Baden an und möchte dort die nächsten Schritte machen.
„Offene Gespräche – nicht zueinander gefunden“
Beim Gedanken daran wird Frensel bereits jetzt emotional. „Alles, was ich über Handball weiß“, so der 21-Jährige, „habe ich bei der HSG gelernt. Ich hatte hier viele gute Trainer und Torwart-Trainer, die mich weit gebracht haben.“ So ging es Jahr für Jahr bergauf für den gebürtigen Tübinger, der jedoch am Bodensee aufwuchs. „Wir hatten offene Gespräche, haben aber nicht zueinander gefunden“, sagt Geschäftsführer André Melchert und erklärt: „Aus diesem Grund haben wir uns dazu entschieden, den Vertrag auslaufen zu lassen.“ In der nächsten Saison wird die HSG Konstanz auf das Torwart-Trio Adam Studentkowski, (Neuzugang aus Pforzheim) sowie die beiden Eigengewächse Konstantin Pauli und Adrian Lehmann setzen. Dahinter steht Oscar Mogg aus der U19 schon in den Startlöchern. Damit sieht Melchert die wichtige Torwart-Position optimal mit viel Talent aus den eigenen Reihen besetzt. Gerade Lehmann und Oscar Mogg zeigen aktuell, was man künftig von ihnen erwarten kann.
„Unbedingt noch einmal zeigen, was ich kann“
Dennoch betont Melchert: „Noah hat sich gut entwickelt und an sich gearbeitet. Ich hätte mir gewünscht, dass er sich mehr Geduld gibt.“ Aktuell laboriert der talentierte Schlussmann noch an einer Verletzung, doch der Wunsch ist groß, sich noch einmal auf der Spielfläche verabschieden zu können. Frensel: „Ich möchte unbedingt noch einmal zeigen, was ich kann und mich gut von den Fans verabschieden.“ Von den Anhängern und dem Verein, den er tief in sein Herz geschlossen hat. Und von den vielen jungen Nachwuchstalenten in der U17 und D1-Jugend, denen er selbst als Torwarttrainer zur Seite steht – und die ihn lautstark von der Tribüne unterstützen.
„Fühlt sich an, wie seine zweite Familie zu verlassen“
„Ich kenne jeden im Verein. Es fühlt sich an“, erklärt das 1,87 Meter große Eigengewächs sichtlich angefasst, „wie seine zweite Familie zu verlassen.“ In Baden-Baden – Tabellenvierter der Regionalliga mit Chancen auf den Aufstieg in die 3. Liga – möchte er mit viel Spielzeit den nächsten Schritt gehen. „Die HSG ist ein cooler Verein. Was die Zukunft bringt, weiß ich nicht. Aber ich hätte nichts dagegen, vielleicht irgendwann zurückzukommen“, sagt er. Mit Vorfreude auf die Aufgabe in Baden-Baden und dem Ehrgeiz, täglich besser zu werden.























