B1-Jugend-Turniersieg-2018-Ostfildern

Am 10. Mai zählt's: Die B1 geht auf die Jagd – nicht auf die nach dem Heiligen Gral, der vermissten Bundeslade oder dem Kristallschädel – sondern auf die Jagd nach der direkten Qualifikation für die BWOL. Coach Soos wird nicht die Motivations-Peitsche auspacken müssen, die B-Boys sind schon so maximal fokussiert. Denn die «Schurken», die sich an Christi Himmelfahrt selbst die Qualifikation krallen wollen, sind zahlreich und gefährlich: In der Gruppe hat man zunächst Schutterwald und Freiburg-Zähringen als Widersacher. Danach kann man auf den Gastgeber, die HSG Mimmenhausen-Mühlhofen oder die SG Meißenheim/Nonnenweier treffen.

 

Der Modus ist schicksalhaft, kommt aber ohne Zahlenmystik oder metaphysischen Schnickschnack aus. Am Ende des Tages zählt fast ausschliesslich Rang 1: Nur der Erste dieses Qualifikationsturniers hat den BWOL-Platz sicher. Dahinter folgen abgestufte Grade dramatisch aufwändigerer und risikobehafteter Qualifikations-Mühen. Der Zweitplatzierte darf hoffen und zuhause ein Folgeturnier ausrichten, die Ränge 3 und 4 tingeln für weitere Runden nach Baden oder Württemberg, für die Plätze 5 und 6 ist sogar sofort Schluss.

 

Höllisch taffe Sache also. Kommt aus Sicht der Konstanzer noch der «Fluch von Helmlingen» dazu. Weil die Rhein Rench-Halle bislang ein ziemlicher (Austragungs-)Ort des Schreckens war. Die Jahrgänge 2002 und 2003, die die aktuelle B1 der HSG stellen, mussten dort schon mehrfach ihre südbadischen Titelträume begraben. Zuletzt trat man Ende März 2018 mit versteinertem Antlitz die Heimreise an.

 

Seitdem sind aber nicht nur einige vielschichtige, handballerisch sehr beschlagene Charaktere zum Kader gestoßen, auch die Ergebnisse der sehr intensiven Vorbereitung – inklusive Turniersieg in Ostfildern – können sich sehen lassen. Alles zusammen nährt die Hoffnung und Erwartung, Helmlingen dieses Mal mit einem Lächeln auf den Lippen verlassen zu können.