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Platz fünf ist sicher: A-Jugend feiert achte Bundesliga-Qualifikation

Jubel-A-Jugend-HSG-Konstanz-Bundesliga-Quali-2019-klein Riesige Freude herrschte bei der A-Jugend nach der zum achten Mal geglückten Bundesliga-Qualifikation.

A-Jugend-Bundesliga:

SV 64 Zweibrücken – HSG Konstanz 28:32 (13:12)

Frisch Auf Göppingen – HSG Konstanz 32:29 (15:11)

 

Die A-Jugend der HSG Konstanz hat es erneut geschafft: Auch in der kommenden Saison wird sie in der Jugend-Bundesliga antreten. Bereits nach dem ersten Teil des Mammut-Programms mit zwei Auswärtsspielen innerhalb von nur 20 Stunden war nach dem 32:28 (12:13)-Erfolg in Zweibrücken und Niederlagen der Konkurrenz alles klar. Am Sonntagmittag schlug sich der Drittliga-Nachwuchs nach wenigen Stunden Pause beim Tabellenzweiten ebenfalls prächtig und unterlag nur knapp mit 29:32 (11:15). Damit ist der HSG Platz fünf schon vor dem letzten Spieltag nicht mehr zu nehmen und sie gehört in der kommenden Spielzeit zum achten Mal im neunten Jahr des Bundesliga-Bestehens zu den in der dann nochmals verkleinerten Bundesliga besten 40 Mannschaften der Bundesrepublik.

 

Nur noch zehn Teams umfasst dann jede der vier Staffeln – doch Konstanz ist erneut dabei. Mit einem Kraftakt tütete die Mannschaft von Thomas Zilm und Daniel Behrendt die achte Bundesliga-Qualifikation vorzeitig ein. Wie im Vorjahr wird sie Platz fünf belegen. Ein Erfolg, der unter den Vorzeichen enormen Verletzungspechs über fast die komplette Saison und extrem jungen Kaders mit vielen B-Jugendlichen umso höher zu bewerten ist. 13 der 21 Punkte wurden dabei in der Rückrunde erspielt und sind Ausdruck der überaus positiven Entwicklung, die auch in Zweibrücken in der wegen eines undichten Hallendachs erneut angesetzten Partie unter Beweis gestellt wurde. „Es lief alles wie geplant und alles war gut organisiert“, freute sich Trainer Thomas Zilm über eine optimale Vorbereitung, die sich sofort im Spiel bemerkbar machte. Konstanz ging vom Start weg in Führung (4:2) und schlug ein extrem hohes Tempo an, während Zweibrücken in seinen Angriffen darauf bedacht war, das Tempo zu verschleppen. Dafür hatte der körperlich robuste Gastgeber aus Rheinland-Pfalz sehr gefährliche Rückraumspieler, die sich gegen die immer wieder zu passive Deckung der Konstanzer im Positionsangriff erfolgreich durchsetzen konnten.

 

Dies führte zur 12:10-Führung des SV 64 Zweibrücken, der ein Tor Vorsprung mit in die Kabine nehmen konnte. Nach dem Pausentee drehten aber vor allem Niklas Duffner (neun Tore) und Jugend-Nationalspieler Luca Mastrocola (zwölf Treffer) mächtig auf. Dazu kam in Moritz Ebert ein bärenstarker Rückhalt im Tor. Mit dem 15:14-Führungstreffer war der Umschwung geschafft und Zweibrücken konnte nicht mehr in Front gehen. Den 20:20-Ausgleich musste Konstanz zwar noch hinnehmen, danach allerdings stürmten die Gelb-Blauen auf vier Tore davon (29:25) und feierten mit dem wichtigen 32:28-Erfolg schon die Vorentscheidung, die einen Tag später zur endgültigen wurde.

 

„Wir haben von Anfang an auf die Tube gedrückt“, lobte Zilm seine Schützlinge. „Die Jungs haben gezeigt, dass sie unbedingt gewinnen wollten.“ Dabei hatten alle Spieler – trotz einiger Wechsel – Verantwortung übernommen. Am Ende war die breite Bank mitentscheidend dafür, dass Konstanz bis zum Ende zulegen und das Tempo hoch halten konnte. Etappe eins war gemeistert. Nach einem gemeinsamen Essen fiel die ganze Reisegruppe in Göppingen erschöpft in ihre Betten. Um 12 Uhr waren die HSG-Talente beim Tabellenzweiten Göppingen – auf dem besten Wege in das Viertelfinale der Deutschen Meisterschaft – schließlich schon wieder gefordert. Die Württemberger wirkten dabei zunächst total überrascht vom hohen Tempo, das Konstanz nach dem harten Programm wenige Stunden zuvor auf die Platte zauberte. Nach zwölf Minuten wuchtete Luca Mastrocola den Ball zum 6:4 in die Maschen – für die HSG. Erst nach knapp 18 Minuten kam der Motor der Hausherren langsam in Schwung und der Erstliga-Nachwuchs zum ersten Führungstreffer (8:7). Danach allerdings schwanden auf Konstanzer Seite trotz erneut vieler Wechsel und bravourösen Kampfes doch langsam etwas die Kräfte gegen eine ausgeruhte Topmannschaft, die sich nun bis auf 24:15 nach 45 Minuten absetzte. Noch bemerkenswerter als die individuelle Klasse von Frisch Auf war allerdings die Konstanzer Reaktion: Noch einmal mobilisierten die Gäste im Endspurt des 120-Minuten-Auswärtsmarathons innerhalb von nur 20 Stunden alle Kräfte und kamen bis zum Schlusspfiff noch auf 29:32 heran.

 

„Wir haben super aufgespielt“, meinte Zilm, „aber das Match zuvor steckte uns natürlich schon in den Knochen. Das Tempo der ersten 15 Minuten war so leider nicht durchzuhalten. Wir wollten uns aber nicht hängen lassen und einen guten Abschluss.“ Was gelang. Noch auf der Rückreise drang die Kunde von den Niederlagen der direkten Konkurrenten durch und die Freude über den Klassenerhalt war riesig. Zilm: „Damit haben wir den fünften Platz aus dem letzten Jahr bestätigt und gehören wieder zu den besten 20 Mannschaften Deutschlands, trotz der Konkurrenz mit vielen Internaten und Nachwuchsleistungszentren.“ Stolz ist der B-Lizenzinhaber vor allem auf die Entwicklung in der Rückrunde und den Einsatz jedes einzelnen Spielers im Training, egal, wie viel er schließlich zum Einsatz kam. „Diese Jungs“, unterstrich er, „sind alle wichtig. Die anderen können sich nur dank ihres Einsatzes so gut entwickeln. Jeder hat seinen Beitrag zu diesem Erfolg geleistet.“ Nach einigen Höhen und Tiefen und einem begeisternden Ende ist Zilm angesichts der vielen Spieler aus dem jüngeren Jahrgang oder aus der B-Jugend zuversichtlich, eine „schlagkräftige Truppe“ für die achte Bundesliga-Saison der HSG formieren zu können.

 

HSG Konstanz in Zweibrücken: Moritz Ebert (Tor); Julian Kirschmann, Felix Fehrenbach (4), Constantin Eich (2), Balthes Reiff, Yannick Sauter, Hannes Berger, Florian Wangler (4), Nico Koch, Niklas Duffner (9/1), Luca Mastrocola (12/5), Rohat Sahin (1), Julian Küchler.

HSG Konstanz in Göppingen: Louis Ruf, Moritz Ebert (Tor); Felix Fehrenbach (1), Constantin Eich, Balthes Reiff (1), Yannick Sauter (2), Hannes Berger, Florian Wangler (3), Nico Koch (1), Niklas Duffner (1), Luca Mastrocola (14/3), Rohat Sahin (1), Julian Küchler (5/1).

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