Balthes-Reiff-U23-HSG-Konstanz-Herrenberg-2 Volle Konzentration auf Teningen: Balthes Reiff und die U23 wollen das letzte Spiel des Jahres gewinnen.

Oberliga Baden-Württemberg:

HSG Konstanz U23 – SG Köndringen/Teningen

(Samstag, 17 Uhr, Schänzle-Sporthalle)

 

Nach zwölf Spielen ohne Niederlage ist es passiert: Bei Tabellenführer Pforzheim war die eindrucksvolle Serie der U23 der HSG Konstanz am vergangenen Wochenende gerissen. Im letzten Spiel des Jahres möchte das Team von Matthias Stocker nun aber wieder direkt zurück in die Erfolgsspur. Gegner am Samstag, 17 Uhr, in der Schänzlehalle ist direkt vor dem Zweitling-Kracher gegen Dresden (20 Uhr) im Südbaden-Derby die SG Köndringen-Teningen.

 

Im ersten Rückrundenspiel – den ersten Vergleich zum Saisonstart hatte Köndringen knapp mit 34:32 für sich entschieden – kommt es damit wieder zu einem echten Klassiker. Schon in der 3. Liga waren die Duelle immer heiß umkämpft, nach dem Abstieg des Drittliga-Dinos in die Oberliga werden die leidenschaftlichen Partien in der Oberliga fortgesetzt. Für die Konstanzer besteht damit die Chance, vor eigenem Publikum einen tollen Jahresabschluss zu feiern. Denn ärgerlich war nicht nur die knappe Niederlage bei Ligaprimus Pforzheim, sondern vor allem ihr Zustandekommen. „Wir waren einfach nicht am Limit“, bilanziert Stocker. „Das reicht bei solch einem Topteam dann nicht.“ Dies macht es umso ärgerlicher, denn es war mehr drin. Aber abgehakt, schiebt der Übungsleiter hinterher. Nach zwölf erfolgreichen Begegnungen in Folge soll nun möglichst die nächste Serie gestartet werden. Stocker: „Wir gehen mit Spaß in das nächste Spiel.“

 

Ein Spiel, das erneut unter dem Stern des nicht enden wollenden Verletzungspechs steht. Mit fünf bis sieben verletzten Spielern musste die Zweitliga-Reserve in den letzten Wochen auf eine enorme Anzahl an wichtigen Akteuren verzichten, dass dies dennoch nicht zum großen Thema wurde und dennoch Sieg über Sieg gefeiert werden konnte, ist umso bemerkenswerter. Allerdings wird die Aufgabe gegen die SG aus dem Breisgau alles andere als einfach. Deren Stärke habe man schon im ersten Saisonspiel zu spüren bekommen, erinnert der HSG-Coach. Die starke Leistung in dieser Partie konnte Köndringen-Teningen allerdings nicht konstant abrufen. Zuletzt herrschte etwas Unruhe vor den Toren Freiburgs. Trainer Ole Andersen – ehemaliger dänischer Nationalcoach – wechselte zum TV Willstätt, dafür übernahm mit Manfred Chaumet der Trainer der zweiten Mannschaft. Im Sommer tritt Michael Schilling die Andersen-Nachfolge an.

 

Potenzial steckt jedenfalls jede Menge in eine der stärksten Angriffsmannschaften der Liga. Allen voran mit Shooter Jan-Philipp Valda, Axel Simak und den Legionären Mykola Melnyk, Sebastian Kicki und Jozef Hantak. „Eine starke Mannschaft“, so Stocker, aber: „Wir wollen unbedingt gewinnen, daheim sowieso. Da ist der Gegner egal.“ Die Niederlage im Hinspiel stuft er wie jene vor Wochenfrist unter der Kategorie „unnötig“ ein. „Damals“, erklärt der 31-Jährige, „waren wir noch nicht so gefestigt wie jetzt. Nun wollen wir es besser machen.“ Dafür sollen vor allem die Stärken in der eigenen Deckung und auf der Torhüter-Position wieder besser genutzt werden – dann sollte auch wieder das Tempospiel Fahrt aufnehmen, das in Pforzheim oft etwas untergegangen war. Gegen Zizishauen mussten die HSG-Talente 35 Mal den Ball aus dem eigenen Netz holen, in Pforzheim gelangen lediglich 21 eigene Treffer. Nun möchte man einen guten Jahresabschluss unter ein „überragendes Halbjahr“, verrät Stocker seine Wünsche. „Was die Jungs abziehen, zeigt eine ganz tolle Entwicklung.“ Nach 1:5 Punkten in den ersten Spielen keine Selbstverständlichkeit für den B-Lizenzinhaber. „Zumal“, fügt er hinzu, „wir von Verletzungen nicht gerade verschont blieben. Das haben wir erfolgreich gemeistert und einen Sprung in der Spielanlage gemacht.“ Sowohl jeder einzelne als auch als Team habe man sich weiterentwickelt und sei zusammengewachsen. Stocker: „Da wollen dranbleiben.“ Nächste Station: die erhoffte Revanche gegen Köndringen-Teningen.