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„Wir sind gut in Fahrt und wollen noch eins draufsetzen“: HSG Konstanz mit neuen Varianten nach Essen

„Wir sind gut in Fahrt und wollen noch eins draufsetzen“: HSG Konstanz mit neuen Varianten nach Essen

Nach Comeback sofort wieder mit starken Leistungen zurück: Kreisläufer Sebastian Bösing.

 

2. Handball-Bundesliga:

TUSEM Essen – HSG Konstanz

(Freitag, 19.30 Uhr, Sporthalle am Hallo)

 

Gegen Rimpar ist der HSG Konstanz beim 29:28-Heimsieg sensationell die Revanche für eine bittere Hinspielniederlage gelungen, beim bevorstehenden Auswärtsspiel am Freitag, 19.30 Uhr, beim TUSEM Essen haben die Konstanzer ebenfalls noch etwas gutzumachen. Doch vor voller Halle bei einem zur Rückrunde noch einmal deutlich verstärkten Team wird dies kein leichtes Unterfangen.

 

So war der Jubel bei den HSG-Akteuren nach dem Coup gegen den bisherigen Tabellendritten zwar groß – aber auch kurz. „Die zwei Punkte sind verdammt wichtig“, urteilte Co-Kapitän Mathias Riedel, „vor allem, da mit den letzten Ergebnissen wieder alles gegen uns lief.“ Daher warnte er gleich nach dem Rimpar-Spiel: „Das ist alles gar nichts wert, wenn wir nicht auch in Essen alles geben. Wir müssen auch gegen Mannschaften, die hinter uns stehen, punkten. Der Tabellenplatz sagt rein gar nichts über die Stärke der Teams. Mit einem Sieg kletterst du fünf Plätze nach oben, bei einer Niederlage geht es fünf Ränge nach unten.“ Trainer Daniel Eblen sah den Schlüssel zum Erfolg gegen die zweitbeste Rückrundenmannschaft der 2. Bundesliga in einer in der 2. Halbzeit bärenstraken Abwehrarbeit, wenigen Fehlern im Angriff und einer guten Torhüterleistung. Junioren-Nationaltorwart Stefan Hanemann konnte sich über 52 Prozent gehaltene Bälle freuen, pflichtete den Warnungen seines Co-Kapitäns aber bei: „Der Sieg gegen Rimpar war wichtig und geil, aber das in Essen ist eine der wichtigsten Partien der ganzen Saison, weil es ein direkter Konkurrent ist.“

 

Außerdem beschäftigt nicht nur ihn noch die sehr unglückliche und bittere 26:29-Niederlage im Hinspiel in eigener Halle. Obwohl der HSG damals nahezu der gesamte Rückraum mit Mathias Riedel und auch noch Felix Krüger fehlte, dazu die Abwehr komplett umgestellt werden musste, hatten die Gelb-Blauen vom Bodensee in der Schlussphase die Chance zur Vorentscheidung vom Siebenmeterpunkt zum 27:25 – doch stattdessen traf nur noch Essen, das die Partie drehte und gegen völlig enttäuschte Konstanzer triumphierte. „Wir haben bitter verloren“, meint Stefan Hanemann, „und deswegen haben wir dort etwas gutzumachen. Wir sind gut in Fahrt und es ist wichtig, am Freitag noch eins draufzusetzen.“ Neben der Rückkehr des talentierten Schlussmanns konnte zudem Kreisläufer Sebastian Bösing nach seinem Comeback ebenfalls wichtige Akzente setzen und eröffnet Eblen nun, nachdem sich das zwischenzeitlich doch bedenklich gefüllte Lazarett langsam lichtet, weitere Varianten. Eblen: „Über frisches Blut ist man immer froh. Beide haben starke Spiele gemacht und waren schnell mittendrin, denn beide mussten und können gleich Verantwortung übernehmen. Die zusätzlichen Alternativen stimmen mich zusätzlich positiv.“ Hanemann ergänzt: „Wir sind heiß. Sebi und ich möchten nun unseren Teil zum Erfolg beitragen und neuen Input geben.“

 

In guter Verfassung präsentiert sich jedoch auch der Gegner aus dem Ruhrgebiet. Auch dank der doppelten, prominenten Verstärkung in der WM-Spielpause konnte der dreimalige deutsche Meister und Pokal- sowie Europapokalsieger mit 15:11 Punkten das siebteste Rückrundenergebnis verbuchen. Neben der Verstärkung durch Profi-Rechtsaußen Richard Wöss, 76-facher österreichischer Nationalspieler und Ex-Bundesligaspieler beim Bergischen HC und TuS N-Lübbecke, nutzten die Verantwortlichen der Nordrhein-Westfalen ihre guten Kontakte zum gebürtigen Essener und ehemaligen TUSEM-Jugendtrainer Bob Hanning – nun Manager von Club-Weltmeister Füchse Berlin und DHB-Vizepräsident Leistungssport – für einen echten Transfercoup. Bis zum Saisonende wird Berlins Erstliga-Rückraumspieler Christoph Reißky per Zweitspielrecht für die Margarethenhöher auflaufen. Der 21-jährige Linkshänder bestritt in der laufenden Saison 19 Erstligaspiele für den Hauptstadtclub und erzielte beim letzten Spiel seines neuen Vereins sechs Treffer gegen Tabellenführer Lübbecke.

 

HSG-Cheftrainer Daniel Eblen warnt neben der gestiegenen individuellen Qualität insbesondere vor der guten und ungewöhnlichen Abwehrarbeit mit einer 5:1-Deckung. „Gegen so eine Formation spielst du nicht oft, alleine das macht es schwierig. Zudem ist Essen eine starke, dynamische Mannschaft, die mit Reißky einen guten Linkshänder und Michael Hegemann einen echten Leitwolf im Team hat. Das ergibt eine gute Mischung.“ Wie Hegemann ist auch TUSEM-Trainer Stefan Krebietke ehemaliger deutscher Nationalspieler.

 

„Wir waren im Hinspiel trotz der Ausfälle und Improvisation mit neuer Abwehr und viel Last auf Paul Kaletsch im Rückraum gut dabei, haben uns aber mit zu vielen Fehlern um unsere Chance gebracht“, erinnert sich Eblen an das allererste Aufeinandertreffen mit dem 2012 letztmals in die Bundesliga aufgestiegenen Traditionsclub. Die Ansetzung und Anreise am Hauptverkehrstag Freitag findet er indes eher ungünstig: „Das finde ich schon heftig und ist ein reisen Aufwand. Wir wollen uns aber nicht beschweren, das haben andere auch, sondern das Beste daraus machen.“ Auf die 600 Kilometer lange Reise in die 583000 Einwohner zählende Großstadt im Zentrum des Ruhrgebiets wird sich nahezu der komplette Kader begeben, lediglich Fabian Maier-Hasselmann fällt weiter aus.

 

Während sich die HSG in der Kulturhauptstadt Europas von 2010 zwei wichtige Punkte im Abstiegskampf der 2. Bundesliga sichern möchte, wird sie in der Heimat beim zeitgleich stattfindenden Konstanzer Ball des Sports noch für die Süddeutsche Meisterschaft und die Zweitliga-Rückkehr im vergangenen Jahr geehrt. „Eine schöne Belohnung für unsere Arbeit und toll, dass das auch auf diesem Level noch einmal honoriert wird“, freut sich Daniel Eblen, der in der mit im Schnitt bei jedem Spiel knapp 1900 Zuschauer gefüllten Sporthalle am Hallo – zweitbeste Bilanz der Liga – einen heißen Tanz erwartet. Gerade am letzten Spieltag gegen Rimpar war der Heimvorteil in der mit knapp 1300 Fans pro Spiel ebenfalls gut besuchten Schänzle-Hölle wieder ersichtlich. Bereits über 20000 Fans konnte die HSG in dieser Saison bei ihren Zweitliga-Heimspielen begrüßen – kein Aufsteiger ist besser. Dazu belegt die HSG einen sensationellen elften Rang im Zuschauerranking und lässt zahlreiche etablierte Zweitligisten in Sachen Zuschauergunst hinter sich. Mit einem Erfolg in Essen könnte die junge Mannschaft aus der größten Stadt am Bodensee auch sportlich einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt in der stärksten zweiten Liga der Welt machen.

 

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