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Trotz toller Leistung: Überraschung beim Spitzenreiter Nußloch ganz knapp verpasst

Trotz toller Leistung: Überraschung beim Spitzenreiter Nußloch ganz knapp verpasst

Handball 3. Liga:

SG Nußloch – HSG Konstanz 32:31 (14:13)

HSG Konstanz mit elf, Nußloch mit sieben Zeitstrafen.

Entscheidung fällt in hochdramatischen, turbulenten Schlussminuten.

 

Nach einer tollen Leistung unterlag die HSG Konstanz dem nun alleinigen Tabellenführer SG Nußloch denkbar knapp mit 32:31 (14:13) und verpasste damit die erhoffe Überraschung nur hauchdünn. Elf Zeitstrafen für Konstanz, sieben für Nußloch lassen ein hartes Spiel erahnen. Ein aufgewühlter Daniel Eblen relativiert aber sofort: „Das Spiel war nicht unfair oder überhart, wobei ich auch sagen muss, dass wir nicht härter als der Gegner gedeckt haben. Wir haben ein super Spiel gemacht, auch wenn es nach unserem schlechten Start in die Partie nicht einfach war.“

 

Schon vor dem Anpfiff des Spiels beim Aufsteiger SG Nußloch war klar: Auf die junge Mannschaft der HSG Konstanz wartete in fremder Halle eine echte Herkulesaufgabe. Nicht wenige Trainer der Süd-Drittligisten bezeichnen den Kader des bislang ungeschlagenen Spitzenreiters bereits als Zweitliga-Kader. Das einzige noch ungeschlagene Team der Liga konnte das vorhandene Potenzial nach dem Aufstieg auch von Anfang an in der neuen Liga eindrucksvoll unter Beweis stellen. Die SG stellt die stärkste Offensive der Liga, ist in eigener Halle seit September 2013 ungeschlagen und feierte in den ersten beiden Drittliga-Heimpartien zwei Kantersiege – und setzte sich auch eine Liga höher gleich wieder vor alle anderen Teams an die Spitze.

 

Verzichten musste die HSG in Nußloch weiterhin auf Mannschaftskapitän Matthias Faißt, der zwar trainieren konnte, in Absprache mit den Ärzten allerdings vorsichtshalber erneut nicht eingesetzt werden sollte. Nach einer neuerlichen Untersuchung der Kernspintomographie-Bilder haben sich die Ärzte gegen einen Einsatz ausgesprochen. Die Gefahr, dass das leicht beschädigte hintere Kreuzband bei einem Einsatz stärker in Mitleidenschaft gezogen würde, war zu groß. „Ich habe diese Woche intensiv mittrainiert und mich eigentlich gut gefühlt, deswegen ist diese Entscheidung für mich persönlich sehr schwer“, so Matthias Faißt. Der weitere Heilungsverlauf lässt sich derzeit schwer abschätzen. Spielmacher Matthias Stocker musste aufgrund seiner offenen Wunde am Arm ebenfalls auf einen Einsatz verzichten.

 

Trotzdem wollte Cheftrainer Daniel Eblen gerne „einen Bonussieg“ in Nußloch holen und die wiedergewonnene Stabilität auch bei einem absoluten Topteam unter Beweis stellen. „Es wird schwer, aber wenn unsere 6:0-Abwehr so steht, wie zuletzt, dann muss man uns auch erst einmal stoppen“, so Simon Flockerzie zuversichtlich vor der Begegnung in Wiesloch. Zu Beginn fand die HSG jedoch überhaupt nicht in die Partie, weder in der Offensive noch in der Defensive. 4:0 nach acht Minuten lautete die ernüchternde Bilanz. Daniel Eblen sah sich früh zum Handeln gezwungen und rüttelte sein Team in der ersten Auszeit wach. „Es hat am Anfang etwas der Mut und das Tempo im Angriff gefehlt“, so Daniel Eblen, „ich habe mehr Geduld gefordert.“ Mit Erfolg, denn Paul Kaletsch brach mit dem ersten Treffer per Siebenmeter den Bann. Fortan spielte Konstanz ruhiger mit mehr Mut und Druck im Angriff und suchte nicht wie zuvor den schnellen Abschluss oder Pass an den Kreis.  

Der fünfmal erfolgreiche HSG-Kreisläufer Sebastian Groh trifft, Nußlochs Pierre Freudl muss zuschauen

Doch auch in Unterzahl demonstrierte die SG weiterhin ihre ganze Klasse und erzielte zwei Treffer, die HSG nur einen. Selbst in doppelter Unterzahl fand Nußloch einmal den Weg erfolgreich zum Tor: 8:3 (15.). Daniel Eblen bat nach knapp 20 Minuten bei einem Fünf-Tore-Rückstand (6:11) erneut zur Besprechung an die Seitenlinie und fand nun das richtige Rezept. Obwohl sein Team sich umgehend eine Zeitstrafe einfing, gelangen der HSG drei Tore in Folge, zwei davon in Unterzahl, während die SG sich die Zähne an der Konstanzer Abwehr ausbiss. Der Vorsprung des Spitzenreiters war auf drei Tore geschmolzen (13:10, 25.). Konstanz kämpfte nun verbissen um den Anschluss und sorgte langsam wieder für Spannung und eine Partie auf Augenhöhe. Wieder in Unterzahl stellte die HSG mit einem Doppelschlag von Paul Kaletsch den 13:14-Anschluss zur Halbzeit her. Nach einem Sechs-Tore-Rückstand beim 13:7 nach 22 Minuten war jetzt wieder alles offen.

 

Dreieinhalb Minuten im zweiten Durchgang waren gespielt, dann verkündete auch die Anzeigetafel in der Sporthalle am Stadion zum ersten Mal nach dem Anpfiff ein ausgeglichenes Resultat und kurz darauf sogar die erste Gästeführung (16:17, 35.). „Wir haben uns zurückgekämpft und waren anschließend auf Augenhöhe“, zeigte sich Daniel Eblen vom Kämpferherz seiner Mannschaft gegen die individuell sehr stark besetzten Nußlocher beeindruckt. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem der Vorteil hin und her wechselte. Zunächst schlug das Pendel in Richtung Nußloch aus, als der bärenstärke und insgesamt neunmal erfolgreiche Rückraumschütze Frank Müller mit einem Doppelschlag für die erneute Zwei-Tore-Führung für die SG sorgte (19:17, 36.). Für Daniel Eblen „ein beeindruckender Einzelkönner mit vielen bemerkenswerten Toren aus allen möglichen Positionen.“

 

Das starke HSG-Kollektiv ließ sich jedoch nicht beeindrucken oder gar abschütteln, auch wenn bei eigener Überzahl gar die Chance zur Führung bestanden hätte, die zwei Minuten jedoch mit einem 2:2 endeten. Die Schlussviertelstunde war dann wahrlich nichts für schwache Nerven. Es stand 26:25, dann folgte für Daniel Eblen in der 46. Minute eine mitentschiedene Situation: Kai Mittendorf kassierte seine dritte Zeitstrafe und musste nach der damit einhergehenden Disqualifikation zusehen. „Kai war heute richtig gut und hat uns in den letzten Minuten natürlich gefehlt“, stellte Daniel Eblen fest. Trotzdem sorgte der 20-Jährige Benjamin Schweda in Unterzahl (50.) zunächst für die erneute 28:27-Führung.

 

Es folgten die für Konstanz verhängnisvollen letzten Minuten: Alexander Lauber erhielt eine Zeitstrafe und Daniel Eblen eine Verwarnung (55.). Dann, nur zwei Minuten später, verwarf Paul Kaletsch beim Stand von 31:30 für die Gastgeber einen Siebenmeter. „Es hat leider die Cleverness gefehlt und sich die individuelle Klasse durchgesetzt“, meinte Daniel Eblen, auch wenn er in den letzten Minuten mit einigen Entscheidungen der Unparteiischen im Eifer des Gefechts nicht einverstanden war und sich selbst auch noch eine Zweiminutenstrafe einfing, als Sebastian Groh im Angriff zurückgepfiffen wurde und das Feld für zwei Minuten verlassen musste. Passend dazu stellte eben jener überragende Frank Müller mit dem 32:30 in der 58. Minute endgültig für seine Farben die Zeichen auf Sieg. Neun Sekunden vor dem Ende konnte Fabian Schlaich durch einen verwandelten Siebenmeter nur noch zum 31:32 (13:14)-Endresultat verkürzen.

 

Nach einem spielfreien Wochenende steht für die HSG Konstanz am 25.10. um 19.00 Uhr wieder ein Auswärtsspiel auf dem Plan. Wieder bei einem absoluten Topteam, dieses Mal beim Tabellendritten TV Hochdorf. Gelegenheit für die HSG Konstanz, die große Überraschung im zweiten Anlauf zu schaffen.

 

HSG Konstanz: Wolf, Folchert (Tor); Kaletsch (9/5), Schlaich (4/1), Schweda (1), Groh (5), Riedel (6), Hafner, Mittendorf (1), Flockerzie, Oehler, Krüger (3), Lauber (2), Bruderhofer.

Zuschauer: 350.

 

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