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Sechs-Punkte-Vorsprung bleibt bestehen: HSG jubelt nach Drama auch in Großsachsen

Sechs-Punkte-Vorsprung bleibt bestehen: HSG jubelt nach Drama auch in Großsachsen

Vier Tore erzielt, drei Siebenmeter herausgeholt: Kreisläufer Simon Flockerzie.

 

Handball 3. Liga:

TV Germania Großsachsen – HSG Konstanz 25:26 (15:14)

HSG Konstanz behält in dramatischer Schlussphase mit großem Kampf die Nerven und die Oberhand.

50 HSG-Fans sehen guten Angriff in erster und gute Abwehr in zweiter Halbzeit.

 

Die HSG Konstanz marschiert weiter in Richtung 2. Bundesliga. Mit einem hart erkämpften 26:25 (14:15)-Sieg beim starken TV Germania Großsachsen verteidigte Konstanz mit nunmehr 39:7 Zählern den Sechs-Punkte-Vorsprung auf Verfolger Leutershausen.

 

50 lautstarke Fans hatte der Drittliga-Spitzenreiter nach Großsachsen mitgebracht – und 50 Fans hatte Konstanz lange leiden lassen. Kalter Schweiß auf der Stirn, gefrierendes Blut in den Adern. Die letzten 90 Sekunden waren ein hochspannendes Drama. Der starke schwedische Neuzugang Lennström Nyström, auf Seiten der Kurpfälzer zum Spieler des Spiels bestimmt, hatte seinen TVG auf 25:26 herangebracht und es begann das große Zittern. Konstanz im Angriff, ein guter Spielzug und es bietet sich der freie Torabschluss – aber nicht die Vorentscheidung.

 

Der Arm vom ebenfalls hervorragend aufgelegten TVG-Schlussmann Marius Fraefel schnellt nach oben und der Ball prallt von dort ins Aus. Eine Minute lang sollte nun Großsachsen seinen letzten Angriff ausspielen, eine quälend lange Minute, die nicht nur aufgrund einer Auszeit des TVG für alle Konstanzer scheinbar gar nicht enden wollte. Immer wieder lief Großsachsen gegen die Deckung der HSG an, immer wurde der Gastgeber erfolgreich vom gerade in der zweiten Halbzeit prächtig funktionierenden Konstanzer Abwehrriegel gestoppt. Und schließlich war da auch noch Junioren-Nationaltorwart Stefan Hanemann, für Konstantin Poltrum in der 24. Minute eingewechselt und als HSG-Spieler des Spiels ausgezeichnet, der wieder einmal nicht zu überwinden war.

 

Ein greller Sirenenton verwandelte dann den Konstanzer Fanblock und die Mannschaft der HSG Konstanz in eine wilde Jubeltraube. Saisonsieg Nummer 19 war ein hart erkämpfter, am Ende etwas glücklicher aber umso wichtigerer Erfolg bei einem stark aufspielenden Kontrahenten. Kreisläufer Simon Flockerzie war mit vier Toren und drei herausgeholten Siebenmetern ein weiterer Vater des Erfolgs und meinte nach dem Schlusspfiff schweißgebadet: „Es war das erwartet schwere Spiel. Man hat von der ersten Minute an gemerkt, dass der TVG hochmotiviert war und auch für Leutershausen gespielt hat, das sind alles gute Freunde untereinander.“

 

Dass die Schützenhilfe für den aus der gleichen Gemeinde stammenden HSG-Verfolger – beide Hallen liegen nur wenige hundert Meter auseinander – ausblieb, war, trotz einiger Schwächephasen, einer soliden Mannschaftsleistung des Tabellenführers zu verdanken. Während Konstanz in der ersten Hälfte vor allem in der Offensive mit schönen Spielzügen und einigen tollen Toren dagegenhielt, nutzte der TV Germania Großsachsen die Freiräume vor der sehr defensiv agierenden Konstanzer 6:0-Deckung für viele einfache Tore über ihre brandgefährlichen Rückraumschützen Philipp Schulz und Jan Triebskorn. Meist lag Großsachsen dadurch mit zwei Treffern in Front, bis Fabian Maier-Hasselmann kurz vor der Halbzeit den 14:14-Ausgleich besorgte. Dazu hatte sich Stefan Hanemann sofort mit zwei Paraden, darunter ein freier Gegenstoß, eingefügt und mit einer spektakulären Flugeinlage den 14:15-Pausenstand festgehalten.

 

Halbzeit zwei bot dann ein komplett anderes Bild. Während sich Konstanz nun im Angriff immer schwerer Tat, wurde die Abwehr jetzt wieder zum gewohnten Prunkstück im Konstanzer Spiel. Großsachsen erhöhte durch ein tolles Tor von Philipp Ulrich vom Kreis mit dem Rücken zum Tor auf 17:16, Hanemann parierte kurz darauf einen freien Wurf vom Kreis, Simon Flockerzie wurde von Tim Jud herrlich zum 18:19 bedient – es war jetzt eine sehenswerte Partie, die auf des Messers Schneide stand.

 

Das sorgte für Nervenflattern – bei beiden Mannschaften. Technische Fehler häuften sich und TVG-Abwehrrecke Marius Jörres verlor die Nerven. Mit einem harten Schlag ins Gesicht holte er Paul Kaletsch rüde aus der Luft und wurde mit einer Roten Karte mit Bericht sofort disqualifiziert (43.). Kaletsch hatte trotzdem zur 22:21-Führung für Konstanz eingenetzt. Die unbeeindruckt starke Leistung von Kaletsch und Riedel im Rückraum war ein Mosaikstein zum leichten Konstanzer Vorteil. Ein anderer die Nervenstärke von Keeper Hanemann. Mit stoischer Ruhe fischte er einen Heber beim Siebenmeter von Jonas Gunst lässig herunter (45.). Fabian Maier Hasselmann lobte erneut die vielen enthusiastischen HSG-Fans: „Das war wieder wie ein Heimspiel und hat sicher noch einmal zehn Prozent mehr aus uns herausgekizelt, vor allem, als es nicht so lief. Diese engen Partien bei einer so abgezockten Truppe wie Großsachsen muss man erst einmal gewinnen.“

 

Sieben Minuten gelang weder Großsachsen noch Konstanz ein Tor aus dem Spiel heraus, ehe Kaletsch für einen Zwei-Tore-Vorsprung gesorgt hatte (25:23, 54.). Dann hieß es noch einmal Luft anhalten – und anschließend wurde ein großer Sieg, ein Big Point im Kampf um den Aufstieg, ausgelassen gefeiert. „Natürlich war das nicht unser bestes Spiel“, gab HSG-Cheftrainer Daniel Eblen unumwunden zu, „der TVG hat uns heute alles abverlangt. Athletisch, zweikampfstark und taktisch gut hat uns Großsachsen das Leben sehr schwer gemacht. Und natürlich sagen noch solch einem Spiel beide Trainer, dass ihre Mannschaften zu viele Chancen vergeben und zu viele Fehler gemacht haben, Großsachsen genauso wie wir.“

 

Obwohl er in den ersten 30 Minuten Abspracheprobleme in der Abwehr ausgemacht und die nötige Spannung im Zweikampf sowie die Kaltschnäuzigkeit im Angriff weitgehend vermisst hatte, war er vom Zusammenhalt durchaus angetan: „Wir finden in den entscheidenden Situationen wieder zueinander, das ist wichtig.“ Routinier Simon Flockerzie lobte ebenfalls den kühlen Kopf am Ende, als es darauf ankam: „Wir haben es ruhig herunter gespielt, auch wenn der letzte Angriff leider nicht sitzt, nehmen zur richtigen Zeit die Auszeit und bekommen die richtigen Ansagen. Wir haben einmal mehr gebissen, kämpferisch hervorragend dagegengehalten und keine leichten Würfe mehr zugelassen.“

 

Am Samstag um 20 Uhr kommt mit der TGS Pforzheim ein weiterer schwerer Brocken auf die HSG in der Schänzle-Sporthalle zu. Die Auswärtsspezialisten aus der Goldstadt stellen das derzeit zweitbeste Auswärtsteam der Liga hinter Konstanz.

 

TV Germania Großsachsen – HSG Konstanz 25:26 (15:14)

HSG Konstanz: Konstantin Poltrum, Stefan Hanemann (Tor); Fabian Schlaich (2), Marius Oßwald, Mathias Riedel (7), Kai Mittendorf, Simon Flockerzie (4), Matthias Stocker (1), Michael Oehler, Paul Kaletsch (8/3), Alexander Lauber, Fabian Maier-Hasselmann (4), Tim Jud.

Zuschauer: 420.

 

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