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Reifeprüfung in Herrenberg bravourös bestanden und Tabellenführung ausgebaut

Reifeprüfung in Herrenberg bravourös bestanden und Tabellenführung ausgebaut

„Schauen nur auf uns und sind mit den zwei Punkten zufrieden“: HSG-Kapitän Fabian Schlaich, hier Sieger im Duell mit dem Ex-Konstanzer Marco Azevedo-Marquez im Herrenberger Tor.

 

Handball 3. Liga:

SG H2Ku Herrenberg – HSG Konstanz 29:32 (14:18)

Konstanz zeigt sehenswertes Offensivspiel.

Harter Kampf wird mit wichtigen Punkten und Ausbau des Vorsprungs auf die Verfolger belohnt.

 

Mit dem fünften Sieg in Folge nach einem harten Kampf bei der SG H2Ku Herrenberg hat die junge Mannschaft der HSG Konstanz dank der Patzer der Verfolger Leutershausen und Oppenweiler ihren Vorsprung an der Tabellenspitze auf zwei Punkte ausgebaut. Nach dem 32:29 (18:14)-Erfolg im Gäu führt Konstanz die Spitze der 3. Liga Süd mit nun 16:4 Punkten an.

 

Ein Gegner in fremder Halle, der mit dem Rücken zur Wand und enorm unter Druck steht, dabei allerdings auch erst eine einzige Heimniederlage in dieser Saison hinnehmen musste und nach einer fulminanten Aufholjagd nach einem Acht-Tore-Rückstand vor Wochenfrist noch zu einem Punktgewinn zurückkam: Die Partie in der Herrenberger Markweghalle sollte zu einer echten Reifeprüfung für die HSG werden. Einer, die weh tut und alles abverlangt. Eine um zwei wichtige Punkte – für beide Mannschaften. In jeder Situation war die Anspannung bei beiden Mannschaften förmlich greifbar, jede gelungene Aktion sorgte auf den Auswechselbänken für kollektiven Jubel, jeder Fehler für gemeinsames Haareraufen und aufmunternde Anfeuerungen.

 

Dementsprechend hochmotiviert und mental gestärkt startete Herrenberg gegen den ohne den erkrankten Fabian Maier-Hasselmann und die beiden verletzten Stefan Hanemann und Manuel Both angetretenen Spitzenreiter aus Konstanz und versuchte, mit Härte die Spielfreude der Konstanzer zu bremsen. „Das hat heute richtig wehgetan“, gestand Simon Flockerzie nach einer harten Partie am Kreis. Die HSG-Youngsters ließen sich davon allerdings wenig beeindrucken und verzückten ihren zahlreich mitgereisten Anhang mit einer „gigantischen Angriffsleistung und Spielzügen zum Zunge schnalzen“, wie von Herrenberger Seite in der Pressekonferenz angemerkt wurde. Einen Eindruck, den HSG-Cheftrainer Daniel Eblen nur voller Freude bestätigen konnte: „Ich bin stolz auf die Jungs, die einen super Angriff gespielt und auf alle Umstellungen des Gegners die passenden Lösungen gefunden haben.“

 

Nur zweimal lag Konstanz zurück, beim 1:0 und 7:6 (11.) für den Gastgeber, hatte seine anfänglichen Probleme in der Defensive schnell in den Griff bekommen und den Gegner in der Folge immer besser unter Kontrolle. Zwölf Minuten hatte die Akklimatisierung gedauert, dann brachte die HSG Tor um Tor zwischen sich und den schwäbischen Konkurrenten. Über 12:9 (17.) erarbeitete sich der Drittliga-Spitzenreiter mit viel Geduld, Konzentration und Variabilität einen Vier-Tore-Vorsprung zur Pause, nachdem Herrenberg zwischenzeitlich auf 14:15 (24.) herangekommen war.

 

Ebenso beeindruckend wie der Angriffswirbel der Konstanzer war allerdings die Moral der im Abstiegskampf steckenden Herrenberger, wie Daniel Eblen betonte: „Die SG hat 60 Minuten auf Augenhöhe agiert und es war die Frage, wer seine freien Chancen besser nutzt.“ Zunächst sein Team, das sich nun wieder auf eine kompakte Defensive und einen starken Konstantin Poltrum zwischen den Pfosten verlassen konnte. Vor allem aber auf seine beiden genialen Spielmacher Matthias Stocker und Tim Jud, die ihre Nebenleute gekonnt in Szene setzten. Gerade Mathias Riedel mit sieben Treffern und Paul Kaletsch mit deren zehn setzten empfindliche Nadelstiche und trafen selbst dann, wenn sie in ungünstigste Positionen gedrängt und unter großem Druck durch Gegenspieler standen. So ließ sich Paul Kaletsch beim 30. Treffer für seine Mannschaft nicht einmal vom Torerfolg abhalten, als er weit nach außen gedrängt und gleich von mehreren Gegenspielern attackiert wurde: 30:25 (55.).

 

„Natürlich hat das heute Kraft gekostet, das war uns aber allen schon vorher klar“, meinte Kapitän Fabian Schlaich nach einer intensiven Begegnung und verwies auf den Kampfgeist der SG H2Ku Herrenberg. Nach 46 Minuten hatte dieser zum 21:24 geführt, doch näher als auf drei Tore kam die SG nicht an Konstanz heran. Stattdessen sorgte die HSG für die Vorentscheidung nach 57 Minuten. Der Grund für den 4:0-Lauf vom 28:25 zum 32:25 lag für Schlaich auf der Hand: „Wir haben den Kampf angenommen und selbst mit gesunder Härte in der Abwehr dagegengehalten.“ Dabei hatte Herrenberg neun Zeitstrafen zu verkraften, Konstanz fünf. Nicht unbedingt ein Vorteil für die Gäste an diesem Abend, denn unter großem Jubel der Zuschauer kam Herrenberg sowohl in der ersten Halbzeit in doppelter Unterzahl, als auch in der zweiten in dreifacher Unterzahl zum Torabschluss.

 

Trotzdem waren die vier Tore nach dem 32:25 zum 32:29-Endstand lediglich Ergebniskosmetik, weil zuvor Torhüter Maximilian Wolf, eingewechselt für Konstantin Poltrum, mit mehreren tollen Paraden den Vorsprung festgehalten hatte und anschließend meinte: „Die Abwehr hat mir geholfen, dazu haben wir kaum mehr Fehler im Angriff gemacht, sodass die erste und zweite Welle der SG nicht mehr zum Tragen kam.“ Weder ein zusätzlicher Feldspieler, eine Manndeckung gegen Mathias Riedel, noch verschiedene Deckungssysteme der SG hatten Konstanz dabei aus der Bahn gebracht.

 

Die HSG Konstanz hat die neue Situation als Gejagter, die Reifeprüfung, die lange wehtat, damit bravourös gemeistert. Mit vier Siegen in fünf Auswärtsspielen präsentiert sich das Eblen-Team in der Fremde äußerst stabil – und gereift. „Es war – wie erwartet – ein hochintensives Spiel, in dem wir uns absetzen konnten und die SG immer wieder etwas herangekommen ist“, resümierte der HSG-Coach zufrieden, „wir sind froh, hier gewonnen zu haben, denn das war alles andere als einfach. Unser hart erarbeitetes Selbstvertrauen durch gute Leistungen hat in kritischen Phasen sicher dafür gesorgt, dass manches leichter von der Hand ging als bei Herrenberg.“ Sein Mannschaftskapitän Fabian Schlaich wollte seinem Team ein Kompliment für „100 Prozent Wille und Einsatz aussprechen. Jeder hat alles aus sich herausgeholt – und nur so gewinnt man bei einem Team, das sicher nicht dort unten hingehört.“ Fragen nach den Ausrutschern der Konkurrenz quittiert er hingegen nur mit einem Achselzucken und der Feststellung: „Wir schauen nur auf uns und sind mit den zwei Punkten zufrieden.“

 

SG H2Ku Herrenberg – HSG Konstanz 29:32 (14:18)

HSG Konstanz: Maximilian Wolf, Konstantin Poltrum (Tor); Luis Weber, Fabian Schlaich (4), Benjamin Schweda, Kai Mittendorf (1), Simon Flockerzie (3), Matthias Stocker (3), Michael Oehler, Paul Kaletsch (10/5), Mathias Riedel (7), Alexander Lauber (2), Tim Jud (2/1).

Zuschauer: 600.

 

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