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Neuer Mittelmann mit viel Biss kommt zurück

Neuer Mittelmann mit viel Biss kommt zurück

Die HSG Konstanz hat Ersatz für den ausbildungsbedingt ein Jahr in die USA übersiedelnden Spielmacher Yannick Schatz gefunden: Der erste Neuzugang der HSG ist Matthias Stocker und wird die Rolle des Mittelmanns in der Saison 2014/2015 übernehmen. Der 26-jährige Spielgestalter war schon in der Saison 2011/2012 in Konstanz unter Vertrag, kam aber damals aufgrund großen Verletzungspechs nur auf zwei Einsätze und drei Tore im gelb-blauen Dress der HSG Konstanz.

 

Im zweiten Versuch soll nun alles besser werden. Ausgestattet mit einem Zweijahresvertrag möchte der quirlige 1,77 Meter-Mann zeigen, was er wirklich kann. „Er hat selbst am meisten gelitten, dass er sein großes Können in Konstanz damals nicht zeigen konnte“, spricht HSG-Präsident Otto Eblen die wohl schwerste Zeit im Leben des BWL-Studenten an. Zuvor, in einer phänomenalen Saison 2009/2010 mit 135 Toren in 21 Spielen für die Bundesligareserve des HBW Balingen-Weilstetten II in der damaligen Regionalliga – also gut 6,5 Toren pro Partie – lag er auf dem fünften Platz des Gesamt-Torschützenklassements der 3. Liga. Doch dann schlug das Verletzungspech gnadenlos zu. Was folgte, waren Operationen an Knie und Sprunggelenk. Und anschließend sogar einige Wochen im Rollstuhl und die Ungewissheit, ob er jemals wieder wird Handball spielen können. „Das wünsche ich niemandem, diese Zeit war schon extrem“, wird der ansonsten immer so fröhliche und stets zu Scherzen aufgelegte Matthias Stocker, der bei Auswärtsfahrten als echter Spaßvogel schon mal eine „Musik-Castingshow“ im Mannschaftsbus veranstaltet hat, auch heute noch ernst beim Gedanken an diese schwere Zeit.

 

Doch das Lächeln im Gesicht des derzeit noch in Diensten des Württembergligisten HSG Rietheim-Weilheim stehenden leidenschaftlichen Handballers ist zurück. Ebenso wie seine Gesundheit und die Spielfreude auf dem Parkett. So konnte sich Matthias Stocker in der letzten Saison bei seinem Heimatverein Rietheim-Weilheim mit viel Geduld und Schweiß, unbändigem Willen und einem großen Ziel wieder aus dem Rollstuhl befreien und auf das Spielfeld zurückkämpfen. Und wie, denn in dieser Saison knüpft er wieder an die fantastischen Leistungen im HBW-Trikot an, erzielte in bislang 20 Spielen für sein Team schon wieder 168 Treffer – fast 8,5 pro Spiel – und ist Dreh- und Angelpunkt seiner Mannschaft.

 

„Ich habe mich riesig über das Angebot der HSG Konstanz gefreut, schließlich war ich nie richtig weg. Ich habe regelmäßig hier mittrainiert und bin froh, nun die Chance zu bekommen, mich neu beweisen zu dürfen“, sprüht Matthias Stocker voller Tatendrang. „Die Verletzungsprobleme sind endlich weg und es läuft wieder richtig gut. Nun möchte ich noch einmal angreifen. Die Konstanzer Fans sollen mich endlich richtig spielen sehen.“ Als das Angebot kam, musste er nicht lange überlegen, wie er meint. Die sportliche Herausforderung, das tolle Team mit den „super Jungs“ und die außergewöhnliche Stimmung in der Schänzlehalle mit den vielen Zuschauern in Konstanz sprächen für sich, „dafür spielt man Handball.“ Dazu die im Vergleich zu seiner ersten Zeit in Konstanz noch einmal verbesserte Außendarstellung mit einer riesigen Videoleinwand in der Halle und dem tollen Ambiente im Foyer. „Die Heimspiele sind zu echten Events geworden, wo neben dem Handball noch jede Menge anderes geboten wird“, so Matthias Stocker.

 

Und doch fiel es ihm nicht ganz leicht, seinen Heimatverein zu verlassen. Schließlich möchte er bei dem Verein, mit dem er vier seiner fünf Aufstiege in seiner Karriere feierte, niemandem im Stich lassen. Schon gar nicht seinen Vater, der die HSG Rietheim-Weilheim trainiert. Doch die Entscheidung fiel nach kurzer Überlegung zu Gunsten der Konstanzer HSG. Schließlich ist der große Ehrgeiz wieder geweckt und die Herausforderung in der 3. Liga genau nach dem Geschmack des in Konstanz wohnenden und an der HTWG studierenden Schwaben. Spaß möchte er haben, die unverhoffte Chance nutzen und sich wieder von seiner stärksten Seite präsentieren. Endlich auch in der Schänzlehalle und vor den Augen seines Trainers Daniel Eblen, der seinen neuen Schützling sehr schätzt: „Matthias ist ein echter Charakter. Er ist ein Typ, der für die Mannschaft handballerisch und menschlich sehr wichtig ist. Ich bin fest davon überzeugt, dass er uns enorm weiterhelfen wird. Er ist jemand, der immer zu 100 Prozent will und immer alles für das Team und den Erfolg gibt. Gerade auf der Mittelposition werden seine Fähigkeiten eine Bereicherung sein. Ich bin sehr froh, dass er da ist.“ Und auch Otto Eblen hält viel von der ersten Konstanzer Neuverpflichtung: „Vor allem sein Spiel mit den Kreisläufern eröffnet uns neue Möglichkeiten.“ Untermauert werden diese Einschätzungen auch durch Eckard Nothdurft, Übungsleiter der Balinger Reservemannschaft, der eine weitere Qualität von Matthias Stocker hervorhebt: „Er ist einer, der andere besser macht.“

 

Fähigkeiten, die er glücklicherweise nach vollständiger Regeneration seines Körpers – auch dank der für ihn ausschlaggebenden Physiotherapie – wieder unter Beweis stellen kann. Wer weiß, wie viel Matthias Stocker der Sport bedeutet, der kann ihm nur wünschen, dass seine Geduld und sein eiserner Wille belohnt werden. Vor allem, da er sich selbst als eher ungeduldigen Menschen beschreibt. „Es war nicht leicht, sich so lange zurückzunehmen, alles ganz langsam anzugehen und sich geduldig durch die Reha zu kämpfen“, meint er nachdenklich, „aber es hat sich gelohnt.“ Neben seiner größten Liebe Handball spielt er auch noch gerne Tennis und fährt gerne Ski und Motorrad. Und auch beruflich möchte er unbedingt in der Sportbrache tätig werden – für einen Verein oder Sportartikelhersteller. Doch vorher sollen nun, im besten Handballer-Alter, „die HSG-Fans, die mich bisher nur im Foyer kennen gelernt haben, auch auf dem Spielfeld überzeugt werden.“

 

Der „Ochsenfrosch“, so sein Spitzname, der auf eine Bezeichnung seines Bruders zurückgeht, die dieser gerade im Biologie-Unterricht aufgeschnappt hatte, und sich fortan überall verbreitete, möchte an alte Zeiten anknüpfen und sich in der 3. Liga wieder von seiner besten Seite präsentieren. Aus dem Rollstuhl zurück in die 3. Liga. Schon jetzt muss der Weg des Mannes mit dem Kürzel OX im Kfz-Kennzeichen – angelehnt an seinen Spitznamen – großen Respekt abnötigen. Doch wer all das durch- und erlebt hat und trotz fünf erreichter Aufstiege die Tatsache, dass er überhaupt wieder Handball spielen kann, als seinen größten Erfolg bezeichnet, ist vorsichtiger im Formulieren von Zielen: „Spaß haben, gesund bleiben und zeigen was ich kann. Alles andere kommt dann von selbst, dann werden wir hier mit dem super Team der HSG Konstanz auch in der nächsten Saison eine gute Runde spielen.“

 

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