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Nach Vertragsauflösung: Julius Heil wechselt nach Hildesheim

Julius-Heil-HSG-Konstanz-Nordhorn

Nachdem der im Sommer aus Rostock an den Bodensee gewechselte Rückraumspieler Julius Heil in der Hinrunde wenig zum Einsatz kam und wieder näher an der Heimat Handballspielen wollte, wurde der Vertrag auf Wunsch des Spielers bei der HSG Konstanz zum 31. Dezember 2017 aufgelöst. Der 21-Jährige hat nun einen Vertrag bis 30. Juni 2019 bei Zweitliga-Konkurrent Eintracht Hildesheim unterzeichnet.

 

„Julius wollte kurzfristig wieder mehr Einsatzzeiten“, erklärt Andre Melchert, Sportlicher Leiter der HSG Konstanz. „Diese konnten wir ihm aufgrund der großen Konkurrenz im linken Rückraum nicht garantieren.“ Der 21-Jährige war dabei auch von einer fast zweimonatigen Verletzungspause zurückgeworfen worden und hatte neben drei bis vier weiteren Spielern mit Mathias Riedel den Konstanzer Co-Kapitän und absoluten Leistungsträger vor sich. „Er hat zudem einige Zeit benötigt, um in unser Spielsystem hineinzufinden“, erklärt Melchert die wenige Einsatzzeit von Heil mit neun Toren in zwölf Spielen. Da kurzfristig nicht mit wesentlich mehr Spielanteilen zu rechnen war, löste man den Vertrag auf Wunsch des 1,90 Meter großen Rückraumakteurs zum Jahresende auf. Melchert: „Es nützt ja nichts, einen Spieler zu halten, wenn er unglücklich ist. Uns hätte er so nicht helfen können.“

 

Julius Heil begründet seine Entscheidung neben der geringen Spielzeit, die er in der Rückrunde unbedingt wieder steigern wollte, mit der Nähe zur Heimat. „Ich wollte wieder mehr Einsätze und auch wieder näher an Familie und Freunden sein.“ Trotz des sportlich unglücklich verlaufenen Halbjahres in Konstanz blickt er auf eine menschlich wertvolle Zeit bei der HSG zurück. „Ich hatte ein tolles Umfeld, wurde super aufgenommen und menschlich nie Probleme“, betont der in Bad Salzungen geborene ehemalige Rostocker, der sich nicht nur in der Handball-WG mit Maximilian Schwarz, Maximilian Wolf und Michael Oehler ausgesprochen wohl gefühlt hatte. „Es war alles sehr harmonisch und trotz der angespannten Tabellensituation immer positiv.“

 

Zu einem Wiedersehen mit der HSG Konstanz kommt es schon am 18. Februar, wenn die Bodensee-Handballer bei der Eintracht in Hildesheim gastieren. Julius Heil räumt vor dem wichtigen Duell zweier direkter Konkurrenten beiden Vereinen die gleichen Chancen auf den Klassenerhalt am Ende der Saison ein. „Beide haben das Ziel Klassenerhalt“, so der Wirtschaftswissenschaft-Student, „und ich denke beide haben die gleichen Möglichkeiten und Chancen am Ende drinzubleiben. Es ist alles sehr, sehr eng in der Abstiegszone.“

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