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„Willstätt ist auf dem Vormarsch“: Meister HSG Konstanz personell geschwächt

Samuel-Wendel-HSG-Konstanz-Loewen Durchsetzungsvermögen und Raffinesse benötigt die HSG Konstanz (hier Samuel Wendel gegen die Rhein-Neckar Löwen II) auch und ganz besonders beim im Aufwind befindlichen TV Willstätt.

3. Liga:

TV Willstätt – HSG Konstanz

(Samstag, 20 Uhr, Hanauerlandhalle)

 

Der Jubel ist verklungen, der Alltag zunächst wieder zurück. Nach der vorzeitig gesicherten Meisterschaft hat die HSG Konstanz noch vier Spiele in der 3. Liga vor sich, ehe am 11. und 18. Mai die Aufstiegsspiele zur 2. Bundesliga gegen den ThSV Eisenach anstehen. Etappe eins führt die HSG dabei am Samstag, 20 Uhr, zum Südbaden-Derby nach Willstätt.

 

Zuvor war die Gefühlslage durchaus unterschiedlich. Bei den Spielern verdiente Freude über eine großartige Saison mit 44:8 Punkten, auch wenn selbst mit einer frühzeitig gesicherten Meisterschaft noch nichts erreicht ist. „Die Freude war dennoch mehr als berechtigt“, sagt Cheftrainer Daniel Eblen und meint: „Nach dieser Saison darf man sich auch freuen.“ Wenn es auch nur der erste Schritt auf dem Weg zum Ziel 2. Bundesliga war, bei Eblen selbst war vor allem etwas Erleichterung über die erreichte erste Etappe zu spüren. Eblen: „Hätte mir dies jemand vor der Saison so erzählt, hätte ich einen Freudensalto gemacht.“ Tat er nun aber dennoch nicht, denn dazu steht ihm und seinen Mannen noch zu viel bevor.

 

Angefangen von einer überaus kniffligen Aufgabe beim Ex-Erstligisten TV Willstätt. Zwar rangieren die Ortenauer nur knapp über der roten Zone und benötigen weiter dringend jeden Punkt im Kampf um den Klassenerhalt. Doch die in der Winterpause deutlich verstärkte Mannschaft um ihren ebenfalls neuen Trainer Marco Schiemann stemmt sich vehement gegen den drohenden Abstieg. Mit 10:6 Punkten steht im neuen Jahr gar eine positive Punktbilanz zu Buche und ist Ausdruck dessen, dass in Willstätt mittlerweile eine ganz andere Mannschaft als noch im November 2018 bei der 21:34-Niederlage in Konstanz auf der Platte steht.

 

Neben dem zweitligaerfahrenen Christopher Räpple kamen in Felix Gäßler von der SG Nußloch und Marius Oßwald aus der U23 der HSG zwei Ex-Konstanzer hinzu. „Da hat sich einiges getan“, warnt der HSG-Coach infolgedessen. Mit dem neuen Personal hat sich auch die Spielweise des TVW verändert. Die sehr erfahrene Mannschaft, womit nicht das Alter gemeint ist, zeichnet sich nun durch einen großen Kader aus. „Damit kann“, so Eblen, „auf alle Eventualitäten reagiert werden. Sie haben sich stabilisiert und viele wichtige Punkte geholt. Willstätt ist definitiv auf dem Vormarsch.“ Vor der 23:28-Niederlage in Pforzheim am vergangenen Wochenende zuletzt sogar mit drei Siegen in Folge. Wenig verwunderlich, dass Willstätt trotz eines weniger ausgetragenen Spiels mittlerweile sechstbeste Rückrundenmannschaft der Liga ist.

 

 

 

Ganz anders sieht es in Sachen Kaderbreite indes aktuell bei der HSG Konstanz aus. Für Torwart Simon Tölke wurde von der ärztlichen Abteilung nach diversen Untersuchungen Sportverbot ausgesprochen, bis die Folgen des harten Gesichtstreffers im letzten Spiel direkt auf das Auge vollends geklärt sind. Tölke war nach dieser Situation zu Boden gegangen, direkt ausgewechselt und sofort zu Spezialisten in die Klinik gebracht worden. Bis zur Rückkehr von Tölke wird der erst 18-jährige und noch für die A-Jugend spielberechtigte Beachhandball-Nationaltorwart Moritz Ebert in das Drittliga-Team aufrücken. Zumal mit Maximilian Wolf auch der zweite etatmäßige Keeper, gegen die Löwen in überragender Verfassung, zuletzt krankheitsbedingt ausfiel. Gleiches gilt für Fabian Wiederstein, bei Fabian Maier-Hasselmann dauert der Reha-Prozess an. Zu allem Übel hat sich Kapitän Tom Wolf gegen die Rhein-Neckar Löwen II an der Schulter verletzt und wird die nächsten Wochen definitiv ausfallen. „Wir hoffen, dass Tom schnell wieder fit wird“, sagt Eblen, verbunden mit der Hoffnung, dass sich auch bei den übrigen Ausfällen noch etwas bis zum Spieltag tut. Samuel Löffler aus der U23 wird allerdings auf jeden Fall als Verstärkung mitreisen.

 

Auf der anderen Seite muss sich Konstanz auf einen sehr breit besetzten Kontrahenten einstellen, der mit seiner Variabilität viele neue Herausforderungen während eines Spiels für seine Gegner kreiert. „Mit Christian Skusa haben sie zudem einen sehr starken Kreisläufer“, warnt Eblen und stellt sich auch auf unterschiedliche Abwehrformationen ein. Trotz all der Personalsorgen erwartet der Konstanzer Übungsleiter dennoch eine hochkonzentrierte Leistung, mit „einer ordentlichen Abwehr“. So soll der Druck auf Willstätt hoch gehalten werden, auch wenn durch die Personalsituation die Belastung vielleicht anders verteilt werden muss. „Es ist daher wichtig“, appelliert der 44-Jährige, „dass die, die bislang nicht so viel gespielt haben, mit ganz viel Ambitionen in die Partie gehen.“ Schließlich sollen bis Saisonende noch so viele Spiele wie möglich gewonnen und die Spannung hoch gehalten werden. Im bisherigen Saisonverlauf hat die HSG schon diverse Male demonstriert, wie sie mit Rückschlägen aller Art umgehen kann. „Genau diese Reaktionen zeichnen uns aus“, hatte Tom Wolf erst kürzlich gesagt. Nun ist er selbst zum Zusehen verdammt. Das Vertrauen in seine Mitspieler ist jedoch groß.

 

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