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Max Wolf nach vorzeitiger Vertragsverlängerung: „Wollen zeigen, dass wir zu Unrecht hinten stehen“

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Ist zuversichtlich, dass bei der HSG Konstanz bald wieder gejubelt wird und setzte ein Zeichen: Max Wolf hat seinen Vertrag vorzeitig bis 2020 verlängert.

 

Es war in Dresden, als Maximilian Wolf gegen Ende der Hinrunde zum ersten Mal in dieser Saison als erster Torwart fast durchspielte. Schon davor war er immer wieder zur Stelle, als sich entweder Konstantin Poltrum oder Stefan Hanemann verletzt hatten. In Dresden aber wuchs der 24-Jährige Keeper mit der allein auf ihm lastenden Verantwortung über sich hinaus und stellte mit zehn Paraden und 32 Prozent abgewehrten Würfen den ersten Auswärtssieg der HSG Konstanz in dieser Saison überhaupt sicher. Eine Woche später setzte das Konstanzer Eigengewächs mit 12 Paraden und 34 Prozent Abwehrquote noch einen drauf – und war erneut einer der Matchwinner beim Heimsieg gegen den bis dato seit sieben Spielen ungeschlagenen TUSEM Essen.

 

Nun kann Andre Melchert die vorzeitige Vertragsverlängerung des noch bis Sommer 2019 laufenden Kontrakts bis zum 30. Juni 2020 vermelden. „Max hat, als er gebraucht wurde, toll gespielt und seine Chance genutzt“, sagt der Sportliche Leiter über den 1,88 Meter großen gebürtigen Singener, der seit der 2009 die Jugendmannschaften der HSG durchlaufen hat. „Wir sind deshalb froh, dass er sich langfristig an uns gebunden hat“, freut sich Melchert.

 

Im Interview mit HSG-Pressesprecher Andreas Joas spricht er über die Gründe für die langfristige Zusage, die Vorbereitung und die Wochen der Wahrheit, wenn in den ersten fünf Spielen nach der Spielpause fünf Duelle mit direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt bevorstehen. Außerdem erklärt er seine Leistungsexplosion am Ende der Hinrunde und warum er nach wie vor fest vom Verbleib in der 2. Bundesliga überzeugt ist.

 

Max, Du hast Dich trotz der schwierigen Tabellensituation langfristig an die HSG Konstanz gebunden und deinen Vertrag vorzeitig bis 2020 verlängert. Warum?

Ich mache an der Uni Konstanz gerade meinen Master in Wirtschaftspädagogik mit Nebenfach Sport und so gibt es für beide Seiten Planungssicherheit. Die Tabellensituation hat für mich da keine Rolle gespielt. Natürlich würde ich gerne weiter mit der HSG in der 2. Bundesliga spielen, sollte es aber nicht reichen, dann bin ich dennoch sehr gerne hier. Hier kann ich Handball optimal mit meinem Studium vereinbaren und bin in der Heimat. Ich wollte damit aber auch ein Zeichen setzen.

 

Du bist seit der Jugend und mittlerweile im zehnten Jahr bei der HSG. Was macht diesen Verein für Dich aus?

Vor allem, dass man wohl kaum woanders so gut Studium und Handball auf hohem Niveau verbinden kann. Im Verein wird auf die Belange des Studiums Rücksicht genommen und dank der Kooperation mit den Hochschulen auch viel dabei geholfen. Landschaftlich gibt es ohnehin kaum Gegenden, die Konstanz ausstechen könnten. Hier sind meine Heimat, meine Familie und Freunde.

 

Seit Mitte Januar läuft die Vorbereitung auf die Rückrunde. Bist Du zufrieden mit dem Verlauf?

Es läuft gut, recht unspektakulär – und genau das ist gut. Vormittags gehen wir Schwimmen, haben Crossfit- oder Mentaltraining, abends geht es in die Halle. Mit den zwei Testspielen waren wir nicht ganz zufrieden, aber wir sind auf dem richtigen Weg. Deshalb bin ich optimistisch für das erste Spiel gegen Düsseldorf. Schon im Hinspiel war es knapp und wir hatten viel Pech. Zudem kommen jetzt einige Verletzte wie Michael Oehler zurück, sodass es bergauf geht.

 

Fünf Punkte beträgt der Rückstand auf die Nichtabstiegsplätze bei noch 18 verbleibenden Partien. Ist der Glaube an den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga noch da?

Die nächsten fünf Spiele werden die wichtigste Phase der Saison. Wir haben oft sehr knapp und unglücklich verloren. Ich bin zuversichtlich, dass wir das umdrehen und die knappen Spiele nun für uns entscheiden können. Wenn wir die ersten fünf Duelle gut bestreiten, dann sieht es nicht nur in der Tabelle wieder ganz positiv aus, sondern wir tanken jede Menge Selbstvertrauen für die Rückrunde. Diese Phase wird entscheidend.

 

Du scheinst dafür bestens in Form. Woher kam die Leistungsexplosion, nachdem auf Dir die Verantwortung lastete?

Man wartet immer auf seine Chance und ist dann topmotiviert, seine Leistung und das zu zeigen, was in einem steckt. Es freut mich, dass das wertgeschätzt und gesehen wird, dass es ganz gut geklappt hat. Es ist schön, das Vertrauen zu bekommen und noch schöner, es so zurückzahlen zu können.

 

Wochen der Wahrheit, Endspiele – unter welches Motto würdest Du die fünf Duelle im Auftaktprogramm sehen?

Im Kapitel der richtungsweisenden Spiele. Ich würde nicht so weit gehen und von Endspielen sprechen, aber es bricht die wichtigste Phase der Saison an. Durch die lange Pause ist noch kein Druck zu verspüren, der wird sich in der letzten Woche vor dem Heimspiel gegen Düsseldorf aufbauen. Wir freuen uns darauf und haben Bock zu spielen – und zu gewinnen. Die Euphorie ist größer als irgendein Druck, es wird Zeit, dass es wieder losgeht.

 

Was spricht für die HSG?

Die Motivation im Team. Wir haben auch bei starken Teams wie in Hamm gut mitgehalten und standen kurz vor dem Erfolg. Wir haben gezeigt, dass wir es können – jetzt müssen wir es nur umsetzen und zu Ende bringen. Ich bin sehr optimistisch. Unsere Fans geben uns zusätzliche Energie, sodass wir daheim noch stärker sind. Wenn wir nach vorne gepeitscht werden, setzt das die letzten Prozente frei.

 

Zum Auftakt kommt am 10. Februar um 20 Uhr Düsseldorf in die „Schänzlehölle“. Im Hinspiel hatte man einen Punkt bei Ballbesitz und noch wenigen Sekunden Spielzeit sicher, sogar der Sieg war drin. Was erwartest Du im Rückspiel?

Da ist auf jeden Fall noch eine Rechnung offen. Es wird uns nicht an zusätzlicher Motivation fehlen, zumal wir nun unsere Fans im Rücken haben. Dort wollen wir zeigen, dass wir besser sind. Es treffen dabei völlig unterschiedliche Philosophien aufeinander. Wir bekommen es mit einem richtig starken Gegner zu tun, wollen aber zeigen, dass es auch mit unserem Weg funktioniert. Wir wollen als Team besser sein und gewinnen.

 

Worauf ist die Vorfreude, nun wo es endlich wieder losgeht, am Größten?

Dass wir mit einem Heimspiel starten ist cool. Wir freuen uns auf eine volle Halle und positive Emotionen während und nach dem Spiel (lacht). Wir sind geil darauf loszulegen und zu zeigen, dass wir zu Unrecht ganz hinten stehen. Wir wollen das Gegenteil beweisen – und ich bin sehr zuversichtlich, dass uns das gelingt.

 

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