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Kapitän Schlaich nach Heimniederlage: „Essen hat nicht eingespielte Deckung auseinander gespielt“

Kapitän Schlaich nach Heimniederlage: „Essen hat nicht eingespielte Deckung auseinander gespielt“

26:29 (13:11) musste sich die HSG Konstanz dem TUSEM Essen geschlagen geben. Eine gleichsam bittere wie unnötige Niederlage nach lange beachtlicher Leistung mit dezimiertem Kader und Führung bis in die letzten zehn Minuten. HSG-Kapitän Fabian Schlaich (25) ist ein Mann ehrlicher Worte und spricht auch nach der Niederlage Klartext über die Gründe.

 

Fabi, findest Du nach einer Torflaute in den letzten zehn Minuten eine Erklärung für das Geschehene, nachdem Ihr Euch zuvor regelrecht in das Spiel hineingebissen habt?

 

Wir haben gut angefangen. Wir wussten aber schon im Vorfeld, dass es heute schwer wird, mit den beiden Ausfällen von Mathias Riedel und Felix Krüger über 60 Minuten unser Spiel durchzuziehen. Dadurch hatten wir schon vor dem Anpfiff unsere Alternativen beziehungsweise die erste Option für unseren Mittelblock verloren. Wir mussten uns also kurzfristig überlegen, mit was für einer Deckungsvariante wir spielen können. Wir sind dann auf die 3:2:1 und die 5:1-Formation umgestiegen. In der ersten Halbzeit war das als Überraschung ganz gut, aber klar, wenn sich so eine Mannschaft wie Essen in der zweiten Hälfte darauf einstellt, dann merkt man, dass die eine nicht eingespielte Deckung auseinander spielen können. Trotzdem haben wir die Chance zu gewinnen, wenn wir unsere Chancen nutzen und die leichten Fehler abstellen. Ich habe es schon oft nach Niederlagen gesagt: wenn du in dieser Liga nicht bei 100 Prozent bist, reicht es nicht für Punkte und man verliert.

 

Dabei wurde aus einem 22:24 knapp zehn Minuten vor dem Ende ein 25:24 und die Halle tobte. Das Momentum schien auf Seiten der HSG, doch statt eines eigenen Laufes unterliefen der HSG wie angesprochen allerdings viele, teils haarsträubende Fehler. Worauf führst Du diese zurück?

 

Das kann ich so genau nicht beurteilen. Das sind einfach teils schwierige Spielsituationen, wo es vielleicht auch noch die eine oder andere Möglichkeit gibt, anders zu pfeifen. Stattdessen bekommen wir direkt die Gegenstöße, schmeißen leicht den Ball weg und werden wieder mit einen Gegenstoß bestraft. So verlieren wir das Spiel in den letzten fünf bis sieben Minuten endgültig.

 

Hat hier also die Cleverness auch ein Stück weit gefehlt?

 

Würde ich gar nicht sagen. Ich würde zwar auch nicht von Pech oder etwas anderem reden, aber wir können es auf jeden Fall besser spielen. Ganz klar. Aber an der Cleverness würde ich es nicht festmachen. Ich denke einfach, Essen hat es am Ende auch sehr gut gemacht, hat seine Abwehr gut gespielt, uns zu Fehlern gezwungen und ist dann konsequent in den Gegenstoß gegangen.

 

Unter diesen Umständen habt Ihr es mit noch jüngerem Team als sonst schon aber – bis auf die letzten zehn Minuten – gar nicht schlecht gemacht.

 

Ich möchte es eigentlich gar nicht auf die Umstände schieben. Ich finde, wir hätten gewinnen können, auf jeden Fall, haben es aber nicht geschafft. Das ist ärgerlich. Dies jedoch auf unsere Ausfälle zu schieben bringt ohnehin nichts. Da muss jeder nach sich selbst sehen und schauen, wie er nach den nicht abänderbaren Gegebenheiten auf dem Platz steht und das Beste aus sich herausholen.

 

Fragen: Andreas Joas

 

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