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HSG räumt ab: Jackpot und Punkte aus Großsachsen gehen nach Konstanz

HSG räumt ab: Jackpot und Punkte aus Großsachsen gehen nach Konstanz

Handball 3. Liga:

TV Germania Großsachsen – HSG Konstanz 23:32 (14:13)

Wieder Wechselbad der Gefühle mit guten und schlechten Phasen.

Gute zweite Hälfte wird mit deutlichem Auswärtssieg belohnt.

 

Das Glück und der Erfolg sind zurück: Nach zwei Niederlagen in Folge gelang der HSG Konstanz beim bislang erst einmal zu Hause unterlegenen TV Germania Großsachsen der zweite Auswärtssieg der Saison. Am Ende konnten die Konstanzer sogar einen 23:32 (14:13)-Kantersieg feiern und brachten den Gastgebern damit eine der höchsten Heimniederlagen in der jüngeren Vereinsgeschichte bei.

 

Dabei zeichnete sich bereits vor Beginn der Partie ein absoluter Glückstag für die HSG ab, als Fabian Schlaich auf einer Autobahnraststätte innerhalb weniger Sekunden mit einem Einsatz von zwei Euro stolze 280 Euro an einem Spielautomaten abräumte. „Ich habe bereits beim Warmmachen gemerkt, dass wir viel lockerer und unverkrampfter in der Halle unterwegs waren als der Gegner", stellte Cheftrainer Daniel Eblen im Nachgang erfreut fest, „das war mitentscheidend". Mitentscheidend war die gute Laune bei den Spielern der HSG jedenfalls für die furiosen ersten Spielminuten der Partie, die die Stimmung weiter steigen ließ. So gelang dem Eblen-Team in den ersten Minuten fast alles, während die Einheimischen gar nicht in die Partie fanden. Bis zur Auszeit von TVG-Trainer Andrej Siniak, ehemaliger weißrussischer Nationalspieler und deutscher Meister mit Lemgo, hatte Konstanz bis zur achten Spielminute bereits sechs Treffer erzielt, Großsachsen hingegen hatte bis dahin noch kein einziges Mal den Weg zum erfolgreichen Torabschluss gefunden. Die gut eingestellte, sehr beweglich und aggressiv agierende HSG-Abwehr sowie ein von Anfang an hellwach auftretender Patrick Glatt hatten den TVG sichtlich beeindruckt und an den Rand der Verzweiflung gebracht.

 

Hatten die Gastgeber bis hierhin gar kein Mittel gegen die 6:0-Abwehr der HSG gefunden, so kehrte sich das Momentum in den folgenden Minuten nun völlig um. Während die Gäste in der Folge die anfangs gezeigte Ruhe und Übersicht sowie das hohe Tempo aus der Anfangsphase beim Abschluss völlig vermissen ließen, fand der TVG von Minute zu Minute besser in die Begegnung und brachte seinen Rückraum immer wieder gut in Position. „Das geht ganz schön auf mein Herz", meinte Präsident Otto Eblen angesichts des Wechselbades der Gefühle, denn aus einer 6:0-Führung wurde innerhalb weniger Minuten ein 8:8. Schon wurden Erinnerungen an die letzten Auswärtspartien wach, als die HSG Konstanz auch furios in die Spiele startete, jedoch nach guten Phasen unerklärliche Einbrüche offenbarte und innerhalb kürzester Zeit eine komfortable Ausgangssituation verspielt hatte.

 

Der durch viele technische Fehler wieder aufgebaute TVG konnte dann zur Pause gar mit 14:13 in Führung gehen. „Mir war ehrlich gesagt nie bange, weil man bei uns sowieso nie weiß was kommt", meinte Daniel Eblen, „wir spielen derzeit immer sehr unkonstant – das zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison, unsere Spielverläufe sind das reinste Chaos." Bis zum 18:17 für Konstanz (37.) verlief die Partie in relativ geordneten Bahnen, auch wenn sich im Spiel beider Teams immer wieder einfache Fehler wiederfanden. Nun zeigte die HSG jedoch wieder ihr anders Gesicht, das souveräne, abgezockte und selbstbewusste. Plötzlich war sie wieder da, die Lockerheit aus den ersten Spielminuten.

 

Und wie: Patrick Glatt vernagelte seinen Kasten, hielt unter anderem zwei Siebenmeter, die Abwehr hatte wieder zu alter Stabilität gefunden und auch in der Offensive wurde wieder mit viel Druck gespielt. War das Spiel über den Kreis Ende der ersten Hälfte nur eine Notlösung für den zögerlichen Rückraum, so war dieses nun – neben der auch wesentlich besser funktionierenden Einbindung der Außenspieler – mit höherem Tempo der Trumpf im HSG-Spiel. Über 22:17 (41.) und 25:22 (50.) konnte die HSG gegen einen zunehmend ratlos und hilflos wirkenden Gegner, der immer wieder zu überhastet abschloss, einen am Ende nicht mehr ernsthaft gefährdeten und deutlichen 32:23-Auswärtssieg bejubeln. Die konsternierten, viele Fehler produzierenden Gastgeber wurden dabei gerade in den letzten Minuten gnadenlos ausgekontert.

 

„So ein Ergebnis muss man hier erst einmal hinbekommen", zeigte sich ein erleichterter Otto Eblen vor allem mit der Darbietung seiner Mannen in der zweiten Hälfte durchaus angetan. Dadurch, dass sie im Gegensatz zu den vergangen Partien „ruhig und clever weitergespielt haben", so Simon Geßler, konnte die Mannschaft ihrem Präsidenten doch noch ein Lächeln auf das Gesicht zaubern – und dessen Herzschmerz war schnell großer Freude gewichen. Für Andrey Siniak waren das Endergebnis und die Leistung der eigenen Mannschaft sehr schmerzhaft und „schwer zu erklären. Wir hatten den Kreis der HSG nicht im Griff, waren in der Offensive nicht gut und haben unser Potenzial nicht abgerufen – das reicht dann gegen Mannschaften wie Konstanz einfach nicht."

 

HSG Konstanz: Glatt, Folchert (Tor); Kaletsch (2), Mittendorf, Oesterle, Groh (7), Riedel (4), Hafner (3), Flockerzie (1), Schlaich (5), Faißt (4), Schatz (4/2), Geßler (2), Bruderhofer.

Zuschauer: 350

 

Das Siegervideo zum Spiel gibt's hier.

 

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