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HSG Konstanz verliert Linkshänder

HSG Konstanz verliert Linkshänder

Schlechte Nachricht für die HSG Konstanz: Bereits Anfang Dezember wird die HSG auf ihren Rechtsaußen Simon Geßler verzichten müssen. Der Verein entsprach der Bitte des 1,85 Meter großen Linkshänders nach einer Vertragsauflösung, da er aus ausbildungsbedingen Gründen nach Karlsruhe umziehen müssen wird.

 

„Wir bedauern das außerordentlich“, so HSG-Präsident Otto Eblen, „aber wir können es natürlich nachvollziehen.“ Gerade in dieser Saison konnte Simon Geßler durch gute und beständige Leistungen überzeugen und bereits 25 Treffer erzielen. Menschlich und sportlich wiegt der Verlust schwer, die HSG wird einen tollen Sportler und einen großartigen Menschen sehr vermissen. Im Februar wird er seine Ausbildung in Karlsruhe fortsetzen und dort innerhalb eines halben Jahres auch beenden können. Zuvor wird er sich noch einen Urlaub gönnen, da er von seiner Dienststelle ohnehin dazu verpflichtet ist. „Ich muss meiner Ausbildung jetzt einfach die höchste Priorität einräumen“, meint Simon Geßler und erklärt, dass er gerne Rechtspfleger oder Gerichtsvollzieher – beides mit Beamtenstatus verbunden – werden möchte.

 

Über seine sportliche Zukunft hat er sich hingegen noch überhaupt keine Gedanken gemacht. Zunächst möchte er erst einmal testen, wie ihm „die Zeit ohne Handball gefällt“. So hat er sich auch noch keinen anderen Verein gesucht, lieber möchte er etwas für sich trainieren und die neugewonnene Freiheit einmal austesten und sich voll auf die Ausbildung konzentrieren. „Aber wer weiß, wie ich mich nach einem Monat ohne Handball fühle“, sagt er doch etwas nachdenklich angesichts der Tatsache, dass er bereits seit seinem vierten Lebensjahr der kleinen harzigen Kugel hinterherjagt und sich ein Leben ohne Handball wohl doch nicht so ganz vorstellen kann.

 

2008 bekam er die Chance aus der Landesliga bei der HSG Mimmenhausen/Mühlhofen, mit welcher er in die Südbadenliga aufstieg, direkt in die Regionalliga zur HSG Konstanz zu wechseln. Seitdem hat er eine tolle Entwicklung genommen und wurde defensiv wie offensiv zu einer tragenden Säule der Mannschaft und bildete im Verbund mit dem zweiten Linkshänder auf Rechtsaußen, Marc Hafner, ein brandgefährliches Gespann. „Ich bin zufrieden, es ist diese Saison gut bei mir gelaufen. Ich bin jetzt ruhiger und reifer, mache mir nicht mehr so viele Gedanken und treffe bessere Entscheidungen – auch wenn ich die Emotionen immer für mein Spiel brauche“, so Simon Geßler, der von vielen guten Erfahrungen bei der HSG Konstanz spricht und auch das Zusammenspiel mit Marc Hafner auf der Rechtsaußenposition als vorbildlich einstuft. So habe er sich mit Marc Hafner immer gut ergänzt und gegenseitig gepusht, viel gesprochen und viele wertvolle Tipps ausgetauscht.

 

Dabei bleiben ihm als absolute Highlights vor allem die Partie vor vollem Haus gegen Friedberg mit Unterstützung seiner ehemaligen Fußballkameraden von der SpVgg F.A.L. und das Spiel in Coburg besonders in Erinnerung. „Immer wenn die Bude voll war“, so der gebürtige Überlinger, „war das richtig geil!“ Und auch deshalb könnte es durchaus sein, dass er wieder zur HSG zurück findet. „Eine kleine Chance gibt es immer, auch wenn ich jetzt noch gar nicht weiß, wohin es mich nach Ausbildungsende verschlägt. Ich lasse erst einmal alles auf mich zukommen“, so der 24-Jährige. Doch schon jetzt schwant ihm, dass er seine „Jungs“ ganz schnell vermissen und deshalb auch bald wieder vorbeischauen wird. „Es ist ein geiles Team, in dem wir uns alle super verstehen. Ich werde die Entwicklung der HSG im Auge behalten und denke, dass da noch sehr viel möglich für dieses junge und entwicklungsfähige Team ist.“ „Wir hoffen, dass Simon rückblickend sagen kann, dass ihm die Zeit bei der HSG in jeder Hinsicht viel gebracht hat. Wir wünschen Simon auf seinen weiteren privaten, sportlichen und beruflichen Wegen viel Glück und Erfolg und bedanken uns für den stets gezeigten vorbildlichen Einsatz für die HSG“, möchte Otto Eblen ihm mit auf den Weg geben, „er ist hier jederzeit willkommen.“

 

HSG-Präsident Otto Eblen sieht den Weggang als Schattenseite des Konzepts, auf junge und entwicklungsfähige Spieler zu setzen. Ziel sei es, Spieler selbst auszubilden und auf die eigene gute Jugendarbeit zu setzen und Spielern aus unteren Klassen der Region eine Chance zu geben. Das erfordert zwar Geduld, Vertrauen und die Unterstützung von Sponsoren und Publikum, doch die Zuschauer können sich mit der Mannschaft identifizieren. „Wir sind ständig im Aufbau“, macht er klar, dass die Spieler erst an das Niveau der 3. Liga herangeführt werden müssen – und dann, wenn sie zu Leistungsträgern herangereift sind, durch Veränderungen im Berufsleben oder der Ausbildung bzw. im Studium unter Umständen zum Weggang gezwungen sind. Dennoch soll gerade auch eine gute Ausbildung für die Spieler garantiert werden. Hierbei ermöglicht es den Spielern die gute Kooperation mit der Universität Konstanz, Handball und Studium in optimaler Weise zu verbinden.

 

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