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„Das hat alles getoppt, Fans und Halle tragen zurecht ihren Namen“: Gummersbach behält kühlen Kopf im Hexenkessel

Michel-Stotz-HSG-Konstanz-Gummersbach Michel Stotz mitten im Getümmel: Großer Kampf der HSG gegen den Favoriten.

2. Handball-Bundesliga:

HSG Konstanz – VfL Gummersbach 24:30 (13:13)

 

Vor über 1600 Fans feierte die HSG Konstanz gegen den VfL Gummersbach ein großes Handball-Fest. Lange Zeit schnupperte die HSG sogar an der Sensation, am Schluss erwies sich der Erstliga-Absteiger jedoch als cleverer, effektiver, spielte seine hohe individuelle Qualität aus und gewann verdient, aber wohl ein wenig zu hoch, mit 30:24 (13:13).

 

Dicht an dicht saßen die Fans auf der Tribüne und hinter den Toren. Die Vorfreude auf den Bundesliga-Dino war greifbar. Als dann die Mannschaft mit ohrenbetäubendem Lärm und vielen hunderten Lichtern auf der Tribüne begrüßt wurde, war Torge Greves Kompliment im Vorfeld bestätigt. „Dafür trainieren die Jungs die ganze Woche“, hatte der Trainer gesagt. Wohlgemerkt des Bundesliga-Gründungsmitglieds, das nun zum allerersten Mal überhaupt in der 2. Bundesliga antritt. Eine schönere Adelung für das frenetische Konstanzer Publikum konnte es nicht geben. Wie erwartet kochte die Schänzle-Hölle von der ersten Sekunde an. Nach 20 Minuten hatte es schon zehn Explosionen gegeben. 10:8 führte die HSG Konstanz nach dem Treffer von Michel Stotz, als sich dann zum ersten Mal die Fans komplett von ihren Sitzen erhoben und mit Gänsehaut-Atmosphäre ihr Team nach vorne trieben. Es sollte nicht die letzte Form dieser bemerkenswerten Unterstützung sein, die es allen in der Halle eiskalt den Rücken hinab laufen ließ. Samuel Wendel traf wenig später zum 11:8 – und die Schänzle-Hölle glich einem Tollhaus. Weil sich die Gastgeber von einem 2:5-Rückstand (6.) nicht hatten einschüchtern lassen und sich mit ganz viel Kampf und Leidenschaft gegen den großen Favoriten stemmten. Dabei frech aufspielten, in Person von Fabian Wiederstein einen ganz starken Kreisläufer hatten und die HSG mit ihrem schnellen Spiel und guten Kombinationen die beste Abwehr der Liga immer wieder knackte. Dass der starke elfmalige Europapokalsieger trotz seiner hohen Qualität wie etwa über den österreichischen Nationalspieler Janko Bozovic, Linksaußen Marvin Sommer oder auch den guten Keeper Matthias Puhle, der bald eingewechselt wurde, noch nicht ausspielen konnte, lag an der hohen Qualität des begeisternden Auftritts der Gelb-Blauen.

 

„Boah, ich muss erst einmal durchatmen nach solch einem Spiel“, erklärte Greve nach der Partie schweißgebadet und fügte an: „Ich war ja nun schon ein-, zweimal hier und kenne die Atmosphäre ein bisschen. Aber das, was heute los war, hat alles getoppt. Ich glaube diese Halle und das Publikum haben zurecht ihren Namen. Und dennoch war alles fair, deshalb sage ich: Respekt, tolle Leistung der Zuschauer.“ In der Tat, es war bemerkenswert, wie nach jedem Tor, nach jeder gelungen Aktion die Fans aufsprangen, immer wieder minutenlang im Stehen ihre Mannschaft nach vorne peitschten und so einen gehörigen Anteil am überzeugenden Auftritt ihrer Mannschaft gegen einen mittlerweile sehr gut in Liga zwei angekommenen Traditionsverein aus dem Oberbergischen Kreis hatten. Nach der Drei-Tore-Führung oder selbst nach dem 13:13-Remis zur Pause dürfte sich so mancher Beobachter die Augen gerieben haben. Bis hierhin war es ein Spiel auf ohne erkennbare Qualitätsunterschiede zwischen Auf- und Absteiger. Greve: „Ich sage bewusst: Wir bekommen das mit Mühe und Not in die Pause gerettet, das war ein Spiel auf Augenhöhe.“

 

Nach der Pause war allerdings nach knapp 36 Minuten wieder das alte Problem der HSG zu sehen. Die bis hierhin formidable Leistung machte sich Konstanz selbst durch einige Fehlpässe und technische Fehler zunichte. Vor allem Marvin Sommer bereitete der HSG mit seinen explosiven, giftigen Antritten große Probleme. Er selbst markierte mit einem Dreierpack den 5:0-Lauf für den VfL und spritze immer wieder erfolgreich in die Querpässe der HSG. Statt 16:16 leuchtete es nach 40 Zeigerumdrehungen 16:21 von der Anzeigetafel. Jedoch biss sich Konstanz mit der Unterstützung der nach wie vor extrem stimmungsvollen Ränge auf 18:21 zurück. Dass selbst sechs Minuten vor Ultimo die Hoffnung auf die riesengroße Überraschung weiter glimmte, war der nächste Teilerfolg. In den letzten Minuten hatten die Konstanzer dann etwas Pech in ihren Aktionen und mussten sich so nach dem letzten Lattenkracher von Tom Wolf kurz vor der Sirene mit 24:30 wohl etwas zu hoch, wenngleich auch folgerichtig gegen einen letztlich zu starken Gegner geschlagen geben. Daniel Eblen sprach seiner Mannschaft dennoch ein Kompliment aus: „Wir sind vor der Pause richtig gut in der Abwehr gestanden und haben den starken Rückraum des VfL nicht richtig zur Entfaltung kommen lassen. In der zweiten Hälfte konnten wir dem ständigen Druck nicht mehr so standhalten wie vor der Pause und Gummersbach hat uns zu technischen Fehlern gezwungen, auch wenn man sie so nicht machen muss.“ Der 44-Jährige HSG-Coach bedankte sich bei den Fans für „eine große Geschichte für die Mannschaft.“ Kapitän Tom Wolf blickte indes bereits auf das wichtige nächste Match in seiner Heimatstadt Krefeld voraus. „Gummersbach war einfach einen Tick besser, jetzt heißt es Kräfte sammeln für die heiße Phase.“ Gemeint sind dabei insbesondere die beiden Weihnachts-Heimspiele am 21. und 26. Dezember gegen die Tabellennachbarn  Dresden und Hüttenberg im eigenen Hexenkessel.

 

Das komplette Spiel im Re-live: www.hsgkonstanz.de/livestream

 

HSG Konstanz – VfL Gummersbach 24:30 (13:13)

 

HSG Konstanz: Maximilian Wolf (5 Paraden), Simon Tölke (1 Parade), Michael Haßferter (5 Paraden) (alle Tor); Michel Stotz (1), Fabian Schlaich (1), Aron Czako, Matthias Hild (1), Tom Wolf (3), Fabian Wiederstein (5), Paul Kaletsch (7/6), Felix Krüger (1), Fabian Maier-Hasselmann, Fynn Beckmann (2), Tim Keupp, Samuel Wendel (3).

Trainer: Daniel Eblen

 

VfL Gummersbach: Filip Ivic, Matthias Puhle (8 Paraden) (beide Tor); Tobias Schröter (2), Yonatan Dayan, Lukas Blohme (2), Tin Kontrec (1), Marvin Sommer (10/2), Alexander Hermann (4), Alexander Weck, Fynn Herzig, Luis Villgrattner (2), Robin Haller, Jonas Stüber (1), Alexander Becker, Janko Bozovic (8), Pierre Busch.

Trainer: Torge Greve

 

Zuschauer: 1600 in der Schänzle-Sporthalle Konstanz

 

Schiedsrichter: Markus Kauth und Andre Kolb

 

Zeitstrafen: Konstanz 4 Min. (Stotz 2 Min., Wiederstein 2 Min.) Gummersbach 12 Min. (Kontrec 2 Min., Hermann 2 Min., Weck 2 Min., Villgrattner 2 Min., Becker 2 Min., Bozovic 2 Min.)

 

Siebenmeter: Konstanz 6/6 - Gummersbach 2/3 (Sommer über das Tor)

 

 

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