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Großer Kampf und dennoch verloren: Überraschung gegen Bad Neustadt verpasst

Großer Kampf und dennoch verloren: Überraschung gegen Bad Neustadt verpasst

Handball 3. Liga:

HSG Konstanz – HSC Bad Neustadt 17:22 (11:12)

Gute Defensive hält Konstanz 56 Minuten im Spiel.

Abschlussschwäche und Wurfpech verhindern jedoch eine erneute Aufholjagd.

 

Seit März hatte die HSG Konstanz zu Hause keinen Punkt mehr abgegeben, in dieser Saison startete man mit vier Siegen in vier Heimspielen. Gegen einen stark und routiniert spielenden HSC Bad Neustadt endete diese Serie, denn trotz aufopferungsvollen Kampfes musste sich die HSG dem weiterhin ungeschlagenen Tabellenführer mit 17:22 (11:12) geschlagen geben. Mithin hat die Serie des HSC auch nach dem Gastspiel in der Schänzlehalle bestand: 22:0 Punkte, womit zugleich der vereinseigene Startrekord eingestellt werden konnte.

 

Dabei konnten die Konstanzer die Partie gegen einen Gegner, der auf jeder Position mit hervorragenden Einzelspielern besetzt ist, bis zur 56. Minute nahezu ausgeglichen gestalten. Beim 17:19-Zwischenstand kurz vor dem Ende schien wie so oft in der Schänzlehölle alles möglich, sogar die ganz große Sensation. Und das, obwohl die Gäste ihre Klasse schon früh andeuteten, und von Beginn an in Front lagen. Aus einer äußerst kompakten, beweglichen und sehr aggressiv agierenden 6:0-Deckung heraus fand der HSC von Beginn an besser in die Begegnung. Der Konstanzer Rückraum hingegen fand im gesamten Spiel kein Durchkommen zum Tor, wurde zu vielen Verzweiflungswürfen gezwungen und scheiterte entweder an der massiven Neustädter Deckung oder einem mit reichlich Erfahrung ruhig und abgeklärt spielenden HSC-Torhüter Rostislav Badura.

 

Allerdings wurde auch schnell deutlich, dass die HSG Konstanz nicht gewillt war, die eigene Erfolgsserie in der Schänzlehalle aufzugeben. So wurde den Gästen trotz vieler technischer Fehler und trotz vieler Fehlpässe von Beginn an ein verbissener Kampf geboten, bei dem es immer wieder gelang schnelle Gegenstöße der Gäste abzufangen und wieder aufzuschließen. Gerade weil auch den Gästen in einem sehr kampfbetonten, aber an spielerischen Höhepunkten recht armen Spiel, viele Fehler unterliefen, konnte die HSG immer wieder den Anschluss herstellen oder gar gleichziehen. In der 11. Minute zum Beispiel, als der gut aufgelegte Simon Geßler trotz angezeigten Zeitspiels noch von außen zum 4:4 treffen konnte. Doch zu mehr als dem Ausgleich sollte es nie reichen. Immer wenn die HSG heran kam, konterte die Obinger-Sieben eiskalt – und blitzschnell. Exemplarisch dafür fiel auch der Treffer zum 4:5 nur Sekunden nach dem Konstanzer Tor zum Ausgleich.

 

Die durch eine Hotelübernachtung in Singen ausgeruhten HSC-Akteure mussten gerade in der Anfangsphase wesentlich weniger Aufwand für ihre Torerfolge betreiben, als die HSG. Das hohe Risiko bei schnellen Gegenstößen durch lange Pässe zahlte sich aus – auch wenn einige Passversuche in den Fängen der aufmerksamen Einheimischen landeten. Und gegen Ende der ersten Hälfte begann sich ein anders Muster immer wieder zu wiederholen: eine bravourös kämpfende Konstanzer Defensive hatte Bad Neustadt am Rande des Zeitspiels, doch in allerletzter Sekunde gelang dem HSC doch noch das Tor.

 

Nach einem knappen 11:12-Pausenrückstand fand wiederum Bad Neustadt besser in die zweite Halbzeit. „Am Ende gaben Kleinigkeiten den Ausschlag“, so ein enttäuschter Mannschaftskapitän Patrick Glatt. Kleinigkeiten, die den Unterschied zwischen einer erfahrenen und einer recht jungen, einer nach vielen Neuzugängen aus unteren Klassen immer noch nicht richtig eingespielten und einer routinierten und eingespielten Mannschaft ausmachen. Kleinigkeiten, die über Erfolg oder Misserfolg entschieden. Da war eine gute HSG-Defensive, die der der Gäste lange in nichts nachstand. Und da war eine Offensive, die verbissen um jede Chance kämpfte und in der 40. Spielminute durch Yannick Schatz erneut zum 14:14-Ausgleich traf. Allerdings hatte man es mit einer HSC-Defensive zu tun, die es verstand, die HSG-Offensive noch besser aus dem Spiel zu nehmen, als das umgekehrt der Fall war. „Die Abwehrleistung heute war das Beste, was wir spielen können“, war auch Gästetrainer Dr. Matthias Obinger voll des Lobes für seine konzentrierte Hintermannschaft. Und die Gäste verfügten über eine Offensive, die immer wieder trotz unmöglichster Situationen und drohenden Zeitspiels den Überblick behielt und in allerletzter Sekunde erfolgreich war.

 

Genau das gelang den Konstanzern immer seltener. Gerade in der Crunch-Time, den letzten und entscheidenden Minuten, nachdem die HSG wieder auf 17:19 verkürzen konnte, fehlte die Übersicht, um doch noch eine kleine Lücke in der Hintermannschaft des HSC zu finden. Und wenn sie einmal gefunden wurde, so zitterten den HSG-Spielern auch bei klarsten Torchancen zunehmend die Hände und es wurde einige Male nur das Gestänge des Torgehäuses auf seine Standfestigkeit geprüft. „Wir haben heute insbesondere im Rückraum eine Abschlussschwäche offenbart, die nicht zu kompensieren war – auch wenn wir in der Abwehr wieder ganz gut gespielt haben“, meinte Yannick Schatz, „und wenn dann noch Wurfpech – und das noch bei mehreren Spielern – hinzukommt, reicht das gegen eine solch starke Truppe wie Bad Neustadt nicht aus.“

 

Und trotzdem war die trotz ungewohnter Anwurfzeit mit 900 Zuschauern gut gefüllte „Schänzlehölle“ kurz vor Schluss wieder da. Wie in den Heimspielen zuvor, schien eine erneute Aufholjagd kurz vor dem Ende im Bereich des Möglichen. Doch dieses Mal ließ sich der Kontrahent nicht von der Kulisse beindrucken und behielt die Nerven. Sogar so gut, dass ihnen noch drei Treffer zum am Ende doch noch deutlichen 17:22-Endstand gelangen. „Mit diesem Sieg hier in Konstanz“, schmunzelte Obinger, „ist uns etwas ganz Großes gelungen.“ HSG-Trainer Daniel Eblen hingegen fand es „schade, dass wir uns nicht für die kämpferisch tolle und in der Abwehr auch sehr gute Leistung belohnen konnten, auch wenn im Angriff sicher etwas die Durchschlagskraft gefehlt hat.“

 

HSG Konstanz: Glatt, Folchert (Tor); Kaletsch (1), Groh (1), Riedel, Hafner (2/2), Flockerzie (1), Schlaich (2/1), Faißt (1), Schatz (5/2), Geßler (4), Bruderhofer.

Zuschauer: 900

 

Das Video zum Spiel von Regio-TV gibt's hier.

 

Spielbericht: HSG Konstanz A - Frisch Auf Göppinge...
Vorbericht: HSG Konstanz A - Frisch Auf Göppingen

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