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„Geiler Tag“: HSG Konstanz stürmt in Rostock in positives Punktverhältnis

„Geiler Tag“: HSG Konstanz stürmt in Rostock in positives Punktverhältnis

Voller Einsatz und voller Jubel in Rostock: Leistungsträger Paul Kaletsch war nach krankheitsbedingter Pause wieder mit dabei.

 

2. Handball-Bundesliga:

HC Empor Rostock – HSG Konstanz 28:33 (12:16)

 

9:3 Punkte in der Fremde, die HSG Konstanz ist auswärts einfach nicht zu schlagen. Das gilt auch nach der 1000 Kilometer entfernten Aufgabe beim HC Empor Rostock. Nach dem 33:28 (16:12)-Sieg an der Ostsee hat die HSG mit 12:10 Zählern außerdem erstmals ein positives Punktekonto nach dem Wiederaufstieg in der 2. Handball-Bundesliga vorzuweisen. HSG-Cheftrainer Daniel Eblen war hochzufrieden: „Ich bin stolz auf die Jungs, sie haben heute ein super Spiel gemacht.“

 

Ultimatum für den Trainer, letzte Chance und Pflichtaufgabe gegen Konstanz. Der Druck auf Rostock konnte kaum größer sein. Hellwache Anfangsminuten hatte HSG-Cheftrainer Daniel Eblen daher von seiner jungen Mannschaft an der Ostsee gefordert, um diesen weiter zu erhöhen. Eblen: „Es gab ein paar Vorgaben, vor allem das Tempo aus Rostocks Spiel zu bekommen. Und das haben wir gut hinbekommen.“ Mit dem wieder einsatzbereiten Paul Kaletsch gelang dies eindrucksvoll. Die Abwehr aggressiv mit hervorragendem Rückzugsverhalten ließ die Gastgeber überhaupt nicht erst in ihr gefürchtetes Tempospiel kommen, sondern bereitete immer wieder Schlussmann Konstantin Poltrum die Bühne. Der dankte den großen Einsatz und die Vorarbeit seiner Mitspieler mit spektakulären Paraden und verhalf der HSG Konstanz auch im Angriff zu immer größerem Selbstvertrauen. Vor allem die Außen Fabian Schlaich und Gregor Thomann zeigten sich in Torlaune und brillierten dabei auch noch mit Hebern und anderen sehenswerten Treffern.

 

Der Lohn: eine schnelle 8:3-Führung (12.) und die erste Auszeit des vor dem Aus stehenden Empor-Trainers Robert Teichert. Bis auf drei Tore konnte Rostock in Überzahl danach verkürzen, doch Gregor Thomann stellte zur Halbzeit wieder auf 12:16, weil Chris Berchtenbreiter am Kreis viel Durchsetzungsvermögen und Michael Oehler ungeahnte Torjäger-Qualitäten offenbarten. „Wir haben eine tolle erste Halbzeit gespielt“, lobte Daniel Eblen, „in der Abwehr, aber auch im Angriff. In der zweiten sind wir defensiv gut gestanden, aber haben im Angriff zwischenzeitlich doch etwas Probleme bekommen.“

 

Damit war die schwierige Phase angesprochen, als Fabian Schlaich im Tempogenstoß zur 22:13-Führung getroffen hatte (37). Das, was die HSG zuvor immer wieder gelöst bekam, wollte nun nicht mehr funktionieren. Die offensive Abwehr der Mecklenburger, mal im 4:2, mal im 3:3, bereitete der HSG nun zusehends Kopfzerbrechen. „Klar haben wir da viel zu viel liegen lassen, waren zu hektisch und haben zu unkonzentriert gespielt“, erklärte der HSG-Coach, fügte aber gleich an: „Aber nach diesem Spiel ist das wirklich die Suche nach dem Haar in der Suppe.“ Denn Konstanz befreite sich nach dem 18:22-Anschluss der Gastgeber aus der Negativspirale und fand mit dem trotz Verletzungspause sehr agilen Paul Kaletsch wieder zurück in die Erfolgsspur. Und zwar äußerst souverän. Über 30:21 (55.), als das Spiel längst entschieden war, feierte Konstanz trotz eines heruntergeschalteten Gangs den vierten Auswärtssieg schließlich mit fünf Toren Differenz.

 

„Es war nicht einfach hier zu bestehen, aber die Fehler, zu denen wir die Rostocker im Tempospiel gezwungen haben, haben uns in die Karten gespielt. Damit kamen wir selbst in den Gegenstoß und haben dem Gegner das Selbstvertrauen geraubt“, sagte A-Lizenzinhaber Daniel Eblen. „Kompliment an meine Jungs, sie haben heute sehr vieles aus der Vorbereitung umgesetzt.“ Paul Kaletsch strahlte nach seinem erfolgreichen Comeback: „Ein richtiger geiler Tag für uns und für mich. Es war natürlich genial, so zurückzukommen. Es lief sogar besser als erwartet. Ein richtig schöner Moment, den wir genießen werden. 12:10 Punkte – was für ein Wahnsinn als Aufsteiger.“

 

HC Empor Rostock – HSG Konstanz 28:33 (12:16)

 

HC Empor Rostock: Tobias Malitz, Paul Porath (Tor); Andre Meuser (4), Efthymios Iliopolous, Julius Heil (4), Ole Prüter, Philipp Jäger, Norman Flödl (2), Michael Höwt (5), Vyron Papadopoulos (6), Kevin Lux (1), Florian Zemlin (3), Johannes Trupp (1), Matey Konsel.

Trainer: Robert Teichert

 

HSG Konstanz: Konstantin Poltrum, Patrick Glatt (Tor); Fabian Schlaich (7), Gregor Thomann (11/4), Mathias Riedel (4), Matthias Stocker (1), Michael Oehler (2), Paul Kaletsch (4/1), Felix Krüger, Fabian Maier-Hasselmann, Felix Gäßler, Tim Jud, Chris Berchtenbreiter (3), Sebastian Bösing (1).

Trainer: Daniel Eblen

 

Schiedsrichter: Fedtke/Wienrich

 

Zuschauer: 650.

 

Videointerview mit Mathias Riedel – inklusive seriösem Ende:

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