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Finale gegen Rostock: Eine Stunde zwischen Freud und Leid und der 2. Bundesliga

Joschua-Braun-HSG-Konstanz-Eisenach Stärke zeigen, Entschlossenheit und gleichzeitig Lockerheit: Joschua Braun und die HSG Konstanz möchten den letzten Schritt zum Ziel gehen.

Aufstiegsrelegation zur 2. Handball-Bundesliga:

HSG Konstanz – HC Empor Rostock

(Samstag, 20 Uhr, Schänzle-Sporthalle)

 

Finale in Konstanz! Nur noch zwei Drittliga-Teams in Deutschland sind im Spielbetrieb, aber für diese beiden geht es um alles. Im wirklich allerletzten Saisonspiel am Samstag, 20 Uhr, im „Hexenkessel Schänzle-Hölle“ machen die HSG Konstanz und der HC Empor Rostock am Tag der Entscheidung den dritten und letzten Aufsteiger in die 2. Handball-Bundesliga unter sich aus. Tickets gibt es noch online unter www.hsgkonstanz.de/tickets und an der ab 17 Uhr geöffneten Abendkasse.

 

60 Minuten bleiben bis zur letzten Entscheidung. Eine Stunde, der nach ihrer Herkunft aus dem Althochdeutschen von „stunta“ unter anderem die Bedeutung „kurzer Zeitraum“ zugeschrieben wird, entscheidet über die Arbeit eines ganzen Jahres. Die Dramen, die sich im Fussball an der Schwelle zur 3. Liga seit Jahren vollziehen, werden nun zum ersten Mal auch im Handball gleichzeitig für grenzenlose Freude und bittere Tränen sorgen. 3 600 Sekunden des Duells – ohne Durchatmen, ohne Pause. Ein Zeitraum, der für kein Fusballspiel genügt, kaum eine Fahrt von Konstanz nach Zürich, wo der HC Empor am Spieltag nach dem Flug von Berlin-Tegel in die Schweiz landen wird, und mit dem kein klassisches Drama in fünf oder drei Akten auskommt. In Konstanz werden zwei Akte die Entscheidung herbeiführen.

 

Einen Vorteil nimmt nach einem dramatischen Hinspiel an der Ostsee kein Team wirklich mit in das „emotionsgeladene ultimative Endspiel“ (Paul Kaletsch) um die Rückkehr in die „stärkste zweite Liga der Welt.“ Nach dem hart erkämpften 31:31-Remis nach zwischenzeitlichem Sechs-Tore-Rückstand kann sich die HSG zwar über 31 Auswärtstore freuen, angesichts der geringen Wahrscheinlichkeit eines Unentschiedens sagt Daniel Eblen jedoch: „Die Chancen stehen 50:50.“ Immerhin kann sich seine Mannschaft wieder auf einen beindruckenden Rückhalt in Form der „Gelben Wand“ durch gelb gekleidete Fans verlassen und auf eine stimmungsvolle Aktion des Fanclubs freuen. So wird sich „Schänzle-Hölle“ mit den frenetischen HSG-Fans wieder von Beginn an in ein Tollhaus verwandeln.

 

„Die Unterstützung der Fans“, dankt der Cheftrainer der HSG den eigenen Anhängern, „lässt keine Wünsche offen. Das war immer optimal. Gerade in schweren Phasen waren sie umso mehr da.“ Zusätzliche Energie von außen sei dies, hatte er erklärt. Und die Energie nach einer langen Saison kann das Zünglein an der Waage werden. „Wir müssen die Stimmung als Düsenantrieb nutzen“, meint Paul Kaletsch mit einem Lächeln. Kleinigkeiten dürften dabei das Pendel in die eine oder andere Richtung ausschlagen lassen. „Auch die Kräfte können entscheidend sein“, meint Eblen. Allerdings ließe sich nach Ansicht des 44-Jährigen alles auf das Thema Tagesform herunterbrechen – auch die Frage der Kräfte.

 

 

 

Wie unterschiedlich die Tagesform selbst innerhalb von 60 Minuten sein kann, demonstrierten die Konstanzer höchst selbst in Rostock. „Die erste Halbzeit“, zeigte sich Kapitän Tom Wolf sehr selbstkritisch, „war eine Katastrophe von uns.“ Alles was zuvor besprochen war, sei plötzlich weg gewesen, ärgerte sich Trainer Daniel Eblen. Drei Zeitstrafen, fünf technische Fehler und ein verworfener Siebenmeter – alles in den ersten elf Spielminuten. Damit konnte kein Konstanzer zufrieden sein.  Die völlig andere Leistung in der zweiten Hälfte hingegen war wieder das, was die HSG auszeichnet. Kampf, Wille, leidenschaftliche Abwehrarbeit und vorne viel Tempo und auch wieder Raffinesse. Neben Paul Kaletsch wurden dabei vor allem die jungen Flügelspieler Samuel Wendel, Matthias Hild und Joschua Braun zu prägenden Akteuren. Die zwei komplett unterschiedlichen Gesichter kann man sich am Bodensee bis heute nicht richtig erklären, eine Wiederholung der ersten Hälfte soll aber mit allen Mitteln ausgeschlossen werden. Andernfalls dürfte Rostock deutlich im Vorteil sein. Eblen: „Es spielt Meister gegen Meister. Entsprechend ist die Qualität und es kommt auf Nuancen an. Beide waren komplett auf Augenhöhe, deshalb wird die Tagesform so wichtig sein.“

 

Doch das Ziel vor Augen, das Finale vor der Brust – und das in eigener Halle – treibt Spieler und Trainer noch einmal an. Verleiht diese Aussicht gar Flügel? „Auf jeden Fall“, meinen der Coach und seine Schützlinge. „Man spürt schon“, erklärt Eblen, „dass der Gegner und wir sehr beansprucht sind. Jetzt wird sich aber alles entscheiden, danach ist Ende.“ Verständlicherweise strebt man auf beiden Seiten einen guten Start in die finale Partie an, so, wie er Konstanz gegen Eisenach im kochenden Hexenkessel „Schänzle-Hölle“ gelungen war. Mit wenigen Fehlern, stabiler Deckung und Vorteile bei den „Kleinigkeiten“, die am Ende so wichtig sein werden. In einem Spiel, das ein ganz besonderes, gegen einen Gegner, der ein ganz besonderer ist.  Mit zehn Meistertiteln und sieben Pokalsiegen ist Empor Rostock der erfolgreichste Handballverein der DDR und gehört mit 17 nationalen Titeln auf nationaler Ebene zu den erfolgreichsten Clubs Deutschlands. 1982 konnte der Traditionsverein gar den Vereins-Europameistertitel und den Europapokal der Pokalsieger gewinnen. Aktuell hat die Mannschaft des Ex-Flensburges Till Wiechers wie die Konstanzer nach einer tollen Saison den Traum von der 2. Bundesliga. Für einen Meister wird er mit einer riesengroßen Party in Erfüllung gehen, wenige Meter weiter wird unfassbare Leere und Enttäuschung herrschen. Eine Stunde liegt zwischen Freud und Leid. Ein Wimpernschlag, nach 118 800 Sekunden der Vorarbeit über 33 Spiele hinweg vor dem Tag der Entscheidung. Ein Tag, der lange Nachwirkungen haben wird. In Rostock und in Konstanz. Zuvor wartet allerdings ein Handball-Fest auf alle Zuschauer – und vielleicht denkwürdige 60 Minuten.

 

Tickets an der Abendkasse, Spendenaktion für kranke Kinder und Livestream

 

Tickets sind online über www.hsgkonstanz.de/tickets und an der ab 17 Uhr geöffneten Abendkasse erhältlich.

 

Wie schon gegen Eisenach wird die HSG für die Forschung am Rett-Syndrom, an dem die kleine Chiara Lyan aus Kreuzlingen erkrankt ist, und den an Krebs erkranken Jungen Lukas aus Litzelstetten Spenden sammeln. „Bitte nutzen Sie die Möglichkeit, Gutes zu tun“, richtet sich HSG-Präsident Otto Eblen an alle Besucher und kündigt eine besondere Aktion an: „Wir alle sollten uns verpflichten, im Falle eines Sieges für diesen Zweck einen Euro zu spenden. Ich glaube, es wäre ein gutes Zeichen von Dankbarkeit.“ Die Spendenboxen mit den roten Hinweisschildern sind an den Durchgängen zur Tribüne platziert.

 

Zudem gibt es je einen Gastrobereich links und rechts vor der Halle direkt am Seerhein und auf dem Sportplatz mit Leckerem vom Grill und frischen Waffeln.

 

Die HSG Konstanz bittet dringend, neben den nicht ausreichenden Parkplätzen an der Halle auf den großen P&R-Parkplatz beim Bodenseeform auf der nördlichen Seite der Schänzlebrücke auszuweichen.

 

Das Spiel im kommentierten Full-HD-Livestream: www.hsgkonstanz.de/livestream


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