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Vor Duell in Eisenach: Sorge um Clubs, Erleichterung über Sieg

Joschua-Braun-HSG-Konstanz-Dessau Kampf, Wille, Einsatz: Joschua Braun gegen Dessau.

2. Handball-Bundesliga:

ThSV Eisenach – HSG Konstanz

(Mittwoch, 19.30 Uhr, Werner-Aßmann-Halle)

 

Mit einem guten Gefühl und Rückenwind steht für die HSG Konstanz nach dem wichtigen Erfolg gegen Dessau bereits am Mittwoch, 19.30 Uhr, in Eisenach die nächste schwere Aufgabe bevor.  Das Spiel ist unter www.hsgkonstanz.de/livestream im kostenlosen Livestream zu sehen.

 

Ein Duell, das in den letzten Jahren eine bewegte Geschichte hat. So stand bis Freitag der letzte Heimerfolg der HSG gegen Eisenach in den Statistiken, in der Relegation zur 2. Bundesliga lieferte man sich packende Duelle und nach einem Zehn-Tore-Sieg in Thüringen musste die HSG sich zuletzt mit einer in letzter Sekunde trotz Sieben-Tore-Führung erlittenen Niederlage im Gepäck auf den langen Heimweg machen. Nun wird die HSG am Mittwoch erneut die Reise zum Traditionsverein in die Werner-Aßmann-Halle antreten, in der aktuell 700 Zuschauer zugelassen sind. Schon am Sonntag wurde wieder fleißig trainiert, wenngleich die Vorbereitung nun deutlich kürzer als normal ist. „Deshalb ist es wichtig“, erklärt Daniel Eblen, „dass man ein Gerüst in der Abwehr und im Angriff hat, das auch ohne spezielle Vorbereitung funktioniert.“

 

In den nächsten Wochen wird die HSG dabei auf den verletzten Felix Jaeger verzichten müssen. Bei Tim Jud hingegen könnte sehr bald die Rückkehr auf das Spielfeld erfolgen. Vor dem nächsten Kräftemessen der beiden freundschaftlich verbundenen Dauerrivalen hat sich jedoch auf beiden Seiten einiges verändert. In Eisenach übernahm Markus Krauthoff-Murfuni die Verantwortung von Trainer Sead Hasanefendic und im Team des Ex-Erstligisten fand ein größerer Umbruch statt. Der international besetzte Kader besteht nun aus sechs Deutschen und zehn Legionären aus Kroatien, Slowenien, Österreich und der Slowakei – und viel Qualität. Als „schlagkräftige Mannschaft“ beschreibt Eblen den ThSV Eisenach, der sein erstes Heimspiel knapp  gegen Lübbecke verloren hat. Gegen Konstanz soll nun „Wiedergutmachung“ für die 21:32-Niederlage in Lübeck betrieben werden.

 

 

Konstanz muss sich wie traditionell auf einen heißen Tanz einstellen. Manager René Witte fordert gegen die HSG „vom gesamten Team eine deutliche Steigerung, eine andere Einstellung. Wir müssen liefern.“ Vor allem körperlich, auf der Torwartposition und in der Defensive hat Eisenach dabei einiges zu bieten und große Stärken. Bei den Gelb-Blauen vom Bodensee liegt der Fokus jedoch eindeutig auf der eigenen Leistung und darauf, sich von Woche zu Woche noch variabler zu zeigen. „Letztlich entscheidet der Rückraum, wie die Spiele laufen“, spricht der HSG-Coach das zuletzt gute Spiel an den Kreis und das Freispielen der Außen an. „Noch läuft der Ball nicht so wie mit der Mannschaft, die fünf, sechs Jahre zusammengespielt hat. Das benötigt noch etwas Zeit.“ Allerdings versprühte sein Team gegen Dessau viel Spielfreude und konnte die Balance zwischen schnellem Spiel und wenig Fehlern finden.

 

So groß die Freude über die Rückkehr in den noch sehr wackligen Alltag ist, so groß sind die Sorgen um den weiteren Verlauf des Spieltriebes und die Zukunft der Vereine aktuell. Eblen: „Wir freuen uns riesig über die Unterstützung und die Fans in den letzten Heimspielen. Doch die Fallzahlen steigen, die Zuschauerzahlen werden vielerorts schon wieder beschränkt oder ganz auf null gefahren.“ In ruhigen Momenten kommen so auch beim 46-Jährigen Sorgen auf. „Man macht sich schon Gedanken, wie der Arbeitgeber und die Clubs das stemmen können. Natürlich konzentriert man sich auf seine Aufgabe und freut sich über die Arbeit, aber man hofft auch, dass die Vereine Unterstützung bekommen, wenn es schwer wird.“ In Eisenach wird es jedenfalls keine Unterstützung in Form von HSG-Fans geben. Gästefans sind nicht zugelassen, sodass sich die junge Mannschaft alleine gegen 700 Eisenacher Schlachtenbummler und einen sehr starken Gegner behaupten muss. Mit Freude, Herzblut und Hingabe. Wie zuletzt gegen Dessau. Vor den Bildschirmen werden den Konstanzern natürlich zahlreiche Daumen gedrückt werden.

 

Das Spiel ist unter www.hsgkonstanz.de/livestream im kostenlosen Livestream zu sehen.

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