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HSG Konstanz holt zwei Meter großes Toptalent von Frisch Auf Göppingen

David-Knezevic-HSG-Konstanz David Knezevic, hier im DHB-Outfit, traf zuletzt 15 Mal gegen die HSG.

Der Kader der HSG Konstanz für die neue Saison in der 2. Bundesliga hat noch einmal Zuwachs bekommen. Für den linken Rückraum und den Innenblock konnte mit dem zuletzt mehrmals für die deutsche Jugend-Nationalmannschaft nominierten David Knezevic ein Toptalent aus der Talentschmiede von Erstligist Frisch Auf Göppingen verpflichtet werden. Der zwei Meter große und 90 Kilogramm schwere Shooter wird zunächst mit einem Zweijahresvertrag bis 30. Juni 2022 ausgestattet und ist nach Moritz Ebert (eigene Jugend), Peter Schramm (Pfadi Winterthur) und den schon in der Rückrunde der letzten Spielzeit dazu gestoßenen Markus Dangers (Pfadi Winterthur) und Felix Jaeger (Krefeld) der fünfte Neuzugang.

 

Trotz seiner „Größe“ und für sein Alter bereits beachtlichen „Masse“ soll sich der 18-Jährige, so Sportchef André Melchert, dabei ganz in Ruhe und ohne Druck entwickeln. Als „junger, ehrgeiziger Spieler“ (Melchert) bringt er dabei beste körperliche Voraussetzungen für einen Shooter mit. Wie das aussehen kann musste die A-Jugend der HSG Konstanz in leidvoller Erfahrung in der vergangenen Bundesliga-Saison feststellen, als Knezevic bei der knappen Konstanzer Drei-Tore-Niederlage alleine 15 Treffer gegen die HSG-Talente erzielte. Mit dem Fisch-Auf-Nachwuchs stand er zweimal im Viertfinale der deutschen Meisterschaft. Melchert: „Mit zwei Metern und 90 Kilogramm  bringt er für sein Alter schon viel mit. Natürlich muss da noch etwas drauf, aber er trainiert fleißig und wird uns mit seiner Wurf- und Sprungkraft sowie seiner Abwehrstärke für den Innenblock interessante Möglichkeiten für unser Spielsystem eröffnen.“

 

 

Dass ein Talent seines Kalibers selbst auf die HSG zukommt, sieht der Sportliche Leiter der Konstanzer zudem als Auszeichnung für die Arbeit der letzten Jahre. Mit dem Zweitliga-Team und der U23 in der 3. Liga bieten sich für hochveranlagte Youngster wie Knezevic optimale Bedingungen, um sich in Ruhe auf höchstem Niveau zu entwickeln. „Uns wurde von seinem Umfeld bestätigt, dass es nichts Besseres gibt, als im Zweitligateam fest zu trainieren und die Chance auf Spiele zu bekommen“ erklärt der Manager. „Sollte er mehr Zeit benötigen, kann er in der 3. Liga viele Einsatzzeiten bekommen. Das können nicht viele Vereine in Süddeutschland bieten.“ Einer der Berater des gebürtigen Göppingers ist Vater Aleksandar, der 136 Mal für die jugoslawische Nationalmannschaft auflief, EM-Dritter wurde und lange Jahre für Frisch Auf in der 1. Bundesliga als Torjäger in Erscheinung trat. Aktuell ist er für Göppingens Erstliga-Frauenteam als Trainer und Geschäftsführer tätig. Sohnemann David hat selbst zunächst einige Male an Maßnahmen der serbischen Jugend-Nationalmannschaft teilgenommen, ehe der DHB auf ihn aufmerksam wurde. Zuletzt Mitte Februar war der Goalgetter zu einem Lehrgang eingeladen – mit der U20-Nationalmannschaft hätte im Juli in Österreich und Italien die Europameisterschaft stattfinden sollen, wurde jedoch auf nächstes Jahr verschoben.

 

Kein Wunder, dass in der Familie Knezevic viel über Handball gesprochen wird. „Ich freue mich“, erzählt der Hüne, „auf die schöne Stadt und die 2. Bundesliga. Hier habe ich optimale Voraussetzungen. Nach dem Probetraining musste ich nicht lange überlegen, zumal die Kombination mit dem Studium top ist.“ Noch steht ihm die mündliche Prüfung des Abiturs bevor, ab Herbst wird er nach aktueller Planung an der Exzellenzuniversität Konstanz wie schon HSG-Kapitän Tom Wolf ein Psychologie-Studium anstreben. Der Sportler David Knezevic ist genauso ehrgeizig. Teil des Zweitligateams sein, Spielzeiten sichern und seinen Teil dazu beitragen, dass der erneute Klassenerhalt in der zweiten Liga gelingt, formuliert er seine Ziele. Wie der Weg von Frisch Auf Göppingen zur HSG Konstanz als hoffnungsvolles Talent aussehen kann, zeigt Joschua Braun, der in Konstanz längst zu einem Leistungsträger in der 2. Bundesliga gereift ist. Weitere Parallele: Über seine Größe hinaus zeichnet sich Knezevic außerdem durch ein gutes Spielverständnis aus und sucht durchaus gerne auch seine Mitspieler.

 

„Es ist schon etwas Geiles aus der A-Jugend heraus die Chance auf die 2. Bundesliga zu bekommen. Bei der HSG mit der guten Jugendförderung und dem tollen Konzept“, freut er sich, „habe ich die perfekte Verbindung von Studium, super Stadt und Team.“ Dafür trainierte er in der Trainingspause bereits individuell im Kraft- und Ausdauerbereich und wirft mit seinem Vater den einen oder anderen Ball aufs Tor. Das Ziel ist irgendwann einmal in der Nationalmannschaft aufzulaufen. Die nächsten wichtigen Schritte zu solch großen Zielen wird David Knezevic auf jeden Fall bei der HSG Konstanz gehen – eine spannende Herausforderung.

 

David Knezevic in Aktion:

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