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Big Points: Haßferter zieht Aue den Zahn

Block-HSG-Konstanz-Aue Webereiter für eine gute Torwartleistung: Die starke Deckung.

2. Handball-Bundesliga:

HSG Konstanz – EHV Aue 30:27 (16:11)

 

Der HSG Konstanz ist mit einem 30:27 (16:11)-Heimsieg vor über 1200 frenetischen Fans gegen den EHV Aue ein echter Big Point gelungen. Mit dem nach dem Spielverlauf noch viel klareren Erfolg – sieben Minuten vor Schluss stand es bereits 30:21 – gelang den Gelb-Blauen der Sprung auf Platz 13 an den Sachsen vorbei auf Platz 13 der 2. Handball-Bundesliga.

 

Schließlich war die Anspannung der Erleichterung gewichen. Egal ob es nun ein Vier-Punkte-Spiel, nur ein wichtiges oder vielleicht richtungsweisendes gewesen sein mag. Bei Daniel Eblen machte sich in all der Erschöpfung ein zufriedenes Lächeln breit. Aber „Erlösung“ konnte der HSG-Coach bei sich nicht ausmachen. „Davon können wir vielleicht im Juni reden“, meinte er. Wenngleich das zwei „wichtige Punkte waren. Wir sind froh, gewonnen zu haben.“

 

Der Mann des Abends, wenn es überhaupt einen geben konnte im bärenstarken Kollektiv der HSG Konstanz, trug Grün. Parierte 16 Mal, war zu Beginn der zweiten Halbzeit bei deutlich über 50 Prozent abgewehrten Würfen und krönte seine überragende Leistung mit einem eigenen Treffer über das ganze Spielfeld. Konstanz‘ Keeper Michael Haßferter war es, der die Schänzle-Hölle mit einem Wurf in das leere Tor der Gäste erzittern ließ. 1200 Fans feierten anschließend den so wichtigen, den ersehnten Heimsieg gegen den unmittelbaren Tabellennachbarn EHV Aue. Als „Gänsehaut-Gefühl“ bezeichnete Daniel Eblen diesen Moment später. Doch der Sieg war noch gar nicht endgültig unter Dach und Fach. 30:21 leuchtete es von der Anzeigetafel, bei noch etwas mehr als sieben Minuten Spielzeit. „Vielleicht ist uns hier ein Stein zu viel vom Herzen gepurzelt“, so der 45-Jährige.

 

Begonnen hatte alles jedoch mit der Tom-Wolf-Show. Dreimal hatte Konstanz in den ersten sechs Minuten getroffen, dreimal hieß der Schütze Tom Wolf. Als dann auch noch Paul Kaletsch und Fabian Wederstein auf die Liste der Torjäger dazukamen, stand es 5:2 (9.). Schon jetzt war deutlich: Die HSG konnte sich auf eine erneut sehr gute, sehr bewegliche und aggressive Deckung verlassen. Das trug Früchte, denn Michael Haßferter war in der Folge kaum mehr zu bezwingen und fischte dabei einige freie Torabschlüsse des EHV Aue weg. „Wir waren aggressiv, aber nicht zu offen“, freute sich Eblen. „Wir wussten um die Stärken von Kammlodt, de Santis, Petreikis und das gute Zusammenspiel mit dem Kreis. Das haben wir gut gelöst.“

 

Gestützt auf dieses Faustfand setzten sich die Hausherren, angetrieben von der laustarken Kulisse, früh auf fünf Tore ab. Fynn Beckmann ließ es mit einer Fackel aus dem Unterarm dann zum 16:10 krachen und Michael Haßferter blieb kurz darauf auch im Siebenmeter-Duell mit Kevin Roch Sieger. Allerdings vergab die HSG die große Chance zur Sieben-Tore-Führung nach 30 Minuten und musste im Gegenzug mit der Sirene noch den Treffer zum 11:15 durch Felix Roth sowie eine Zeitstrafe für Samuel Wendel hinnehmen.

 

Von ihrem Weg ließ sich die HSG aber auch dadurch nicht abbringen. Wie auf Schienen marschierte die Konstanzer Zugmaschine nach dem Seitenwechsel unaufhörlich weiter. Mit einem „dicken Plus“ in Form von Haßferter zwischen den Pfosten konnte Konstanz vorne wieder selbstbewusst, schnell und technisch anspruchsvoll mit flüssigem Kombinationsspiel begeistern. Eblen: „Der Ball ist gut gelaufen, die Passqualität war gut.“ Ebenso wie der weiter konnstant hoch gehaltene Druck auf den Gegner, der so immer wieder zu technischen Fehlern gezwungen wurde.

 

Mit Haßferters erstem Tor im HSG-Dress lief es jedem in der Halle endgültig kalt den Rücken hinunter. Vielleicht sogar etwas zu kalt für die Protagnisten auf dem Spielfeld, denn fortan war der Wurm drin, die Konzentration weg und die Fehlerquote plötzlich erschreckend hoch. In der Hektik, nach einigen Wechseln und im Gefühl des Sieges, war die Anspannung sichtlich abgefallen. Aue hingegen versuchte mit einer 5:1-Deckung noch einmal alles und konnte die Differenz von neun auf nur noch drei Tore verringern und etwas erträglicher gestalten. Die HSG allerdings blieb in den letzten sieben Minuten torlos, konnte sich aber dennoch über den souveränen, verdienten Sieg freuen. Die letzten Minuten wollte der Übungsleiter des Siegers hinterher als Fingerzeig verstanden wissen. „Wenn man auf diesem Niveau nicht 100 Prozent bei der Sache ist, bricht es sofort weg“, sagte er, ohne seine Mannschaft nach 55 tollen Minuten dafür zu sehr kritisieren zu wollen. „Unterbewusst haben ein, zwei Prozent gefehlt. Das ist vielleicht verständlich, muss uns aber auch zu denken geben.“ Er hofft, dass sein junges Team aus dieser Erfahrung etwas mitnehmen wird. Eblen philosophisch: „Wenn man nicht bei 100 Prozent ist, ist es 100 Prozent nichts.“ 55 Minuten 100 Prozent waren in diesem Fall jedoch genug. Bereits am Freitag tritt die HSG Konstanz nun in Hamburg an, ehe am 19. Oktober Emsdetten zum nächsten Abstiegs-Kracher in die „Schänzle-Hölle“ kommt.

 

Das komplette Spiel im Re-live: www.hsgkonstanz.de/livestream

HSG Konstanz – EHV Aue 30:27 (16:11)

HSG Konstanz: Simon Tölke (1 Parade/davon 1 Siebenmeter), Michael Haßferter (16 Paraden/davon 1 Siebenmeter/1 Tor erzielt) (alle Tor); Michel Stotz (1), Fabian Schlaich (2), Aron Czako, Matthias Hild (2), Tom Wolf (4), Fabian Wiederstein (5), Paul Kaletsch (5), Felix Krüger, Fabian Maier-Hasselmann (2), Fynn Beckmann (1), Joschua Braun (4/4), Tim Jud (2), Tim Keupp, Samuel Wendel (1).

Trainer: Daniel Eblen

 

EHV Aue: Radek Musil (2 Paraden), Vilius Rasimas (9 Paraden/1 Tor) (beide Tor); Gabriel de Santis (7), Sebastian Naumann (1), Julius Schröder (2), Kevin Roch (1), Pascal Ebert (2), Penas Petreikis (4/3), Felix Roth (2), Nico Schneider, Ladislav Brykner (1), Petr Slachta (2), Adrian Kammlodt (4), Kevin Lux, Austris Tuminskis.

Trainer: Stephan Swat

 

Zuschauer: 1200 in der Schänzle-Sporthalle Konstanz.

 

Schiedsrichter: Frederic Linker und Sascha Schmidt.

 

Zeitstrafen: Konstanz 6 Min. (Tom Wolf 2 Min., Fabian Wiederstein 2 Min., Samuel Wendel 2 Min.); Aue 8 Min (Ladislav Brykner 2 Min., Petr Slachta 2 Min., Adrian Kammlodt 2 Min., Kevin Lux 2 Min.)

 

Siebenmeter: 4/6 (Kaletsch und Wolf scheitern an Rasimas) –  3/5 (Roch scheitert an Haßferter, Petreikis scheitert an Tölke)

 

 

 

 

 

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