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Mit „einem ganzen Sack voll Einstellung“ zum Big-Point-Match in Krefeld

Fabian-Wiederstein-HSG-Konstanz-Gummersbach-Emotion Kampf, Wille, Einstellung: Alles muss wie hier bei Fabian Wiederstein passen, damit in Krefeld der erste Auswärtssieg der Saison gelingt.

2. Handball-Bundesliga:

HSG Krefeld – HSG Konstanz

(Samstag, 19 Uhr, Glockenspitzhalle)

 

Nach durchweg guten Leistungen in den letzten Wochen und dem Handball-Fest vor über 1600 Fans gegen Altmeister VfL Gummersbach, aber auch einer kleinen Durststrecke von drie Partien ohne doppelten Punktgewinn, zählt für die HSG Konstanz am Samstag, 19 Uhr, bei Tabellenschlusslicht Krefeld nur ein Sieg – wenngleich HSG-Coach Daniel Eblen eindringlich vor dem erstmals seit vielen Wochen wieder nahezu kompletten Gegner warnt.

 

Denn zwar warten die Krefelder seit sieben Partien auf weitere Punkte nach dem Heimsieg gegen Bayer Dormagen, doch die Liste der Verletzten war in dieser Zeit noch deutlicher länger als die der Negativerlebnisse. Zeitweise fiel fast der komplette Rückraum bei den Westdeutschen aus, pünktlich zum Spiel gegen die HSG Konstanz sind jedoch die Top-Shooter Toni Sario, vor der Saison neu verpflichteter Junioren-Nationalspieler Spaniens,  und Kevin Christopher Brüren wieder mit dabei, ebenso wie Mike Schulz. Die beiden Erstgenannten waren zuletzt in Essen bei ihren Comebacks direkt wieder die beiden besten Torschützen ihres Teams. Trotz des großen Umbruchs nach dem erstmaligen Aufstieg in die 2. Bundesliga – sieben neue Spieler wurden verpflichtet, sechs gingen – möchte Eblen deshalb einen differenzierten Blick auf die Tabelle vornehmen. „Aus der Relegation wissen wir, wie stark Rostock war“, so der 45-Jährige. „Und Krefeld hat Rostock geschlagen und sich zurecht einen Platz in Liga zwei erkämpft.“ In zwei dramatischen Spielen hatte Krefeld daheim zunächst mit 23:24 gegen die Nordlichter verloren. An der Ostseeküste landete dann mit der Schlusssirene der Ball zum 24:22 für Krefeld im Netz. Ein 23:22-Sieg hätte aufgrund der Auswärtstorregel nicht gereicht.

 

Mit dem ungarischen Torhüter Norman Toth, der aus Frankreich kam, Toni Sario und dem kroatischen Kreisläufer Josip Cutura wurden daraufhin erstmals drei reine Profis geholt, dazu unter anderem der dänische Keeper Frederik Stammer – und mit Arnar Gunnarrson nach der Trennung von Aufstiegstrainer Ronny Rogawska ein neuer Chefcoach aus Island. Karl Roosna ist zudem estnischer Nationalspieler. Für Eblen alles Gründe, den kommenden Gegner keinesfalls zu unterschätzen. „Es sind nun wichtige Spieler zurück“, sagt er. „Alleine von der Tabelle lassen wir uns nicht blenden. Sie haben gute Werfer aus dem Rückraum und ein starkes Kreisläuferspiel.“ Zudem zwei Abwehrsysteme und damit eine „Herausforderung“, wie der gebürtige Konstanzer hervorhebt. „Wir wissen, was uns erwartet. Ein ganz schweres Spiel. Krefeld wird bis in die Haarspitzen motiviert sein und uns keinen Zentimeter schenken.“

 

Die Ausgangslage ist dennoch eine ganz andere als in den letzten Wochen. Klarer Außenseiter ist die HSG dieses Mal nicht, bei einem direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt jedoch auch nicht der haushohe Favorit als der er vielleicht von manch Beobachter gesehen wird. Bislang ist Konstanz ohne Auswärtssieg in dieser Zweitliga-Saison. „Natürlich wollen wir gewinnen“, gibt Eblen die Marschroute vor. Doch Krefeld kämpft um die selbst ausgerufene wohl letzte Chance, noch einmal mit einem Erfolg in das Rennen um den Klassenverbleib eingreifen zu können. „Für uns ist es nahezu die letzte Chance, noch näher an die rettenden Plätze heranzukommen“, äußerte sich Krefeld Damian Janus. Insofern ist sich Konstanz‘ Trainer sicher, dass es „interessant und spannend werden wird.“

 

Dass die Seidenstädter durchaus Handball spielen können, musste nicht nur Dormagen bei seiner Pleite erfahren. Auch Rimpar und Aue konnten sich nur denkbar knapp mit jeweils einem Tor beim Aufsteiger durchsetzen. So wählt Daniel Eben deutlichste Worte zur Erwartungshaltung: „Wir müssen dort mit einem ganzen Sack voll Einstellung hinfahren. Wir wollen die zwei Punkte und zeigen, dass wir nicht nur gut spielen, sondern auch gewinnen können. Jetzt geht es nur darum, Punkte zu machen – und zwar so viele wie möglich bis nach Weihnachten.“ Die von außen herangetragene vermeintliche Favoritenrolle lässt ihn kalt. Seine Sicht auf die Dinge ist ohnehin eine differenzierte, wiewohl seine junge Mannschaft auch in der letzten Saison schon mit der Rolle des Favoriten nach Anfangsschwierigkeiten sehr gut umzugehen wusste. Kapitän Tom Wolf, der vor einer ganz besonderen Partie in seiner Heimatstadt und gegen einen seiner besten Freunde auf Seiten des Gegners steht – die Familie wird auf der Tribüne für ihn die Daumen drücken – freut sich auf die Aufgabe. „Geschenkt wird uns da nichts“, stößt er ins selbe Horn wie sein Übungsleiter. „Die Rollenverteilung mag dieses Mal etwas anders ein. Aber wir müssen uns da an letzte Spielzeit erinnern, wir können diese Rolle ausfüllen. Dann zählt nur der Sieg. Darauf haben wir hintrainiert und den Fokus gelegt.“ Schon am Freitagmittag macht sich de HSG für diese Mission auf die knapp 600 Kilometer weite Reise. Mit Aron Czako, der letzte Woche erneut für die Junioren-Nationalmannschaft Ungarn nominiert wurde. Von 15. bis 20. Dezember wird er an einem Lehrgang teilnehmen und dazu auf der Rückfahrt aus Krefeld in Stuttgart aus dem Mannschaftsbus steigen und sich direkt nach Osteuropa aufmachen.

 

Ihre Schatten werfen indes ebenfalls die beiden Highlight-Heimspiele am 21. und 26. Dezember in der Schänzle-Hölle voraus. Gegen Dresden und Hüttenberg bieten sich die nächsten Gelegenheiten auf weitere Big Points für die HSG Konstanz. Tickets sind schon ab 12 Euro unter www.hsgkonstanz.de/tickets erhältlich.

 

Das Spiel in Krefeld wird live und kostenlos auf www.hsgkonstanz.de/livestream übertragen.

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