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„Nicht mal annährend Punkt verdient“: U23 bei Superball2 vor großer Kulisse mit schwarzem Tag

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Bild mit Symbolcharakter: Der Ex-Konstanzer Kai Mittendorf stoppt Samuel Löffler und trimphierte am Ende mit Waldkirch/Denzlingen gegen die HSG.

 

Südbadenliga:

HSG Konstanz II – SG Waldkirch/Denzlingen 28:34 (12:17)

 

Groß war die Vorfreude auf den Superball2 in Allensbach bei der Konstanzer U23, auf eine große, stimmungsvolle Kulisse und ein „gutes Handballspiel“, so Trainer Matthias Stocker. Die Wünsche bezüglich der Kulisse wurden erfüllt, 300 Fans und der lautstarke HSG-Fanclub hatten sich mit zahlreichen Trommlern in der Riesenberghalle eingefunden – vom Auftritt seiner Mannschaft war der HSG-Coach jedoch schwer enttäuscht. Stocksauer meinte er nach der 28:34 (12:17)-Niederlage: „Das war eine sehr verdiente Niederlage, auch in der Höhe. Wir waren in allen Belangen und auf jeder Position unterlegen.“ Dennoch bleibt das Perspektivteam auf Platz drei der Südbadenliga.

 

Sechs Minuten war die Partie gegen die Breisgauer noch ausgeglichen, nichts passiert und es stand 4:4, obwohl Konstanz schon hier unkonzentriert und nicht konsequent genug wirkte. Dann ließ der Zweitliga-Nachwuchs serienweise klarste Chancen und Siebenmeter aus und spielte den gerade in der Offensive stark aufspielenden Gästen in die Karten. Vor allem der Ex-Konstanzer Kai Mittendorf trumpfte mit einem überragenden Spiel auf, zog gekonnt die Fäden auf der Spielmacherposition mit schönen Anspielen an den Kreis und auf außen, brachte den Rückraum in Position und traf dazu selbst auch noch fünfmal – unter anderem mit einem Heber von Linksaußen.

 

Nach etwas mehr als 15 Minuten zog Waldkirch das erste Mal mit fünf Toren davon und konnte den Abstand zur Pause stabil halten. „Heute müssen wir uns ernsthaft Gedanken machen“, war Stocker restlos bedient und schimpfte: „Heute hatte jeder einen schwarzen Tag.“ Reagieren konnte er auch nicht wirklich, da ihm aufgrund von Verletzungen ganze sieben Akteure fehlten und er somit nur drei Feldspieler auf der Bank sitzen hatte. „Wenn dann der Stamm nicht das auf die Platte bringt, was er sollte, wird es schwer“, sagte der HSG-Coach.

 

Zwar blies die HSG Konstanz mit einer verbesserten, aggressiveren Abwehrarbeit, früherem Stören und einem gut aufgelegten Lukas Herrmann zwischen den Pfosten, der nun einige Male spektakulär freie Chancen vereitelte, nach zwischenzeitlichem Sechs-Tore-Rückstand zur Aufholjagd. Der agile, insgesamt neunmal erfolgreiche Samuel Löffler verkürzte auf 21:23 (42.) und stemmte sich gegen die drohende Pleite. Doch die HSG-Talente brachten sich, wie Matthias Stocker kopfschüttelnd meinte, „selbst aus dem Konzept“, als sich die Chance bot, auf ein Tor heranzukommen. „Ich werde nicht im Konjunktiv sprechen, aber wir haben hier Möglichkeiten liegen gelassen, dem Spiel eine Wende zu geben.“ Stattdessen musste er hilflos mit ansehen, wie Waldkirch/Denzlingen seine couragierte, gute Leistung krönte und weiter konsequent die zahlreichen Konstanzer Fehler und Unzulänglichkeiten ausnutzte.

 

Die Partie war somit frühzeitig entschieden und die Gäste schraubten das Ergebnis, trotz offener Deckung und einiger schneller Ballgewinne der HSG, sogar noch in die Höhe, sodass Matthias Stocker nach vielen Ballverlusten und Fehlern wütend bilanzierte: „Wir haben damit nicht mal annähernd einen Punkt verdient gehabt.“ Leid tat es ihm vor allem für die vielen Fans: „Sehr schön, dass so viel da waren. Das hat uns alle gefreut. Schade, dass wir ihnen das gleiche angeboten haben wie unser Zweitligateam in Balingen. Ich hätte mir gewünscht, wir hätten es besser gemacht.“

 

HSG Konstanz II – SG Waldkirch/Denzlingen 28:34 (12:17)

 

HSG Konstanz: Maximilian Wolf, Sven Gemeinhardt, Lukas Herrmann (Tor); Luca Merz, Marius Oßwald (2), Philipp Kunde (3), Carl Gottesmann, Pascal Mack (4), Samuel Löffler (9), Jonas Löffler (5/1), Manuel Wangler (5), Tim Zeiler.

Zuschauer: 300.

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