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Spielerportraits

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Andre Melchert ist vor allem von den vielseitigen Einsatzmöglichkeiten seiner fünften Verstärkung überzeugt und erklärt: „Julius kann auf allen Positionen im Rückraum spielen und wird uns gerade auf Halblinks noch mehr Varianten eröffnen.“ Zwar fühlt sich der Rückraumspieler auch auf der Spielmacherposition wohl und hat dort lange agiert, in der letzten Zweitliga-Saison wurde er allerdings fast ausschließlich auf Halblinks eingesetzt. Melchert: „Er ist ein spielerischer, schneller Typ, der sich dadurch deutlich von unseren beiden wurfstarken anderen Rückraumspielern auf der linken Seite unterscheidet. Dadurch werden wir auf Halblinks künftig ganz andere taktische Möglichkeiten haben.“

 

Fünf Spiele hat der talentierte Rechtshänder in der aktuellen Saison verletzungsbedingt verpasst, dennoch und trotz der schwierigen Saison beim traditionsreichen HC Empor kommt Julius Heil auf 110 Saisontore und ist damit drittbester Torschütze seiner Mannschaft. Dabei stellt der gebürtige Bad Salzunger (Thüringen) klar: „Ich bin eher jemand, der den Mitspieler sucht und für den die eigenen Tore nicht im Vordergrund stehen.“ 79 Assists belegen diese Aussage eindrucksvoll. Lediglich fünf Spieler in der 2. Bundesliga konnten mehr Vorlagen zum erfolgreichen Torabschluss verbuchen. Ein bisschen Instinkt, Talent und ein gutes Auge seien dafür nötig, sagt der 1,90 Meter große und 90 Kilogramm schwere Rückraumspieler. „Ich denke, ich treffe ganz gute Entscheidungen, um den freien Mitspieler zu finden und weiß, wann und wie ich Lücken reißen kann“, so Heil.

 

Für Andre Melchert ist die Verpflichtung zudem wichtig, um Verletzungen besser kompensieren zu können. „Wir sind in der letzten Saison zwar zum Glück von langfristigen Ausfällen weitestgehend verschont geblieben“, führt der Sportliche Leiter aus, „zumindest was mehrere Ausfälle von Leistungsträgern zur gleichen Zeit betrifft. Dennoch wollen wir darauf besser vorbereitet sein.“ Zunächst müsse sich der junge Zugang fernab der knapp 1000 Kilometer entfernten Heimat an der Ostsee, wo Heil zuletzt sechs Jahre lang agierte und über die A-Jugend-Bundesliga in den Zweitliga-Kader vorstieß und, so Melchert, dort bereits in sehr jungen Jahren mit 19 und 20 „eine gute Zweitliga-Saison gespielt hat, auch gegen uns, wo er das Spiel seiner Mannschaft sehr schnell gemacht hat“, an die neuen Herausforderungen gewöhnen. Im Hinspiel war das trickreiche Talent mit sechs Treffern bester Torschütze seiner Mannschaft gegen Konstanz, im Rückspiel mit vier Toren zweitbester Werfer seines Teams.

 

Julius Heil selbst brennt bereits auf die neue Herausforderung: „Ich wollte etwas Neues haben und freue mich auf die Aufgabe in einer tollen Stadt. Bei unserem Spiel in Konstanz war ich schon von der Kulisse überrascht. Hier steht wirklich jeder Fan von der ersten bis zur letzten Minute hinter der Mannschaft, das kannte ich so nicht.“ Neben der Atmosphäre war er auch von den Rahmenbedingungen und der Halle direkt am Seerhein sehr angetan. „Ich hatte schon ein Lächeln im Gesicht, als ich hier um die Halle gelaufen bin und mir alles angesehen habe“, berichtet er – wieder mit einem zufriedenen Grinsen. „Klar, und die Stimmung ist natürlich bombastisch.“

Rückraum
Julius Heil
Zur Person:
Julius Heil
Puppe
16.07.1996
Bad Salzungen
Deutsch
190 cm
90 kg
Handballerisches:
RL, RM
51
2017
Fortuna Neubrandenburg, HC Empor Rostock
Klassenerhalt
Privates:
Student
Ledig
Fifa
Markus Baur, Oliver Kahn
Bolognese
Sprite
Wissenswertes:
Serien schauen
Fußball spielen.

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