Spielerportraits

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Felix, meist mit dem Spitznamen „Gisi“ gerufen, Gäßler – allein der Name ist in Süddeutschlands Handballhallen ein Begriff. So, als ob dieser Spieler schon viele Jahre in den höchsten Ligen mitwirkt und eher am Ende, denn am Anfang seiner Karriere steht. Doch es ist genau umgekehrt. Gerade einmal Anfang 20 ist der gebürtige Lahrer – erlebt hat er in seiner noch jungen Handball-Karriere allerdings schon viel. Höhenflüge und unzählige Höhepunkte wie seinen ersten Vertrag beim damaligen Zweitligisten SG Leutershausen im Alter von gerade einmal 18 Jahren, im zweiten A-Jugend-Jahr. Oder etwa diverse Einladungen zu DHB-Lehrgängen der deutschen Jugend-Nationalmannschaft. Aber auch bitterste, einsame Stunden und Monate nach fürchterlichen Rück- und Nackenschlägen.

 

Andre Melchert, Sportlicher Leiter der HSG Konstanz, nennt dann auch dies als einen Grund für seine Verpflichtung: „Felix verfügt trotz seines jungen Alters schon über ein gutes Stück Erfahrung.“ Der zweite: „Dazu ist er ein junger Spieler, der sehr viel erreichen will.“ Das wollte er schon als kleines Kind. Lange kannte sein Weg auch nur eine Richtung: ganz steil nach ganz oben. Mit der SG Ottenheim/Altenheim, seinem Jugendverein, erreichte er in der B-Jugend das Final Four um die deutsche Meisterschaft – und sicherte sich immerhin den Bronzerang. Anschließend ging es mit den Ortenauern in der A-Jugend-Bundesliga weiter – aber nur ein Jahr für Felix Gäßler. Der damalige Zweitligist SG Leutershausen war auf das große Talent mit dem brandgefährlichen Wurf aufmerksam geworden. Mit 17 Jahren folgte der Vertragsabschluss, mit 18, als eigentlich noch in der A-Jugend Spielberechtigter, gehörte er dem Kader des Zweitligisten an. Der spätere Wechsel zur SG Köndringen-Teningen war der nächste Schritt nach schweren Verletzungen, denn hier avancierte er trotz seines jungen Alters schnell zum Führungsspieler, zu einer tragenden Säule in Abwehr und Angriff. 102 Tore, alle aus dem Spiel heraus, konnte er als drittbester Schütze seines Teams in seiner Premierensaison für die SG erzielen. 101 Feldtore gingen auch in seiner zweiten Saison in Teningen auf sein Konto, damit war er mit einem Spiel weniger zweitbester Feldtorschütze der Breisgauer. Gäßler: „Ich habe mich gerade in der Abwehr noch einmal weiterentwickeln können. Ich wollte es mir selbst beweisen, dass ich eine Führungsrolle übernehmen kann, das ist auch der Anspruch an mich selbst.“

 

Untermauert hat er diese Ansprüche zudem mit sieben Toren gegen die HSG Konstanz im Südbaden-Derby für seinen alten Verein. „Felix Gäßler hat uns die Bälle im ganzen Tor verteilt“, hatte HSG-Cheftrainer Daniel Eblen damals beeindruckt registriert – die wohl beste Bewerbungsmaßnahme überhaupt. Gäßler lacht: „Das nicht, aber gegen den Spitzenreiter war ich schon heiß. Vor allem aber, weil mir im Hinspiel nur ein Tor gegen Konstantin Poltrum gelungen ist. Das sollte nicht noch einmal passieren und ich wollte beweisen, dass ich auch gegen ihn erfolgreich sein kann.“ Seinen harten, platzierten und sehr variantenreichen Wurf führt er auf unzählige Stunden zusätzliches Wurftraining nach dem Jugendtraining zurück. „Da hat sich abgezeichnet, dass mein Wurf etwas härter als bei anderen ist“, erklärt der Shooter lächelnd. Zudem sei viel Wert auf die individuelle Entwicklung der Spieler gelegt worden. Die Zeit in der Reha hat er zudem intensiv zur weiteren Verbesserung von Wurfstärke und -varianten genutzt, den Rhythmus mit täglichem morgendlichem Krafttraining und Mannschaftstraining am Abend hat er bis heute beibehalten. Vorher, in Zeiten unsicherer Zukunft mit der Perspektive Profihandball, hatte er ein Fernstudium in Wirtschaftsrecht begonnen, welches er in Konstanz zunächst fortführen wird. Andre Melchert beschreibt Gäßlers Stärken denn auch demgemäß: „Felix ist ein guter Rückraumspieler, der einen sehr guten Wurf hat, sich aber auch im Eins-gegen-eins durchsetzen kann. Außerdem kann er in der Abwehr im Innenblock decken. Er war uns wegen seiner Leistungen in Kronau, Leutershausen und Köndringen deshalb bestens bekannt und wird auch menschlich gut in unser Team passen.“

Rückraum
Felix Gäßler
Zur Person:
Felix Gäßler
Gisi
07.05.1994
Lahr/Schwarzwald
Deutsch
194 cm
101 kg
Handballerisches:
RL, RR
22
2016
SG Ottenheim/Altenheim, SG Leutershausen, SG Kronau/Östringen, SG Köndringen/Teningen
B-Jugend dritter Platz deutsche Meisterschaft, A-Jugend-Bundesliga, Zweitliga-Vertrag
Klasse halten
Eisenach
Privates:
Student
Ledig
Jetzt wahrscheinlich am Wasser liegen
Mikkel Hansen, Kobe Bryant
TuS Ottenheim
Gemischt
Gesetz der Rache
Spaghetti Carbonara
Apfelschorle
USA, Südfrankreich
Gib alles!
Wissenswertes:
Filme schauen
Basketball spielen.
Unbedingt gewinnen
es für mich eine neue schöne sportliche Herausforderung ist.
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