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Fünfter Neuzugang: HSG Konstanz verpflichtet Talent von Österreichs Serienmeister Hard

Fünfter Neuzugang: HSG Konstanz verpflichtet Talent von Österreichs Serienmeister Hard

Die HSG Konstanz rüstet sich nach dem Zweitliga-Aufstieg für die Herausforderungen im Bundesliga-Unterhaus mit einem fünften Neuzugang. Samuel Wendel wird die HSG in der stärksten zweiten Liga der Welt sowohl auf Linksaußen als auch auf der Spielmacherposition verstärken. Der 19-jährige österreichische Jugend-Nationalspieler von Serienmeister Alpla HC Hard unterschrieb zunächst einen Dreijahresvertrag bis 30. Juni 2019.

 

Zuvor hatte die HSG bereits Rechtsaußen Gregor Thomann, 198-facher Torschütze in der Saison 2015/16 (24, HBW Balingen-Weilstetten), den für 87 Tore verantwortlichen Kreisläufer Sebastian Bösing (21, TSG Haßloch) und den 101 Mal erfolgreichen Rückraumkanonier Felix Gäßler (22, SG Köndringen-Teningen) unter Vertrag genommen. Zusammen mit Chris Berchtenbreiter (22, SG Köndringen-Teningen), dem nach 135 Saisontoren besten Kreisläufer der 3. Liga Süd, nimmt der Zweitliga-Kader der HSG somit immer mehr Gestalt an.

 

Bei Samuel Wendel, einem echten Rohdiamanten mit großem Potenzial, müssen alle Beteiligten allerdings noch etwas Geduld mitbringen. Zweimal Himmel, Hölle und wieder zurück – so erging es dem mittlerweile 19-jährigen Talent bereits in sehr jungem Alter. Mit der U20-Mannschaft des HC Hard legte er eine furiose Saison 2014/2015 in der höchsten Nachwuchsspielklasse der Alpenrepublik auf das Parkett. Mit 116 Toren in 18 Partien – davon lediglich zwei Siebenmeter – war Samuel Wendel überhaupt nicht zu bremsen und mit großem Abstand erfolgreichster Nachwuchsspieler Österreichs aus dem Spiel heraus. Und auch in den anschließenden Playoffs startete er fulminant: 31 Tore in sechs Spielen. Kein Wunder, dass er nach der Berufung in die Auswahl Voralbergs auch die Einladung zur österreichischen Jugend-Nationalmannschaft erhielt und dort seine Leistung bestätigte. Soweit der erste Himmelssturm des gebürtigen Bregenzers. Im März 2015 war dieser abrupt beendet. Bei einem Spiel in Wien riss er sich das Kreuzband schwer an – das vorzeitige Saisonaus, das ihn die Torjägerkrone und seine Mannschaft das Weiterkommen in den Playoffs kostete.

 

Die gute Nachricht: es war nichts gerissen, es musste nicht operiert werden und der Muskelaufbau lief gut, sodass er relativ schnell wieder trainieren und spielen konnte. So durfte er schon zu Saisonbeginn 2015/16 wieder richtig angreifen und nutzte die Chance direkt, um in der ersten Mannschaft des fünfmaligen österreichischen Meisters – vier davon in Serie in den letzten vier Jahren – auf sich aufmerksam zu machen. Der Sprung von der Jugend direkt in den Erstliga-Kader des noch amtierenden österreichischen Meisters war geschafft. Doch der nächste Höllenschlund tat sich schon wieder für den 1,84 Meter großen und 82 Kilogramm schweren Außen- und Mittespieler auf. September 2015, Training in Hard nach tollem Saisonstart von Samuel Wendel in Österreichs 1. Bundesliga (HLA). Noch vor dem Kontakt mit einem Gegenspieler war es wieder passiert – und dieses Mal noch schlimmer. Kreuzbandriss und Einriss des Meniskus. Es folgte eine Operation.

 

Seitdem kämpft er sich mit Physiotherapie, Kraft- und Aufbautraining langsam wieder zurück zu alter Stärke. Letzte Woche erhielt er die Freigabe der Ärzte für die komplette Teilnahme am Mannschaftstraining. „Ich werde nun die Intensität langsam steigern“, sagt der Österreicher aus der Bodenseestadt Hard. Die HSG Konstanz gibt ihm die nötige Zeit zur vollständigen Genesung. Andre Melchert, Sportlicher Leiter der HSG, betont: „Wir wollen ihn behutsam, auch über die zweite Mannschaft, für unser Zweitliga-Team aufbauen.“ Nichtsdestotrotz ist er vom großen Potenzial Wendels überzeugt, der Konstanz „flexibel sowohl auf Linksaußen als auch auf der Spielmacherposition verstärken wird.“ Die Konstanzer waren überdies sehr angetan von den positiven und konstruktiven Gesprächen mit den Verantwortlichen der Vorarlberger. Mit Severin Englmann, dem Co-Trainer und Trainer der U20 der Harder, besitzt man einen aus seinen Bietigheimer Zeiten bekannten Ansprechpartner.

 

„Mir ist die Verbindung von Studium und Handball sehr wichtig“, erklärt der pfeilschnelle Flügel- und Aufbauspieler, der sich auch für Psychologie, Weltpolitik, Wirtschaft sowie Trainingslehre interessiert. „Das Modell der HSG, der Konstanzer Weg mit Kooperationen zur Förderung des Spitzensports mit beiden Konstanzer Hochschulen, hat mich dabei von Anfang an sehr überzeugt.“ Bald wird er an der Exzellenzuniversität Konstanz ein Studium der Wirtschaftswissenschaften aufnehmen und in die im Juni beginnende Saisonvorbereitung auf die stärkste zweite Liga der Welt einsteigen.

 

Den deutschen Handball verfolgt er allerdings schon länger intensiv. „Überall wo Österreicher spielen, fiebere ich selbstverständlich besonders mit“, schmunzelt der 19-Jährige. „Aber mein absolutes Lieblingsteam ist ohnehin die SG Flensburg-Handewitt“, lacht er. Dies vor allem, weil dort mit dem kroatischen Kreisläufer Krešimir Kozina ein alter Mannschaftskamerad auf Tor- und Titeljagd geht. „Das ist ein super Kerl, ich bin froh, mit ihm zusammen gespielt haben zu dürfen und habe einiges von ihm gelernt.“ Beim zuletzt viermal in Serie Meister gewordenen HC Hard hat zudem Magdeburgs Rechtsaußen Robert Weber, letztjähriger Bundesliga-Torschützenkönig, das Handballspielen erlernt.

 

Samuel Wendel möchte nun selbst Fuß in Deutschland fassen und freut sich auf die 2. Bundesliga in der größten Stadt am Bodensee. Wendel: „Für mich zählt zunächst nur gesund zu werden und zu bleiben. Anschließend möchte ich schnellstmöglich wieder auf mein altes Niveau kommen und mich stetig verbessern.“ Seine Handballbegeisterung hat dabei schon auf seine Familie übergegriffen. „Die war zunächst überhaupt nicht Handball-affin“, lächelt er, „aber mittlerweile sind alle total handballverrückt.“ Seine Eltern und seine Schwester freuen sich ebenso wie die HSG Konstanz schon darauf, wenn ihr großes Juwel wieder „mit Freude auf der Platte steht.“ Bei der „Wahnsinns-Kombination“, wie er den Handballsport nennt, „aus Athletik, Kraft, Schnelligkeit, Spielverständnis“.

 

Ein weiterer Grund für seine Entscheidung für die HSG Konstanz und einer, der ihn hinsichtlich der Mission Klassenerhalt in der zweiten Liga positiv stimmt, hat ihm beim Besuch eines der letzten Heimspiele besonders imponiert: „In der Halle geht es wie bei uns zu. Die Fans sind voll dabei und stehen eindrucksvoll hinter ihrem Team. Und auch wenn es vielleicht nicht jedem auffällt: für mich war es toll zu sehen, wie sehr hier das Team zusammenhält. Selbst bei einem Fünf- oder Acht-Tore-Vorsprung steht die komplette Bank, wenn etwa der Torwart einen Ball hält.“ Ein wichtiges Zeichen für das ehrgeizige Talent, der Wert auf guten Teamgeist legt. „Nur zusammen kann man erfolgreich sein, deshalb freue ich mich riesig auf diese tolle Mannschaft“, denn, so der erste Österreicher im HSG-Trikot weiter, „während in der HLA ein enormes Leistungsgefälle zwischen den Topteams und dem Rest der Liga herrscht, geht es in der 2. Bundesliga extrem ausgeglichen zur Sache. Da muss man die ganze Saison konstant sein und in jedem Spiel total zusammenhalten.“

 

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