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Konstanz freut sich auf die 2. Bundesliga: HSG kehrt mit viel Euphorie zurück

Konstanz freut sich auf die 2. Bundesliga: HSG kehrt mit viel Euphorie zurück

Das Team der HSG Konstanz in der 2. Handball-Bundesliga 2016/2017:

Hintere Reihe von links: #28 Chris Berchtenbreiter, #4 Benjamin Schweda, #27 Samuel Wendel, Jonas Löffler, #21 Manuel Both, #5 Marius Oßwald, #22 Felix Gäßler, Mentaltrainer Tarek AminAthletiktrainer Björn Gentner, Sportlicher Leiter und Co-Trainer Andre Melchert

Mittlere Reihe von links: Physiotherapeut Marc Götz, Mannschaftsarzt Dr. Tobias Payer, #42 Sebastian Bösing, #24 Tim Jud, #11 Michael Oehler, #7 Mathias Riedel, #17 Felix KrügerTalenttrainer Tobias Eblen, Cheftrainer Daniel Eblen, Mannschaftsverantwortlicher Dr. Thomas Binninger, Mannschaftsarzt Dr. Dietmar Sauter

Vordere Reihe von links: #18 Alexander Lauber, #20 Fabian Maier-Hasselmann, #6 Gregor Thomann, #1 Maximilian Wolf, #16 Patrick Glatt, #12 Konstantin Poltrum, #10 Matthias Stocker, #15 Paul Kaletsch, #3 Fabian Schlaich

Auf dem Bild fehlen: #72 Stefan Hanemann, #9 Simon Flockerzie

 

Handball ist schnell, dynamisch und spannend – oft bis zur letzten Sekunde. Wenn dies eine Mannschaft unter Beweis gestellt hat, dann die HSG Konstanz. Mit einer unglaublichen Moral und Nervenstärke feierte die HSG in der letzten Saison mit eindrucksvollem Teamgeist viele große Siege. Nach der mit 46:14 Punkten letztlich frühzeitig gesicherten Süddeutschen Meisterschaft scheinen nun ganz Konstanz und die gesamte Region nach großen Spitzensport-Events zu lechzen. Die Freude über die Rückkehr nach 12 Jahren in die als stärkste zweite Liga der Welt geltende 2. Handball-Bundesliga ist förmlich greifbar. Neben einem neuen Dauerkartenrekord schon Wochen vor Saisonbeginn steigt die Nachfrage nach Tickets für die ersten Heimspiele spürbar an – mit Anfragen aus ganz Süddeutschland. Am Samstag um 20 Uhr erfolgt nach insgesamt elf Wochen der Vorbereitung der Zweitliga-Startschuss mit einem Schlagerspiel zum Saisonauftakt in eigener Schänzle-Sporthalle gegen Erstliga-Absteiger und Europapokalsieger TuS N-Lübbecke.

 

Groß ist dabei nicht nur die Vorfreude, sondern auch der Respekt vor der neuen Spielklasse. 20 Mannschaften umfasst die im Gegensatz zur dreijährigen Zugehörigkeit zum Bundesliga-Unterhaus von 2001 bis 2004 nun eingleisige, sich über das ganze Bundesgebiet erstreckende zweite Liga. Für die HSG Konstanz als südlichster Verein Deutschlands bedeutet das eine enorme logistische Herausforderung. Sage und schreibe 20414 Kilometer muss das Team von Trainer Daniel Eblen zu den 19 Auswärtsspielen bewältigen und ist damit Deutschlands „Reisemeister“. Keine andere Mannschaft in den großen Teamsportarten muss mehr reisen in der Bundesrepublik. Im Schnitt ist die HSG für jedes Spiel über 1000 Kilometer in die Fremde unterwegs.

 

In einer Liga, die viele reine Profimannschaften beherbergt, setzt der Verein aus der größten Stadt am Bodensee dabei auf ein einzigartiges Konzept: den „Konstanzer Weg“. In Kooperation mit der Exzellenzuniversität und der Fachhochschule Konstanz (HTWG) vergibt die HSG exklusive Stipendien an junge, leistungsbreite Talente. Der Schlüssel zum Erfolg ist zudem eine ähnlich bemerkenswerte Kontinuität in der Vereinsführung und sportlichen Leitung. Handball am Bodensee ist eng mit dem Namen der Familie Eblen verknüpft. Otto Eblen ist seit 1991 Präsident, sein Sohn Daniel seit Anfang 2004 Cheftrainer der ersten Mannschaft, Ottos Sohn Tobias der vor allem für das Individualtraining zuständige Talenttrainer.

 

A-Lizenzinhaber Daniel Eblen steht somit vor seiner 14. Spielzeit als Kommandoeber an der Seitenlinie und wird sich den ausgebufften Profis mit einer der jüngsten Mannschaften der 2. Bundesliga stellen. Gerade einmal 23 Jahre alt ist das Team im Durschnitt, dessen erweiterter 22-Mann-Kader aus 19 Studenten, einem Auszubildenden und zwei Berufstätigen besteht. Dabei baut er auf die phänomenale Unterstützung des lautstarken, begeisterungsfähigen Publikums im heimischen Hexenkessel „Schänzle-Hölle“. Mit mehr als 1000 Zuschauern bei jedem Heimspiel war die HSG wie schon seit vielen Jahren auch in der letzten Spielzeit erneut Zuschauerkrösus der 3. Liga Süd.

 

Gerade die intensive Jugendarbeit, dank der immer wieder Talente aus dem eigenen Nachwuchs den Sprung in die erste Mannschaft schaffen, trägt zur großen Identifikation der treuen Konstanzer Fans bei. In jeder Altersklasse, von der A-Jugend-Bundesliga bis hinunter zu den Kleinsten ist die HSG Konstanz seit langen Jahren stets in der jeweils höchsten Liga vertreten. Ein anspruchsvolles Kunststück, das selbst einigen Erstligisten nicht gelingt. Für den talentierten Nachwuchs bietet darüber hinaus im Aktivenbereich das in der viertklassigen Oberliga-Baden-Württemberg als einzige Reservemannschaft der Liga antretende Perspektivteam eine Plattform auf hohem Niveau. Auch diesen leistungsstarken Unterbau können nur wenige Vereine vorweisen.

 

Dennoch ist man sich im Konstanzer Lager über die Schwere der Aufgabe bewusst, das Saisonziel zu erreichen. „Als Aufsteiger ergibt sich das von alleine“, sagt Andre Melchert, seit 2009 Co-Trainer und seit 2014 auch Sportlicher Leiter, „es kann nur der Klassenerhalt in einer saustarken 2. Bundesliga sein. Außerdem wollen wir weiter mit unserer schnellen, sehr attraktiven Spielweise die Zuschauer begeistern und unsere Talente als Team und Persönlichkeiten weiterentwickeln.“ Dafür hat er die ohnehin sehr junge Mannschaft mit einigen ehemaligen Jugend- und Juniorennationalspielern noch einmal mit fünf jungen Talenten verstärkt.

 

Neben Sebastian Bösing (21, TSG Haßloch), einem jungen Kreisläufer mit Gardemaß (1,94 Meter groß, 103 Kilogramm schwer) fand mit Felix Gäßler (22, SG Köndringen-Teningen) ein brandgefährlicher, zuletzt 101 Mal erfolgreicher Rückraumschütze, den Weg ans Schänzle. Ebenfalls aus der 3. Liga stieß sein Mannschaftskollege Chris Berchtenbreiter zur HSG. Der 22-jährige bullige Kreisspieler kam mit der Empfehlung von 135 Saisontoren nach Konstanz – die beste Ausbeute eines Kreisläufers der gesamten 3. Liga, womit er sogar neuntbester Feldtorschütze der Liga war. Mit Gregor Thomann (24, HBW Balingen-Weilstetten) konnte sich die HSG einen jungen Rechtsaußen angeln, der bereits über die Erfahrung einiger Erstliga-Einsätze für Balingen verfügt. Zudem war er der wohl beste Rechtsaußen der 3. Liga und 198 Mal erfolgreich – fünftbester Ligawert. Dazu kommen mit Samuel Wendel (19, HC Hard) ein österreichischer Jugend-Nationalspieler, der vor seiner Verletzung der beste Nachwuchsspieler der Alpenrepublik war und Torwart-Rückkehrer Patrick Glatt (31, HSC Keuzlingen). Der ehemalige HSG-Kapitän wollte nach zwei Jahren in der benachbarten Schweiz eigentlich seine Handball-Karriere vor dieser Saison beenden, nimmt nun aber den Platz des bei einem DHB-Lehrgang schwer am Knie verletzten Junioren-Nationaltorwarts Stefan Hanemann ein, der noch einige Monate ausfallen wird.

 

Nach einer guten Vorbereitung mit starken Ergebnissen gegen Erstligisten bei zahlreichen Testspielen und Turnieren und ohne größere Verletzungen ist die Zuversicht, das gesteckte Ziel erreichen zu können, bei allen Akteuren vorhanden. Melchert betont entschlossen: „Wir wissen, dass es schwer wird und wir nie aufgeben dürfen, auch bei einem möglichen größeren Rückstand. Aber wenn man nicht an seine Chance glaubt, braucht man erst gar nicht erst anzutreten. Wir vertrauen unseren Jungs und wissen um unsere Stärke als sehr homogen besetztes Team mit ganz besonderem Mannschaftsgeist.“ Zum Saisonstart erwartet seine talentierte Mannschaft den Meisterschaftsfavoriten schlechthin. Der TuS N-Lübbecke möchte den „Betriebsunfall“ Bundesliga-Abstieg mit einem stark besetzten Kader mit klangvollen Namen schnellstmöglich beheben. Mit großer Kulisse und enthusiastischen Fans im Rücken hofft Konstanz auf die kleine Chance als großer Außenseiter gegen den dreimaligen Europapokalsieger und ehemaligen DHB-Pokalsieger. Ein Kracher zur Rückkehr in die 2. Handball-Bundesliga, wie er schöner und spektakulärer nicht hätte sein können. „Wir haben nichts zu verlieren und freuen uns einfach nur auf dieses tolle Highlight“, sagt Melchert mit einem Lächeln.

 

Der Kader der HSG Konstanz, in Klammern der Jahrgang:

Torhüter: Maximilian Wolf (93), Konstantin Poltrum (94), Patrick Glatt (84), Stefan Hanemann (96)

Rückraum: Benjamin Schweda (94), Mathias Riedel (88), Matthias Stocker (88), Michael Oehler (93), Paul Kaletsch (92), Felix Krüger (94), Felix Gäßler (94), Tim Jud (94)

Linksaußen: Fabian Schlaich (91), Samuel Wendel (96)

Rechtsaußen: Gregor Thomann (92), Alexander Lauber (93), Fabian Maier-Hasselmann (90)

Kreisläufer: Marius Oßwald (92), Simon Flockerzie (85), Manuel Both (95), Chris Berchtenbreiter (93), Sebastian Bösing (94).

Das Funktionsteam:

Trainer: Daniel Eblen, Sportlicher Leiter und Co-Trainer: Andre Melchert, Athletik-Trainer: Björn Gentner, Talent-Trainer: Tobias Eblen, Mental-Trainer: Tarek Amin, Mannschaftsverantwortlicher: Dr. Thomas Binninger, Physiotherapeut: Marc Götz, Mannschaftsärzte: Dr. Tobias Payer und Dr. Dietmar Sauter.

 

Das erste Zweitligaspiel:

  • Samstag, 3. September, 20 Uhr, Saisonstart 2. Bundesliga: HSG Konstanz – TuS N-Lübbecke

 

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