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HSG-Trainer Daniel Eblen: „Mut, aggressiver zu sein, hat gefehlt“

HSG-Trainer Daniel Eblen: „Mut, aggressiver zu sein, hat gefehlt“

Die HSG Konstanz steckt derzeit in einer schwierigen Situation. Nur neun Feldspieler konnte A-Lizenzinhaber Daniel Eblen aufgrund von sieben Ausfällen zuletzt bei Tabellenführer TuS N-Lübbecke aufbieten, dazu muss die HSG zum Start in die Rückrunde die Top drei der 2. Handball-Bundesliga direkt nacheinander bewältigen.

 

Im Gespräch mit HSG-Pressesprecher Andreas Joas analysiert der 42-Jährige gebürtige Konstanzer, der seit 2004 als Sohn von HSG-Präsident Otto Eblen Cheftrainer der ersten Mannschaft ist, die Niederlage in Lübbecke und spricht über die Verletzungsmisere sowie die Rolle der HSG-Fans im ersten HSG-Heimspiel des Jahres 2017 gegen den TV Hüttenberg am Freitag, 20 Uhr.

 

Dani, was hat unter schwierigsten Bedingungen nach einer ordentlichen ersten Halbzeit am Ende doch zur klaren 26:37-Niederlage beim nun seit sage und schreibe 80 Zweitliga-Heimspielen in Folge ungeschlagenen Ligaprimus Nettelstedt-Lübbecke geführt?

 

Tatsächlich haben wir in der ersten Halbzeit ganz gut gespielt, vor allem im Angriff. In der Abwehr hat aber ein bisschen der Mut gefehlt, aggressiver zu sein. Natürlich waren wir körperlich klar unterlegen, aber das hätte man vielleicht durch noch mehr Aggressivität wettmachen können. In der zweiten Hälfte waren dann einfach die Energie und das Momentum auf der Seite von Nettelstedt. Man hat wirklich gemerkt, dass dies nächste Saison wieder eine Erstliga-Mannschaft sein wird. Wir hingegen konnten heute nicht so viel wechseln wie sonst, gerade im Rückraum und im Innenblock, da hat uns natürlich irgendwann die Kraft gefehlt, um weiter wirklich dagegenzuhalten.

 

Die Offensive ordentlich, die Deckung weniger, vor allem mit schwindenden Kräften, kann man das so zusammenfassen?

 

Auch schon in der ersten Halbzeit sind 19 Gegentore einfach viel zu viel. Das war schon unser Problem, wir haben ein wenig zu brav gespielt. So bekommt man die körperliche Überlegenheit des Gegners nicht verteidigt, vor allem nicht in der 6:0-Formation.

 

Hat sich hier das Fehlen, auch im Hinblick auf die körperliche Präsenz, der beiden Anker Mathias Riedel und Chris Berchtenbreiter in Abwehr und Angriff besonders deutlich offenbart?

 

Klar, es hätte uns sehr geholfen, wenn wir die beiden dabei gehabt hätten. Allerdings hätten wir es selbst mit unserer zur Verfügung stehenden Formation besser spielen können und auch sollen. Da haben wir sicher etwas gelernt und wissen, dass das besser werden muss.

 

Personell ist die aktuelle Lage schon sehr angespannt und schwierig, gerade für einen Aufsteiger, der einen ohnehin schon jungen und unerfahrenen Kader aufbietet.

 

Natürlich, wenn neben den drei verletzten Kreisläufern auch noch zwei Rückraumspieler fehlen wird es schon knapp, auch in der Deckung. Alle, die fehlen, sind ja auch wichtige Abwehrspieler. Wir müssen schauen, wie sich das entwickelt.

 

Die Gegner werden mit dem Tabellenzweiten Hüttenberg und dem Dritten Bietigheim zwar nicht leichter, aber am Freitag, 20 Uhr, steht endlich wieder eine volle Schänzle-Hölle hinter der HSG. Die Fans sind gerade in dieser Situation sicher ein eminent wichtiger Faktor.

 

Das hilft ungemein und gibt hoffentlich wieder Mut, von Anfang an richtig in das Spiel zu kommen, auch defensiv. Nach einer doch sehr langen Zeit und in der aktuellen Situation ist es jetzt wichtig für uns, wieder einmal daheim zu spielen. Wir freuen uns alle darauf.

 

Noch ein kurzer Blick auf das Heimspiel am Freitag, 20 Uhr, gegen den Tabellenzweiten Hüttenberg. Was kommt da auf das junge HSG-Team zu?

 

Das ist die Mannschaft, die am wenigsten Fehler in dieser Liga macht und am konstantesten spielt. Dazu verfügt Hüttenberg über mit die beste Abwehr der Liga und ein hervorragendes Gegenstoßspiel. Das wird sehr schwer gegen diese Mannschaft zu bestehen, trotz Heimvorteil. Ich gehe davon aus, dass Hüttenberg wie Lübbecke am Ende in die 1. Bundesliga aufsteigen wird. Wir haben zwar das Hinspiel gewonnen, wissen natürlich aber um die nun völlig andere Ausgangssituation. Grundvoraussetzung ist immer, dass wir in der Abwehr wieder stabiler stehen.

 

Fragen: Andreas Joas

 

 

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