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„Habe vollstes Vertrauen in meine Jungs“: HSG vor Duell gegen direkten Konkurrenten Hamm

„Habe vollstes Vertrauen in meine Jungs“: HSG vor Duell gegen direkten Konkurrenten Hamm

In guter Form und gegen Hamm wieder als kluger Taktgeber gefordert: HSG-Spielmacher Tim Jud.

 

2. Handball-Bundesliga:

HSG Konstanz – ASV Hamm-Westfalen

(Samstag, 20 Uhr, Schänzle-Sporthalle)

 

Noch fünf Spiele stehen in der 2. Handball-Bundesliga für die HSG Konstanz auf dem Programm – bis auf das letzte Heimspiel gegen Eisenach allesamt gegen direkte Konkurrenten im Abstiegskampf. Nach einem spielfreien Wochenende sind die Akkus aufgeladen und die Kräfte für den Saisonendspurt gebündelt, wie HSG-Cheftrainer Daniel Eblen verrät. Am Samstag, 20 Uhr, erwartet er mit dem ASV Hamm einen Kontrahenten, der zu diesem Zeitpunkt von sämtlichen Experten nie und nimmer auf Tabellenplatz 16 verortet wurde.

 

Dabei war sie im August noch völlig in Ordnung, die Handball-Welt in Westfalen beim hochprofessionell arbeitenden ASV Hamm. In der ersten Runde des DHB-Pokals wurde der inzwischen als Aufsteiger in die 2. Handball-Bundesliga feststehende Westdeutsche Meister Neusser HV – bei sage und schreibe 59:1 Punkten – mit 30:23 bezwungen und im anschließenden Finale des kleinen Final-Four-Turniers dem THW Kiel bei der 25:35-Niederlage ordentlich Paroli geboten.

 

Die Euphorie war riesig, die Zielsetzung klar und unmissverständlich: Es sollte dorthin gegen, wo man schon in der Saison 2010/11 gespielt hatte – nach oben, in die stärkste Liga der Welt. Doch in der nordrhein-westfälischen 180000-Einwohner-Stadt kehrte schnell Ernüchterung ein. Nur einmal, am dritten Spieltag, rangierte man besser als auf dem 14. Tabellenplatz (Rang elf). Das klare Ziel Aufstieg musste somit schon bald begraben werden. Das Problem des Spitzenteams, das nach Platz fünf in der letzten Saison die Top drei und den Aufstieg anvisiert hatte liegt dabei auf der Hand. Ginge es nur nach der Bilanz in der eigenen Halle, wäre der ASV voll im Plan. Beeindruckende 26:8 Punkte bedeuten die drittbeste Bilanz der Liga – Aufstiegsplatz. Die Ausbeute auf fremdem Parkett ist es, was dem eigentlichen Spitzenteam Abstiegs- statt Aufstiegskampf beschert hat. 2:30 Punkte und kein einziger Auswärtssieg lassen Hamm in der Auswärtstabelle auf dem vorletzten Platz rangieren.

 

Wie auch für Stefan Hanemann, der den ASV als „superstarke Mannschaft“ einstuft, ist auch für Daniel Eblen dieser eklatante Unterschied zwischen Heim- und Gastspielen nicht zu erklären. „Aber“, so gibt er zu bedenken, „wir sehen doch in den letzten Wochen, wie schwer es für alle Teams ist, auch die, die ganz oben stehen, in der Fremde zu punkten. Es liegt alles ganz dicht beisammen, da ist der Tabellenplatz völlig uninteressant und wenig aussagekräftig. Alleine wenn man nun sieht, dass wir zu diesem Zeitpunkt vor einer Mannschaft wie Hamm liegen, zeigt das, dass wir unsere Aufgaben als Aufsteiger bislang sehr gut gelöst haben.“

 

Das letzte Auswärtsspiel in Essen einmal ausgenommen, das Eblen nach 38 Gegentoren noch einmal eingehend analysiert, danach im Training die Abwehrarbeit ganz besonders in den Fokus gestellt hat und insbesondere im taktischen Bereich intensiv arbeiten ließ. Dennoch stellt der A-Lizenzinhaber klar: „Es war aber nicht so schlecht, wie es die hohe Anzahl der Gegentore vermuten lassen. Essen hat eben auch sehr gut angegriffen und wir haben uns gegen die 5:1-Abwehr doch zu viele Bälle abluchsen lassen, die dann zu Gegenstößen geführt haben.“ Mit Blick auf die nächste schwere Aufgabe vor den eigenen Fans fügt er aber überzeugt an: „Das können wir definitiv viel besser.“

 

Das wird gegen einen Gegner, der sich nach der Entlassung des bisherigen Trainers Niels Pfannenschmiedt im Februar und der Übernahme durch Stephan Just merklich stabilisiert hat, dringend nötig sein. Denn neben einer beeindruckenden Siegesserie in heimischer Halle konnte Hamm seitdem auch in der Fremde in Friesenheim und Essen die ersten beiden Punktgewinne feiern. In den übrigen Auswärtspartien war der Ex-Erstligist zudem ganz dicht dran an weiteren Zählern.  Emsdetten, Bietigheim und Dessau hatten größte Mühe, um gegen die Ostwestfalen knapp die Oberhand zu behalten, die mit 16:12 Punkten – siebtbester Ligawert – eine starke Rückrunde absolvieren.

 

„Hamm kann 60 Minuten Vollgas gehen und tut das auch“, zeigt der HSG-Coach großen Respekt vor Hamm und verweist auf den  „wurfgewaltigen Rückraum, kluge Spielmacher, Kreis- und Außenspieler, ein komplettes, gutes Team.“ Im Rückraum sticht besonders der neuverpflichtete österreichische Nationalspieler Christoph Neuhold heraus, der bereits 194 Mal erfolgreich war, sowie Junioren-Nationalspieler Björn Zintel, der als Regisseur selbst bereits 99 Tore vorweisen kann. Dazu kommt Linksaußen Joscha Ritterbach (113 Treffer), der den ASV am Saisonende zum amtierenden EHF-Pokalsieger Frisch Auf Göppingen verlassen wird. „An das Hinspiel werde ich mich noch länger erinnern. Da hat man gesehen, zu was ein Spitzenteam in der 2. Bundesliga imstande ist“, blickt Eblen ungern auf die 23:35-Pleite im Hinspiel zurück, als die HSG komplett chancenlos war. Ganz im Gegensatz zu Hamms Torwart Dennis Doden auf dem Ratestuhl. Der scheidende Keeper, der am Saisonende zu seinem Heimatverein Wilhelmshavener HV zurückehrt, erspielte sich letzte Woche bei der RTL-Show „Wer wird Millionär“ mit Günther Jauch 32000 Euro.

 

Doch die Vergangenheit interessiert den Konstanzer Übungsleiter wenig. „Wir müssen unser Spiel wieder dominanter aufziehen und bestimmen, wohin es geht“, sagt er, „obwohl ich weiß, wie schwer es ist, dieses Vorhaben umzusetzen – aber unmöglich ist sowieso nichts.“ Vor allem in eigener Halle, in der die HSG zuletzt viermal in Folge und insgesamt schon neunmal erfolgreich war. „Unsere Fans machen uns immer stärker“, möchte sich der seit 2004 für die erste Mannschaft verantwortliche Übungsleiter für die „fantastische Unterstützung“ von im Schnitt knapp 1300 Fans bedanken. „Selbst als wir klar verloren haben und wir in den Schlussminuten nur noch von sieben auf sechs Tore verkürzen konnten, wurde jedes Tor gefeiert. Das macht es den Jungs unglaublich leichter und nimmt viel Druck weg.“

 

Ohnehin merkt er an, dass das Spiel zwar wichtig, aber auch nicht vorentscheidend sei. „Wir können aber mit einer euphorischen Leistung mit den Fans im Rücken schon etwas erreichen“, so Eblen. Hamm könnte der erste Schritt sein auf dem Weg zum großen Ziel. „Ich habe vollstes Vertrauen in meine Jungs“, hält Eblen mit Blick auf die entscheidenden Wochen fest und erklärt: „Wir haben gezeigt, zu was wir in der Lage sind, haben einige Spitzenteams schlagen können.“ Natürlich sei immer die Tagesform entscheidend, aber: „Ich merke, wie konzentriert sie alle in jeder Trainingseinheit sind. Jeder möchte im persönlichen Gespräch wissen, was er noch besser machen kann.“

 

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