bl saison

Berichte

Derby daheim: HSG erwartet Tabellenzweiten Bietigheim mit Torfabrik der Liga

Mathias-Riedel-HSG-Konstanz-Eisenach-Jubel

Endlich wieder jubeln, hier Mathias Riedel, und sei es nur über eine gute Leistung: Die HSG Konstanz strebt im Derby gegen Bietigheim nach Wiedergutmachung.

 

2. Handball-Bundesliga:

HSG Konstanz – SG BBM Bietigheim

(Freitag, 20 Uhr, Schänzle-Sporthalle)

HSC 2000 Coburg – HSG Konstanz

(Sonntag, 17 Uhr, HUK-Coburg-Arena)

 

Nach dem Derby ist vor dem Derby: Nur zwei Baden-Württemberg-Duelle gibt es in der 2. Handball-Bundesliga für die HSG Konstanz und innerhalb von nur sechs Tagen folgen diese beiden heißen Schlagabtäusche hintereinander. Für die HSG geht es mit einer heißen Atmosphäre im Rücken am Freitag, 20 Uhr, in der Schänzlehölle nach dem „richtig schlechten Spiel in Balingen“, so Cheftrainer Daniel Eblen, dabei auch um Wiedergutmachung, obwohl mit dem Tabellenzweiten Bietigheim einer der heißesten Aufstiegskandidaten überhaupt im Konstanzer Hexenkessel erwartet wird. Am Sonntag, 17 Uhr, steht am zweiten Doppelspieltag der Saison in den harten Topspielwochen der schwere Gang zum Erstliga-Absteiger Coburg bevor.

 

Aber zunächst soll vor allem den eigenen Fans, die für ihre großartige Unterstützung und die Partystimmung, die sie der trotz der Zehn-Tore-Niederlage auf der Schwäbischen Alb verbreiteten, und dafür von allen Seiten gelobt wurden, wieder der die HSG auszeichnende Kampf und große Leidenschaft geboten werden. „Die Art und Weise der Niederlage in Balingen war nicht okay“, sagt Daniel Eblen. „Es wurden einige Gespräche geführt.“ Schwerstarbeit wird im zweiten Derby binnen einer Woche vor allem auf die Deckung der Gastgeber zukommen, denn Bietigheim ist mit 344 Toren in elf Partien die Torfabrik der Liga. 31,27 Treffer erzielen die Schwaben pro Partie – Bestwert in der 2. Bundesliga. Tempo- und Offensivhandball vom Feinsten also, der von der Konkurrenz zu Recht immer wieder als der schnellste Ball der Liga bezeichnet wird.

 

Dafür verfügt SG-Trainer Hartmut Mayerhoffer, in Friedberg zusammen mit Fabian Maier-Hasselmann Drittligameister geworden, exquisites Personal. Neben dem litauischen Nationalspieler Gerdas Barbaskas, Junioren-Europameister und Vizejuniorenweltmeister Robin Haller, der zusammen mit Matthias Stocker in Rietheim aufgewachsen ist, dem ehemaligen Zweitliga-Torschützenkönig Christian Schäfer und dem langjährigen Balinger Erstligaspieler Felix König – Jugend-Europameister und Junioren-Weltmeister – hervorragendes Offensivpotenzial. Umso bemerkenswerter, dass Domenico Ebner, früher zusammen mit Chris Berchtenbreiter und Felix Gäßler in Köndringen-Teningen aktiv, von den Torhütern, die mehr als nur Kurzeinsätze vorzuweisen haben, keiner eine bessere Quote vorweisen kann. Fast 38 Prozent der Würfe auf sein Tor pariert Ebner, 136 Paraden gegen schon auf sein Konto.

 

„Es geht vor allem darum“, blickt Eblen voraus, „dass wir wieder unsere Leistung finden. Auf ein sehr gutes Spiel gegen Wilhelmshaven haben wir ein ganz schlechtes beim HBW folgen lassen.“ Deshalb muss man besser in das Spiel finden und sich die zuletzt erarbeitete Sicherheit zurückholen, meint der A-Lizenzinhaber. Keine leichte Aufgabe gegen ein Team, das „speziell im Tempospiel extrem gefährlich ist. Da ist bei allem Risiko so viel Selbstvertrauen da, dass jeder Pass ganz genau ankommt. Eine top besetzte Mannschaft aus jungen und erfahrenen Spielern“, zählt der 43-Jährige auf. Über welch enormes Potenzial und in welch guter Form sich Bietigheim befindet, zeigt der 41:19-Sieg gegen den EHV Aue vor Wochenfrist – nach einem 20:6-Halbzeitstand. Der höchste Saisonsieg in dieser Zweitligasaison und Bietigheimer Rekordergebnis in der 2. Liga.

 

Wie schon vor dem ersten Derby sind auch dieses Mal die Rollen klar verteilt. Nur etwas mehr möchte man am Bodensee aus der Außenseiterchance schon machen. „Die Unterstützung unserer Fans ist immer großartig, gerade auch in Balingen zuletzt“, unterstreicht Eblen. „Die haben nicht vergessen, wo wir herkommen und dass wir im Gegensatz zu unseren Gegnern keine Vollprofis haben. Hätte man vor zwei Jahren gesagt, es kommt zu einem Punktspiel zwischen dem HBW und der HSG, man hätte doch abgewunken.“ Dass Niederlagen nun mehr diskutiert seien, „zeigt“, fährt er fort, „dass man uns mehr zutraut.“ Doch seine junge Mannschaft habe den Spagat von einem Heimspiel gegen einen Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt zu einem Auswärtsspiel bei einem Aufstiegsfavoriten nicht geschafft. „Da müssen wir anders spielen und dürfen nicht schon in den ersten Minuten zwei ganz schnelle Abschlüsse nehmen und drei Fehlpässe produzieren, die zu Kontern führen. Wir sind uns selbst im Weg gestanden.“

 

Mit einer Studentenaktion, die an diesem Abend für auf zehn Euro nochmals ermäßigten Eintritt zusätzlich ein Freigetränk erhalten, Gutscheinen für Mineralwasser für alle am AOK-Stand, wieder erlaubten Getränken und Speisen auf der Tribüne, kostenloser Kinderbetreuung und einem die Pressekonferenz ergänzenden Fantalk soll das zweite Derby zu einem Handball-Fest werden. „Dafür dürfen uns nicht so viele technische Fehler unterlaufen“, macht der HSG-Coach deutlich, „das wäre gegen Bietigheim tödlich.“ In Balingen waren es für Eblen genau die zehn Tore, die der HBW über die erste und zweite Welle mehr erzielt hat, die sich am Ende im Ergebnis niederschlagen.

 

Nur zwei Tage später gehen die Topspielwochen für die HSG ohne Pause weiter. Am Sonntag, 17 Uhr, muss sich die HSG Konstanz beim Erstliga-Absteiger HSC 2000 Coburg beweisen. Einstellen muss sich Konstanz dabei auf ein tolles Publikum, „erfahrene Akteure sowie schnelle Außen und eine Physis im Rückraum, die in der Liga ihresgleichen sucht“, so der Konstanzer Übungsleiter. Zwar kann sich Coburg zudem auf stabile 6:0-Deckung verlassen, mit etwas Verletzungssorgen ist der Druck nach bislang „nur“ 13:9 Punkten, verbunden mit dem zehnten Tabellenplatz, in Oberfranken zuletzt deutlich gestiegen. Die Gelb-Blauen vom Bodensee können sich vor allem den 29:27-Coup im Februar in Bietigheim in Erinnerung rufen, und als Beispiel dafür nehmen, dass es immer eine Chance gibt – und sei sie noch so klein. Die letzte Niederlage es HSC 2000 Coburg in der 3. Liga, bevor der Durchmarsch in die erste gelang, gab es übrigens in Konstanz (18:19).


Das brandneue HSG-Magazin zum Download

 

Alle Stories, alle Infos, exklusive Inhalte: Das neue HSG-Magazin

Jetzt im neuen Layout!

 

Zu Gast beim Topfavoriten: U23 Außenseiter im Tops...
„Studis welcome“: Specials und Aktionen beim heiße...

Ähnliche Beiträge

Rothaus

a2r:media

Böhm Sport Konstanz

CineStar

Doser

Kempa

Randegger

Schwarz Aussenwerbung

Südstern - Bölle

 

sponsoren aesculap

Buecheler und Martin

club aktiv

Ingun

Playlifesports/Tipico

Spar- und Bauverein Konstanz eG

Stadtwerke Konstanz

Volksbank Konstanz

SÜDKURIER

   

 

Facebook

Instagram

 

Twitter

YouTube

2. Handball-Bundesliga



HBL Kampagne
HBL Kampagne