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Derby beim Erstliga-Absteiger: HSG fiebert Duell in Balingen entgegen

Felix-Krueger-Felix-Gaessler-Chris-Berchtenbreiter

Harter Kampf, Emotionen und eine stimmungsvolle Kulisse: Bei Erstliga-Absteiger Balingen-Weilstetten werden Felix Krüger, Felix Gäßler und Chris Berchtenbreiter (von links) gegen große Namen eng zusammenarbeiten müssen.

 

2. Handball-Bundesliga:

HBW Balingen-Weilstetten – HSG Konstanz

(Samstag, 19 Uhr, Sparkassen-Arena)

 

Die einen brauchen jeden Punkt für den Aufstieg, die anderen für den Klassenerhalt. Nur 100 Kilometer trennen Balingen und Konstanz – keine Reise ist kürzer für die HSG und auch der HBW hat es nur zu einem Spiel in der Fremde näher. Hinzu kommen viele Verbindungen zwischen beiden Vereinen und eine ähnliche Ausrichtung. Es knistert vor dem Duell der Schwaben gegen die Südbadener und die Vorfreude in beiden Fanlagern ist spürbar vor dem ersten Derby seit 2004 zwischen dem HBW Balingen-Weilstetten und der HSG Konstanz.

 

„Das wird ein tolles Spiel mit einem tollen Rahmen“, freut sich HSG-Cheftrainer Daniel Eblen auf das Duell mit dem Verein, bei dem er vor Jahren bei seiner A-Lizenz-Ausbildung hospitiert hatte. Wie für Eblen bekommt die Partie auch beim Ex-Balinger Fabian Schlaich, der nun nach seiner Rückkehr nach langer Verletzungspause wieder die Kapitänsbunde der HSG trägt, und dem Ex-Konstanzer Gregor Thomann einen ganz besonders emotionalen Hintergrund. Betrachtet man das Interesse an den Eintrittskarten für den Südschlager, dann messen auch die Fans der ganzen Region diesem Spiel eine besondere Bedeutung bei.

 

Vor wahrscheinlich erstmals in dieser Saison ausverkaufter Halle, darunter eine stattliche Zahl an Konstanzer Fans, erhoffen sich beide Lager ein gemeinsames süddeutsches Handballfest. Während die Gäste krasser Außenseiter sind, dem die wenigsten eine Chance auf Zählbares einräumen, steht der gastgebende Erstliga-Absteiger bei der unmissverständlich ausgerufenen Mission „direkter Wiederaufstieg“ nach einer 28:39-Niederlage in Hamm vor der Länderspielpause schon etwas unter Druck, Konstanz konnte mit dem identischen Ergebnis – allerdings zugunsten der HSG – gegen Wilhelmshaven einen Befreiungsschlag und den Sprung auf die Nichtabstiegsplätze feiern. HBW-Trainer Rúnar Sigtryggsson musste nach der zweiten Saisonniederlage gehen, für ihn wurde Jens Bürkle verpflichtet, der zuletzt Erstligist Hannover betreut hatte.

 

Der ehemalige Kreisläufer, der schon als Spieler in der ersten Liga für Balingen aktiv war, bezeichnet die HSG Konstanz als ersten Gegner bei seinem Debüt als Balinger Cheftrainer als „undankbare Aufgabe“. Hochgradig euphorisiert erwartet er die Mannschaft vom Bodensee und prognostiziert einen „Kampf bis zur letzten Minute“. Für den 37-Jährigen steht fest: „Die HSG brennt auf dieses Spiel.“ Eblen pflichtet seinem Trainerkollegen insofern bei. Nach zwei guten Trainingswochen, in denen in einer kurzen Pause über das Wochenende auch kleinere Blessuren auskuriert werden konnten, „wurde durchgehend sehr hart gearbeitet“, berichtet der 43-Jährige und fügt an: „Wir dürfen uns nun mit einem ehemaligen Erstligisten, der große Ambitionen hat, messen. Wir wissen um die gute Arbeit und was nicht nur in elf Jahren erste Liga in Balingen aufgebaut und geleistet wurde.“ Wie gut das Verhältnis zwischen beiden Vereinen ist, zeigt der Wunsch des Konstanzer Trainers, der dem HBW die Daumen für die Rückkehr in die Beletage des deutschen Handballs drückt. „Das ist gut für die ganze Region“, sagt er.

 

Allerdings sieht Eblens Plan für Samstag zunächst anders vor. „Ein gutes Spiel machen“, formuliert er mit einem herzhaften Lachen das Ziel für eines der Saisonhighlights und wird sogleich konkreter und ernster: „Wir wollen uns nicht von Anfang an das Spiel des Gegners aufzwingen lassen und richtig ungemütlich sein.“ Zwar muss er mit Samuel Wendel und Julius Heil, der mit einem Labrumriss in der Schulter mehrere Wochen ausfallen wird, auf zwei Verletzte verzichten, doch der Rest zeigt sich nach dem Ausrufezeichen gegen Wilhelmshaven in guter Verfassung und hochkonzentriert auf das stimmungsvolle und emotionale Kräftemessen auf der Schwäbischen Alb. „Es gibt nur Kann-Spiele für uns“, erklärt der HSG-Coach, „keine Muss-Spiele. Das heißt aber auch, dass immer eine Möglichkeit besteht. Diese werden wir suchen.“

 

Genauso unangenehm wie Jens Bürkle die Aufgabe einstuft, so undankbar ist sie für Daniel Eblen im ersten Spiel des HBW mit neuem Trainer und Konzept. „Keiner weiß, was kommt“, zuckt er mit den Schultern und verweist auf den – zumindest kurzfristig – immer positiven Effekt eines Trainerwechsels. „Jeder Spieler möchte einen guten Eindruck hinterlassen und wird top motiviert sein. Es wird Aufbruchsstimmung herrschen, aber vielleicht auch Reibung in der Abwehr nach Umstellungen.“ Jens Bürkle hat in letzten zwei Wochen viel ausprobieren lassen, präferiert jedoch die 6:0-Variante. Ausnahmespieler und alte Hasen wie Europameister Martin Strobel, Lars Friedrich, dessen Einsatz allerdings noch fraglich ist, Tomas Mrkva, Matthias Flohr und den während der Saison nachverpflichteten tunesischen Nationaltorhüter Marouèn Maggaiz werden damit ohnehin keine Probleme haben. Dazu kommen viele ehemalige oder aktuelle Junioren-Nationalspieler, die eine gute Mischung aus Jung und Alt ergeben und vor allem ein schnelles Spiel nach vorne möglich machen, ähnlich wie auf Konstanzer Seite.

 

Obwohl Gregor Thomann nicht vollends auszuschalten sei, so soll gerade „die Show von Gregor auf Rechtsaußen“, zumindest eingedämmt werden. „Wir alle freuen uns auf große Stimmung und wirklich auf ein gutes Spiel“, macht Eblen deutlich, während sein Gegenüber Jens Bürkle die klare Ausgangssituation nicht abstreiten möchte. „Natürlich müssen wir gewinnen“, räumt der neue Anführer der „Gallier von der Alb“ unumwunden ein, „aber wir müssen auch das Szenario vor Augen haben, dass die HSG bis zum Schluss dran bleibt.“ Ein Spielfilm, der in der größten Stadt am Bodensee ebenfalls ganz oben auf dem Matchplan steht. Zumindest in der letzten Saison gelang gegen die Top Sechs der Liga bis auf eine Ausnahme mindestens einmal die Sensation.

 

Eine Handvoll Sitzplatz-Tickets im Gästeblock D ist noch erhältlich. HSG-Fans können sich direkt über die Facebook-Seite der HSG Konstanz oder presse@hsgkonstanz.de die letzten Plätze sichern. Stehplätze ohne Platzreservierung sind noch verfügbar und können über den HBW online gebucht werden, die Stehplätze nahe Block D können 90 Minuten vor Spielbeginn eingenommen werden.

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