Verein

Historie

HSG Konstanz -
Der geplante Erfolg

Die HSG (Handballspielgemeinschaft) Konstanz ist die unter eigenem Namen antretende und 1923 gegründete Handballabteilung des TV (Turnvereins) Konstanz. Die HSG Konstanz hat mehr als 400 Mitglieder, davon über 80 Prozent Kinder und Jugendliche. Insgesamt 17 Mannschaften sind für den Spielbetrieb in der Saison 2016/2017 gemeldet.

 

Bis zum 30. Juni 2015 war sie eine 1980 gegründete Spielgemeinschaft der Handballabteilungen der beiden Konstanzer Vereine TV Konstanz und HC DJK Konstanz.

 

Ziel dieser Spielgemeinschaft war es, durch Bündelung der Kräfte den Handballsport in Konstanz zu stärken, sowohl im Leistungs- als auch im Breitensport. Dies sollte insbesondere durch eine qualifizierte Nachwuchsarbeit erfolgen. Die beiden Vereine blieben in ihren Rechten und Pflichten selbständig. Sie verpflichteten sich, die Spielgemeinschaft im Sinne dieser Zielsetzung zu unterstützen und keine konkurrierenden Aktivitäten zu entwickeln, unter Beibehaltung ihres Eigenlebens und ihrer Strukturen.

 

Das im Jahre 1980 vom TV Konstanz und dem HC DJK Konstanz eingegangene Wagnis einer Spielgemeinschaft mit der vorgenannten Zielsetzung hat sich in den zurückliegenden drei Jahrzehnten nicht nur als beispielhaft für die Konstanzer Vereinslandschaft erwiesen, sondern dient vielen Sportvereinen im süddeutschen Raum als Vorbild für eine zukunftsorientierte Vereinspolitik.

 

Der Aufstieg von der Oberliga Südbaden in die Regionalliga Süd erfolgte in der Saison 1984/85. Die Euphorie wich der Ernüchterung nach einem nur einjährigen Gastspiel im Oberhaus Süddeutschlands. In der Saison 1987/88 startete die HSG Konstanz nach erneuter Oberligameisterschaft ein zweites Mal das Unternehmen Regionalliga, dem wiederum kein Erfolg beschieden war. Nach dem erneuten Abstieg konnte sich die HSG Konstanz in der Oberliga relativ schnell konsolidieren. Die Hoffnungen auf eine baldige Rückkehr in die Regionalliga erfüllten sich jedoch nicht. Die Verantwortlichen sahen den Grund für den nicht erreichten Aufstieg darin, dass der letzte Einsatz und die nötige Professionalität bei der Mannschaft und im Umfeld fehlten, um auf Dauer im Leistungshandball bestehen zu können. Bei der HSG zog man zur Saison 1993/94 die Konsequenzen.

 

Die Stadt Konstanz bis zum Jahr 2000 über die Zwischenstation Regionalliga in den exklusiven Kreis der Bundesligastädte zu führen, wurde als Zielvorgabe ausgegeben. Hierzu mussten Strukturen geschaffen werden, die den Leistungssport auf Dauer ermöglichen. Auf die eigene Jugend sollte in Zukunft gesetzt werden. Und ein Trainer musste gefunden werden, der es sich zutraute, mit Konsequenz und Weitblick eine leistungswillige Mannschaft mit eigenen Spielern aufzubauen. Mit Diplom-Sportlehrer Adolf Frombach konnte dieser Mann gefunden und an den Bodensee geholt werden. Der Neuanfang war gemacht. In einem dramatischen Oberligaendspiel vor 800 Zuschauern in Willstätt konnte sich der gastgebende TV nur denkbar knapp mit 19:18 Toren die Meisterschaft vor der HSG sichern. Viele der begeisterten Zuschauer hielten die HSG Konstanz schon damals reif für die Regionalliga.

 

Die Mannschaft hatte sich damit selbst zum Top-Favoriten für die Saison 1994/95 gemacht. In überlegener Weise wurde die Saison mit 42:2 Punkten als erfolgreichstes Team aller Oberligen Deutschlands abgeschlossen. Da man bei der HSG Konstanz nichts mehr dem Zufall überlassen wollte, begannen die Planungen für die Zwischenstation Regionalliga sehr frühzeitig. Unter keinen Umständen wollte man wie in den 80iger Jahren erneut nur ein einjähriges Gastspiel in der Regionalliga geben. Mit gezielten Verstärkungen gelang es den 11. Abschlussrang und damit den Klassenerhalt zu sichern.

 

Im darauffolgenden Jahr konnte diese Platzierung mit der jüngsten Regionalliga-Mannschaft, Altersdurchschnitt 21,8 Jahre, wiederholt werden. Mit ihrem begeisternden Handball hatten die jungen „Himmelsstürmer“ insgesamt 7.470 Zuschauer in die Rheingutsporthalle gezogen, was einem Zuschauerschnitt von 575 pro Spiel entsprach. Damit war auch der Beweis erbracht, dass mit überzeugenden sportlichen Leistungen in Konstanz genügend sportbegeisterte Bürger für einen regelmäßigen Besuch attraktiver Sportveranstaltungen gewonnen werden können.

 

Mit der Vorgabe „einstelliger Tabellenplatz“ ging die HSG Konstanz in die dritte Regionalligasaison. Am Ende schaute mit der Position drei der bis dato größte Erfolg in der Geschichte der Spielgemeinschaft heraus. Die HSG Konstanz hatte sich in der Regionalliga etabliert. Dem großen Ziel aller Planungen, Aufstieg in die Bundesliga, war man wieder einen Schritt näher gekommen.

 

Erstmals seit der Wiedervereinigung erreichte 1998 mit der männlichen B-Jugend der HSG Konstanz wieder eine Mannschaft aus dem Süden Deutschlands ein Endspiel um die deutsche Jugendmeisterschaft. Für viele war dies eine Überraschung, für die Beobachter des Jugendhandballs war es eine logische Konsequenz der seit 1993 von der Spielgemeinschaft betriebenen qualifizierten Jugendarbeit. Zigfache Meistertitel auf südbadischer Ebene, der Titel eines „Süddeutschen Meisters“ und ein B-Jugend-Finale um die Deutsche Meisterschaft vor über 600 Zuschauern in der Rheingutsporthalle gegen den SC Magdeburg sind ein Spiegelbild der Entwicklung des Handballs in Konstanz. Auch wenn Magdeburg den Konstanzern noch einen Schritt voraus war, so brachte die „Deutsche Vize-Meisterschaft“ den 15- und 16-jährigen Jugendlichen die verdiente öffentliche Anerkennung. Noch nie war eine Konstanzer Jugendmannschaft in einer olympischen Sportart bis in das Finale um die Deutsche Meisterschaft vorgestoßen. Für ihre Fairness wurde die Mannschaft mit dem Fair-Play-Preis der Deutschen Olympischen Gesellschaft ausgezeichnet und das Konstanzer Sportpublikum wählte die B-Jugend zur „Mannschaft des Jahres 1998“.

 

Das große Ziel Bundesliga wurde mit einem 15-köpfigen Kader angegangen, dem 10 Spieler aus der eigenen Nachwuchsarbeit entstammten. Die Stärkung des Handballsports auf der Basis erfolgreicher Jugendarbeit schien gelungen. Getragen von einer enormen Sympathiewelle und vor großartigen Kulissen, allein 4-mal war die Rheingutsporthalle mit 1.200 Zuschauern ausverkauft, erkämpfte sich die Mannschaft den Staffelsieg. Dass es dann im entscheidenden Relegationsspiel um den Aufstieg in die 2. Bundesliga vor 3.000 Zuschauern bei der HSG Kronau/Bad Schönborn eine 24:21 Niederlage gab, war bitter aber nicht entmutigend. Gewonnen hatte die HSG an Sympathie bei den Sportfans und an Vertrauen bei den Wirtschaftsunternehmen in der Region. So gestärkt marschierte die HSG Konstanz in der Saison 2000/2001 unaufhaltsam und mit großem Vorsprung der Süddeutschen Meisterschaft und dem direkten Aufstieg in die 2. Bundesliga entgegen.

 

Das Ziel war erreicht. Oberbürgermeister Horst Frank würdigte bei einem Empfang für Mannschaft, Helfer und Funktionäre die HSG Konstanz als neue Botschafterin der Stadt. Er bezeichnete den Erfolg als eine „grandiose Leistung“ und mit dem Empfang im Ratssaal wurde der Wert des HSG-Erfolgs für die gesamte Kommune deutlich. HSG-Präsident Otto Eblen versicherte, dass die HSG in noch stärkerem Masse ein Sympathieträger für die Stadt Konstanz sein werde, der Dynamik, Elan und Begeisterung vermittle. Die Bundesligaauftritte der Mannschaft in Hessen, Nordrhein-Westfalen, im Saarland und in Sachsen wurden in den folgenden drei Jahren zu einer kostenlosen Image-Werbung für die Stadt Konstanz. Als südlichster Bundesligaverein Deutschlands absolvierte man drei interessante Jahre im Unterhaus der „stärksten Liga der Welt“ und präsentierte den Konstanzern etliche aktuelle und ehemalige Nationalspieler. Allerdings war der jährliche Aderlass (Matthias Rauh, Seppo Seitner, Thomas Zilm, Michael Binder…) insbesondere in Richtung der deutschen und Schweizer Topvereine recht groß und so endete die Zweitligazugehörigkeit unmittelbar nach dem Umzug in die bundesligataugliche Schänzle-Sporthalle recht abrupt.

 

 

 

 

 

 

 

Seit 2004 spielt die HSG Konstanz nun permanent in der dritthöchsten Spielklasse Deutschlands, die zwischenzeitlich als Dritte Bundesliga vom DHB verwaltet wird. Hierbei hat es der Verein beständig geschafft, den Wirren einer andauernden Änderung der Strukturen im deutschen Handball zu trotzen und ist heute der bestplatzierte südbadische Verein im Männerbereich. Die Professionalisierung im Umfeld erhielt durch viele nach Konstanz vergebene Veranstaltungen ihre Anerkennung: 2001 betreuten weit über 100 ehrenamtliche Helfer der HSG Konstanz die Teilnehmer am Landesturnfest; 2005 und 2007 durfte die HSG Konstanz jeweils ein Länderspiel der deutschen Herren-Nationalmannschaft in der Schänzle-Sporthalle ausrichten; 2006 war die Juniorennationalmannschaft zu einem Länderspiel in Konstanz zu Gast, parallel dazu waren weit über 100 Helfer in der SÜDKURIER-Arena aktiv; 2008 durfte die HSG Konstanz zwei Spieltage des Schwarzwald-Bäder-Cups ausrichten.

 

Auch im Jugendbereich hat sich die HSG Konstanz in den vergangenen Jahren breiter aufgestellt: Die A-, B- und C-Jugend spielen seit vielen Jahren in der jeweils höchsten Spielklasse und werden technisch und spieltaktisch analog der 1. Herrenmannschaft ausgebildet. So schafft es die HSG Konstanz immer wieder, A-Jugendliche nahtlos in den Bundesligakader einzubauen. Dabei gelang der A-Jugend in den Spielzeiten 2011/2012 und 2013/2014 die Qualifikation für die neugeschaffene A-Jugend Bundesliga und parallel konnte sich die erste Mannschaft mit einem 4. und 6. Platz in der Spitzengruppe der 3. Bundesliga etablieren. Mit diesem Konzept kann sich auch das Konstanzer Publikum identifizieren, denn in den letzten Jahren war die HSG Konstanz stets der Zuschauerkrösus der 3. Liga Süd. Im Spieljahr 2012/2013 konnte man durchschnittlich fast 800 Fans pro Partie begrüßen, in der Saison 2013/2014 konnte man den Zuschauerschnitt noch einmal auf 850 Fans pro Spiel steigern. Beim ersten reinen Handball-Superball wurde mit 1.700 Zuschauern zudem eine neue Bestmarke aufgestellt. Nach einem erneuten 4. Platz in der Drittliga-Saison 2013/14 gingen zudem in der Spielzeit 2014/15 sämtliche Jugendmannschaften der HSG in den jeweils höchsten Ligen an den Start (die A-Jugend als Gründungsmitglied der Bundesliga zum dritten Mal im vierten Jahr des Bestehens der neuen Eliteklasse, die B-Jugend in der Baden-Württemberg-Oberliga (BWOL) sowie die C-Jugend in der Südbadenliga). Außerdem konnte mit der Exzellenzuniversität Konstanz eine Kooperation vereinbart werden.

 

Die Saison 2014/15 kann als überaus gelungene Spielzeit für die HSG Konstanz bezeichnet werden. Mit 20:10 Punkten stellte die HSG die zweitbeste Rückrundenmannschaft, mit 24:6 Punkten die drittbeste Heimmannschaft und lediglich 749 Gegentoren, mithin nicht einmal 25 pro Spiel, die beste Abwehr der Liga. Dazu kann Konstanz auf sieben Siege in den letzten neun Partien zurückblicken, die zum Ende der Saison 2014/15 Tabellenplatz vier bedeuten. Mit Platz vier und 37 Punkten sowie plus 59 Toren erreichte das Team von HSG-Cheftrainer Daniel Eblen zudem das beste Ergebnis in der 2010 für die bisherigen Regionalligen eingeführten 3. Liga – und auch die Qualifikation für den DHB-Pokal 2015/16. Aber auch die Konstanzer Fans setzten wieder einmal eine absolute Bestmarke: mit an die 850 Fans im Schnitt bei jedem Heimspiel wurde die HSG mit großem Abstand erneut Zuschauerkrösus der 3. Liga Süd, auch dank eines mit 1.800 Zuschauern restlos ausverkauften Superballs. Die A-Jugend spielte zudem erneut in der Jugend-Bundesliga, während die zweite Mannschaft nach drei Aufstiegen in den letzten fünf Jahren als Südbadenliga-Meister den Aufstieg in die Oberliga Baden-Württemberg (4. Liga) realisierte und damit neben den Rhein-Neckar Löwen und dem HBW Balingen-Weilstetten die beste Reservemannschaft des Bundeslandes stellt.

 

46:14 Punkte, 21 Siege, vier Remis und nur fünf Niederlagen bei 843:771 Toren – die Saison 2015/16 war die wohl erfolgreichste Spielzeit in der HSG-Vereinsgeschichte überhaupt. Mit dem Gewinn der Süddeutschen Meisterschaft und dem damit verbundenen Aufstieg in die eingleisige 2. Bundesliga gehört die HSG in der Spielzeit 2016/17 erstmals zu den besten 38 Handball-Mannschaften Deutschlands und zur stärksten zweiten Liga der Welt. Beim Zweitliga-Gastspiel von 2001 bis 2004 nach den Regionalliga-Meisterschaften 2000 und 2001 war das Bundesliga-Unterhaus noch in eine Nord- und Südstaffel unterteilt.

 

Der große Erfolg sorgte für eine nie dagewesene Handball-Euphorie in Konstanz und der ganzen Bodensee-Region. Mehr als 1000 Fans fieberten bei jedem Heimspiel mit, in der Rückrunde sogar mehr als 1300 pro Partie, dazu sorgten 1900 Fans beim Superball für eine neue Rekordkulisse. Die Saison endete – nach der vierten Teilnahme der A-Jugend an der deutschen Eliteklasse im fünften Jahr des Bundesliga-Bestehens und dem Klassenerhalt der zweiten Mannschaft als Neuntplatzierter in der Oberliga (4. Liga) – mit einem riesengroßen Fest vor über 1700 Fans beim letzten Heimspiel und mehr als 500 bei der Meisterehrung durch die Stadt Konstanz mit Oberbürgermister Uli Burchardt auf einem Schiff im Konstanzer Hafen. "Wir sind stolz auf unsere HSG, unseren sympathischen Botschafter", sagte das Konstanzer Stadtoberhaupt.

 

Dazu sorgt der Konstanzer Weg, auf junge Talente – zur Förderung des Spitzensports in Kooperation mit der Exzellenzuniversität Konstanz und der Fachhochschule HTWG Konstanz – zu setzen, bundesweit für Aufsehen, ebenso wie der Sonderzuschuss der Stadt Konstanz nach dem Aufstieg in die 2. Bundesliga in Höhe von 117000 Euro pro Saison für drei Jahre. Ferner konnte sich die HSG Konstanz mit einer einstimmig gewählten neuen Vereinsführung breiter und zukunftsfähig aufstellen.

 

Die Spielzeit 2016/17 war eine historische, wie HSG-Präsident Otto Eblen feststellte. Es gelang, so Sohn und Cheftrainer Daniel Eblen, die Bestätigung der Meisterschaft und der vorzeitige Klassenerhalt am vorletzten Spieltag mit über 200 mitgereisten Fans in Neuhausen. 35:41 Punkte bedeuteten am Ende Platz 14 von 20 Teams, nur einen Zähler hinter Rang elf. Überwältigend war dabei die heißblütige Unterstützung der HSG-Fans in den nun bundesweit bekannten "Schänzle-Hölle". Im Schnitt pilgerten knapp 1300 Fans pro Heimspiel in die Arena am Seerhein und verwandelten sie in einen wahren Hexenkessel. 24250 Fans peitschten die HSG somit nach vorne – bester Wert eines Aufsteigers und ligaweit Rang elf. Daniel Eblen ist zudem der dienstälteste Coch im deutschen Profihandball, ein weiterer Beleg für die Kontinuität in Konstanz. Bemerkenswert: Die Top Sechs der 2. Bundesliga wurden mit Ausnahme des souveränen Meisters und direkten Erstliga-Rückkehrers Lübbecke allesamt mindestens einmal besiegt, mache sogar zweimal. 13 Punkte wurden gegen die sechs Topteams der Liga erspielt – unübertroffen im hinteren Tabellendrittel der zweiten Liga.

 

Die A-Jugend konnte sich zudem erneut, zum sechsten Mal im siebten Jahr des Ligabestens, für die Jugend-Bundesliga qualifizieren. Damit gehört die HSG zu den erfolgreichsten Jugendförderern der Bundesrepublik.

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